Spezial: Johanna Luther und der NaBeBa
Shownotes
🟡 Hauptthema
NaBeBa steht mitten in einem einschneidenden Prozess. An der Spitze des eingetragenen Vereins, der das Projekt trägt, steht seit einigen Monaten Johanna Luther. Sie hat die Gründerin Dorothee Zijp abgelöst und arbeitet an einem neuen Ort, an dem NaBeba seine Arbeit fortsetzen kann, an einer Vision für die Zukunft des Vereins.
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00:00:02: Podcast.
00:00:02: Das Spezial!
00:00:06: Es ist Podcastzeit, mein Name ist Tobias Weckenbrock und ich freue mich hier für ein Spezial heute in einem Podcaststudio der Rohrnachrichten am Lambertusplatz zu stehen.
00:00:16: Wir haben Anfang Oktober und wir haben jetzt weil es ja langsam Herbst wird eine Tasse Tee heute mal in der Hand Und das sind meine Wenigkeit als Moderator und Host an dieser Stelle und meine Gästin, das ist Johanna Luther.
00:00:30: Hallo Johanna
00:00:31: Hallo Tobias!
00:00:32: Ich grüße dich und ich freue mich, dass du heute da bist.
00:00:36: Wir sind auf du miteinander weil wir uns auch im privaten Rahmen schon mal begegnet sind und wir manchmal ein bisschen miteinander zu tun haben.
00:00:43: Grundsätzlich ist es ja aber auch schön hier zu Dutzend viele in Ruhrgebiet machen das.
00:00:47: Ich habe dich eingeladen weil du Vereinsvorsitzende bist und das noch gar nicht so ganz lange wenn ich das richtig weiß.
00:00:54: Vielleicht stellst du dich aber einmal selbst
00:00:56: vor.
00:00:59: Ja hallo ich bin Johanna Lutta.
00:01:01: in Natur- und Begegnungsbauernhof.
00:01:07: In Waldrob, die erste Vorsitzende seit noch nicht so langer Zeit.
00:01:13: den Verein gibt es schon seit zwanzig Jahren.
00:01:16: ich bin seit zwei tausendsechzehn also auch schon seit zehn jahren zumindest als mutter mit Kindern da unterwegs und habe dann irgendwann mal der Doroh der damaligen leitung hab irgendwie Lust mal mitzumachen.
00:01:36: Und dann hat sich das so ergeben und jetzt bin ich da irgendwie wichtig geworden.
00:01:42: Warum hast du damals dich da so angeschlossen vor zehn Jahren mit deinen Kindern?
00:01:46: Was hat Nabeba für dich besonders gemacht?
00:01:49: Also in Castro Brauxel ist mir der Kontakt mit Menschen, mit Behinderungen nicht so... nah vorgekommen.
00:01:58: Und Nabeba fand ich immer schon sehr interessant.
00:02:01: und da gab es dann irgendwann einen Familientag, und da bin ich zu Besuch gekommen.
00:02:07: Da bin ich geblieben.
00:02:08: Ich habe in Bielefeld studiert und habe eine Diplomarbeit über Theater mit Menschen mit und ohne Behinderung geschrieben und über den Begriff Inklusion.
00:02:20: Dann bin ich nach Dortmund gezogen von Dortmund der Liebe wegen nach Castro-Brauxel Und da war dann irgendwie kein Betel.
00:02:29: Also natürlich gibt es hier jetzt eine Betleinrichtung, aber der Stadtteil Bielefeld-Betl ist halt ein ganz toller, weil da viele Menschen mit Berinderungen rumlaufen sozusagen und daraus ist diese Einrichtung entstanden.
00:02:43: Aber ja für mich war das hier in Kassel-Brauxel halt erstmal so ein bisschen leer sozusagen und da habe ich ganz viel mir angeguckt wer wo was macht.
00:02:52: Da habe Musikgruppe gibt mit Menschen mit Behinderungen oder irgendwelche Sachen, die Lebenshilfe usw.
00:03:02: Und da bin ich auch irgendwie bei Nabeba gelandet und das gefällt mir super weil da natürlich auch viel Natur ist Tiere und man das alles anfassen
00:03:11: konnte.
00:03:12: Dieser Verein hatte über viele Jahre ich weiß nicht zwanzig vielleicht grob oder fünftzehnten Standort an der Stadtgrenze zwischen Ikharnend und Waldtrop am Rabensweg.
00:03:25: Beschreib doch mal, wie damals so dein erster Eindruck war als du da dieses Gelände betreten hast?
00:03:30: Ich habe einen eigenen weil ich auch schon einmal da war und damals berichtet habe.
00:03:34: aber vielleicht sagst du erstmal was du gedacht hast als du damals das Gelände Betreten hast.
00:03:39: Also erstmal war das ja auch ein bisschen versteckt weil das hinter Bäumen Zäunen versteckt war für mich und dann vielleicht auch Fotos außen an der Wand waren oder so, aber eigentlich kam man da nie so richtig rein.
00:03:55: Und wenn man dann da reingegangen ist, dann war da ein kleines Häuschen und ein riesengroßer Kaninchenstall und da durften die Kinder dann reingehen ein Bänkchen setzen und irgendwie die Tiere füttern.
00:04:11: Und das war irgendwie ganz, ganz gemütlich.
00:04:14: und dieser Duft von Heu und so den kann ich ja heute noch... nachempfinden.
00:04:19: und dann ist man so weitergegangen.
00:04:21: Und dann traf man zwei Hängebauchschweine, ein paar Enten und ein paar Hühner und die sind dann so da rumgelaufen.
00:04:28: Dann ist man noch um die Ecke gegangen und dann haben die Gänse getratscht und waren ganz laut und haben gemäckert.
00:04:36: Da musste man mutig sein durch die Schafe zu laufen, die erst mal geguckt haben ob man was für Essen hat ist man zu den Huftieren dann gekommen und da waren Alpakas und Pony, Pferd und Esel.
00:04:55: Und das war irgendwie irre!
00:04:57: Das war ja ein ganzer Ausflug, wenn man ein kleines Kind heran hat was noch nie richtig laufen kann.
00:05:03: Erst mal ein Riesen... Das dauerte erst einmal eine Stunde bis man hinten angekommen ist.
00:05:09: Ja, das war ein tolles Erlebnis und das haben wir uns natürlich jede Woche gegönnt.
00:05:14: Das war ganz schön.
00:05:15: Genau, dazwischen liefen dann eben Kinder rum, Kinder im Kindergartenalter, Kinder die auch eigenständig laufen konnten aber auch solche die vielleicht an irgendwelche Gehhilfen gebunden waren oder Menschen mit geistigen Behinderungen oder Ähnliches so.
00:05:30: das versammelte sich auf dem Gelände irgendwie als ich da war mir in Erinnerung geblieben eine Wand Ich glaube an dieser Hütte, an der Rückseite.
00:05:38: da waren ganz viele Gummistiefel so an Stöcken aufgehängt.
00:05:41: Das war quasi für mich wie ein Kunstwerk weil das war so weiß nicht im Quadrat zehn mal zehn und dann gefühlt hundert paar Gummestiefeln oder fünfzig.
00:05:49: vielleicht ist meine Erinnerung auch falsch aber das sah irgendwie somalerisch aus und es hatte für mich einen absoluten Charme.
00:05:56: Kinder kommt rein, geht in die neue Welt mit uns und hier lasst ihr eure Schuhe aus dem Alltag und nehmt die Gummistiefel einfach von der Wand.
00:06:03: Das hatte für mich so was Sinnbildliches wie ein Abtauchen in eine andere Welt.
00:06:08: Ja
00:06:08: total!
00:06:11: Diese Welt hat dich also offenbar überzeugt da regelmäßig hinzugehen und jetzt letztlich auch sogar in die Vereinsarbeit einzusteigen.
00:06:19: Wobei man dann sagen muss diese Welt am Rabensweg hatte einen Ende Und auch nicht so ein schönes.
00:06:24: Vielleicht kannst du ganz grob, wir wollen gar nicht in alle Details gehen aber grob sagen was dahinter steckte warum die Einrichtung da nicht bleiben konnte?
00:06:31: Ja also das war so dass wir ja die ganze Zeit da geduldet waren und es dann Beschwerden gab und daraufhin die Stadt uns eigentlich schließen musste.
00:06:43: Also die hatten da keine andere Wahl mehr.
00:06:47: Ja,
00:06:48: da geht es nicht um die Stadt Castrop sondern um den Stadt Waldrop.
00:06:51: Das ist alles auf dem Gelände der Stadt Waldrob und ja wir haben darum gekämpft.
00:06:57: Wir haben gemeinsam mit dem Verpächter und ganz viel Hilfe auch von einem Anwalt und wir waren in einem Mediationsverfahren und mussten dann letztendlich einsehen dass das da keine Zukunft mehr hatte Und sind dann schon über Nacht quasi umgezogen.
00:07:23: Was nicht einfach ist, also so ganz über Nacht ist das natürlich nicht passiert weil ganz alte Schafe die noch nie woanders waren oder auch Gänse, die auch noch nie was anderes gesehen haben irgendwie eine Heimat finden mussten genauso wie die Huftiere und das Schwein ist dann irgendwann auch gestorben Also gab es irgendwann nur noch ein Schwein.
00:07:44: Dadurch, dass wir zwanzig sind kann man sich vorstellen die Tiere sind alle schon in einem hohen Alter gewesen.
00:07:50: Und das große Pferd ist zum Beispiel mit fast dreißig gestorben.
00:07:54: jetzt und also da gibt es einfach schon so Entwicklungen, die dazu geführt haben, dass ein Arbeba immer kleiner geworden ist von der Anzahl der Tiere und wie er jetzt ich kann ja mal über's Jetzt reden.
00:08:07: Dazu umübergegangen sind die Großtierhaltung eingestellt zu haben.
00:08:13: Aufgrund der Schwierigkeiten, die sich da ergeben durch den neuen Ort können wir jetzt keinen Stall dahin stellen und sagen hier wohnen keine Ahnung welche Huftiere.
00:08:26: Das geht leider nicht.
00:08:28: aber ja auch immer daran gearbeitet, dass wir Lösungen finden für unsere Probleme und haben einfach jetzt unser Konzept unserer Betriebsbeschreibung so hingehend das dann runtergebrochen, dass auf jeden Fall die Kaninchen noch haben.
00:08:44: Und wir den Kontakt zum Wald haben, dadurch ja auch Themen mit Eulen oder Igel oder dem Storch der sich da angesiedelt hat.
00:08:54: Ja auch super aufnehmen können und dann geguckt haben wo können wir hingehen?
00:09:00: Wer hat denn auch noch Tiere oder unsere alten Nabebertiere?
00:09:05: Wo kann man die besuchen?
00:09:06: und genau dass man da halt guckt wie können wir die Themen weiter also ernten nochmal neu erfinden.
00:09:16: Was passt zu unserem Standort?
00:09:18: Genau, was steht in unserer Satzung?
00:09:20: Was muss man unbedingt irgendwie da drin haben.
00:09:22: zum Beispiel hatten wir Korfball da drinnen und ich habe irgendwo bei Ebay Kleiner zeigen mir einfach mal ein Korf ball korb gekauft.
00:09:31: der wartet noch darauf dass er irgendwann mal aufgehangen wird oder aufgestellt
00:09:36: stehen.
00:09:36: genau die
00:09:37: stehen genau dann.
00:09:38: die Schwierigkeit ist auch noch irgendwie zu lösen wie ich irgendwo einen Korf Ball Korb da mal hinstelle, weil das bei uns halt in der Satzung steht und ich finde das witzig.
00:09:49: Weil das ging glaube ich mal darum dass wir einen Standort hatten wo so ein Korfball Club war und dann haben wir das mit in unsere Satzung übernommen und das steht da einfach noch drin.
00:10:00: und ich dachte gut ja dann machen wir halt auch noch Korf ball.
00:10:03: aber es geht ja auch ganz viel um Bewegung und Natur und Kontakt mit Menschen mit Behinderungen und das ist auf jeden Fall immer noch alles drin.
00:10:12: Also jetzt müssen wir mal einmal klären, ihr seid dann ungefähr so eins zwei Kilometer weiter nach Norden irgendwie in die Ikanaheide rein gezogen.
00:10:21: Das ist der Stadtteil Leveringhausen oder die Bauerschaft, so wird man vielleicht eher sagen, die auch zwischen Ikanend und Waldtrop liegt.
00:10:30: Wie seid ihr auf dieses Gebäude gestoßen, das da an diesem... Was ist das für ein Teich?
00:10:35: Rückhaltebecken oder so'n Vogel-Teich.
00:10:37: So was
00:10:37: das genau!
00:10:38: Für den Teich weiß ich gar nicht.
00:10:41: Auf jeden Fall ist er gegenüber.
00:10:44: An der Ikaner Straße
00:10:45: jetzt.
00:10:46: Genau und das Haus haben wir ja durch Zufall wieder besucht sozusagen und die Elisabeth Schnittler, die da drin wohnt Die hat früher den Esel besessen, der bei Nabeba danach gewohnt hat.
00:11:05: Und das war dann irgendwie wieder so ein Treffen wo sich alle gefreut haben.
00:11:10: Elisabeth hat sich gefreute in Konrad wiederzusehen und irgendwie ist man genau da der Eselkonrad Und irgendwie haben wir uns dann alle gefreut und dann festgestellt, dass wir uns alle eigentlich gerne mögen.
00:11:23: Und dass sie da vielleicht ja auch was wüsste wie man das machen könnte?
00:11:28: Ja und dann sind wir da irgendwie ins Gespräch gekommen und dann wurde es immer konkreter und realistischer und da haben wir unser natürlich auch riesig gefreud.
00:11:37: Wir mussten aber dann halt im Zuge dieses Umzugs halt zusehen wo unsere Großtiere dann alle hinkommen.
00:11:44: Wenn man so einen Umzug macht, ist das auch nicht einfach.
00:11:47: Wir ziehen in alte Räume und machen uns es da schön sondern letztlich muss ein Verein der da irgendwas veranstalten will, sonst braucht ein Verein ja eigentlich keinen Sitz, muss ja eigentlich eine Genehmigung für all das haben was er vielleicht mal machen möchte.
00:12:01: Das heißt damit verbunden ist wieder bürokratischer Aufwand?
00:12:04: Genau!
00:12:05: Also wir würden gerne wenn wir dürfen, wenn's losgehen darf dann wieder, wie wir es sonst gemacht haben Kindergärten und Grundschulgruppen oder andere Gruppen von anderen Schulen einladen zu uns.
00:12:18: Und da besteht jetzt gerade die Schwierigkeit dass wir keine Toilette haben und kein Raum sozusagen.
00:12:29: Das ist jetzt in so einem Bauantrag integriert und der dauert halt noch.
00:12:34: Also da müssen wir leider gerade so eine Wartezeit überstehen, um dann wieder richtig loslegen zu können.
00:12:39: Und wenn man einen Bauantrag hört, denkt man schon an Brandschutz und Barrierefreiheit und all diese Dinge die dann erfüllt sein müssen damit ne Behörde wie die Stadt Waldrobbe an der Stelle überhaupt eine Genehmigung aussprechen kann.
00:12:52: Genau!
00:12:54: Wie finanziert ihr euch überhaupt?
00:12:55: Ihr seid ja ein eingetragener Verein Das heißt, kann man sich vorstellen.
00:12:59: Ihr seid so wie ein Verein arbeitet also irgendwie hundert Prozent auf Spenden und irgendwelche Fördergelder angewiesen.
00:13:06: oder wie läuft das
00:13:07: auch?
00:13:07: Also Förder gelder können wir gerade nicht beantragen weil wer diesen dieses laufende Verfahren also weiß nicht wie man das nennt aber diese Bauantrag halt anhängen haben Und dass steht halt überall drin wenn man Förderanträge stellt dass man halt dann auch So eine Art richtigen Sitz haben muss.
00:13:28: Deswegen haben wir uns jetzt gerade noch nicht an Förderanträge rangewagt und bekommen halt regelmäßig Spenden.
00:13:35: Wir haben Mitglieder, die Mitgliedsbeiträge bezahlen usw.
00:13:39: Und da sind wir grade auch auf das Minimum beschränkt was wir irgendwie runterfahren können.
00:13:46: An Kosten haben wir versucht möglichst runterzufahren.
00:13:50: Wir hatten ja den Ort verkleinert.
00:13:52: deswegen konnten wir ganz viele Sachen verkaufen und also Rücklagen haben wir so ein bisschen, aber es ist halt schwierig.
00:14:04: Wenn das Bauamt jetzt nicht sagt am ersten Elften geht's los?
00:14:09: Wir kriegen kein Datum.
00:14:10: deswegen müssen wir halt immer gucken wie können über Wasser halten.
00:14:15: Habt ihr denn Beschäftigte oder seid ihr nur auf Honorarbasis, oder nur ehrenamtlich ohne Entschädigung unterwegs?
00:14:22: Also
00:14:22: fast ausschließlich Ehrenamtliche Arbeit.
00:14:25: ich mache auch alles ehrenabendlich.
00:14:27: im Moment also Vorstandsarbeit ist ja auch viel Ehrenamnt und wir haben eigentlich nur eine Mini-Jobberin die Betreuung von Menschen mit Behinderungen macht sie aber auch selber Mitglieder sind.
00:14:43: Das ist das Einzige, was da gerade uns in irgendeiner Form Geld bringt oder abzieht.
00:14:50: und natürlich Futterkosten oder Tierarztkosten.
00:14:53: Oder irgendwelche Sachen die wir vorbereiten müssen.
00:14:58: Werkzeuge, die kaputt gehen weil wir ja da versuchen jetzt keine Ahnung Brombeeren wegzuschneiden müssen wir natürlich ein Container bestellen
00:15:07: sind aber dann eher überschaubare Kosten und Einzelsachen als jetzt große laufende Personalkosten.
00:15:14: Das ist ja oft für so ein Verein der größte Kostenfaktor, dass man Leute bezahlt die irgendwie für einen arbeiten damit man als Vereine existieren kann.
00:15:22: Ja, wir haben gerade das.
00:15:24: Jetzt hast du dich da also zu einer Zeit so richtig in die Vorstandsarbeit gestürzt, die offenbar auch sehr stark von Bürokratie belastet ist.
00:15:33: Siehst du das als Belastung oder als deine Challenge?
00:15:36: Weil eigentlich bist du ja auch keine Paragrafen-Kännerin sondern eher eine Pädagogin!
00:15:41: Ja ich bin DiplompädagogIn und TheaterpädagogIn.
00:15:45: Ich finde es jetzt nicht toll, aber ich find's ein tolles Abenteuer.
00:15:55: Sagen wir so!
00:15:55: Also ich hab mich dem gestellt und habe auch mit der Politik und mit den Bauabend halt auch so viel besprochen schon und halt auch gesagt okay ich bin jetzt euer Ansprechpartner und ich stelle mich auch nach vorne und ich mach das jetzt auch und stelle mich dieser Herausforderung und hoffe halt auch echt sehr, dass das jetzt klappt.
00:16:20: Und dass es ja vorangeht.
00:16:23: Da habe ich alle meine Hoffnungen drauf gesetzt und das sieht aber auch ziemlich gut aus!
00:16:28: Du bist dabei nicht alleine?
00:16:30: Du lässt dich gerne unterstützen natürlich auch weiterhin von Dorothee Saib die mit glaube ich, Gründerin des Nabeber oder Hauptgründerinnen oder eigentlich die treibende Kraft hinter allem immer war.
00:16:43: Jetzt ein gewisses Alter auch schon erreicht hat und vielleicht in dir auch eine würdige Nachfolgerin so ein bisschen aufbaut aber immer an deiner Seite steht?
00:16:51: Oder wie ist euer Verhältnis?
00:16:53: Ja unser Verhältniss ist super!
00:16:55: Wir sind immer im Kontakt und wir haben einen ganz tollen Vorstand.
00:16:59: das sind alles Frauen die ich alle total gerne habe, die für sich ihr Fach haben, was sie mich ergänzen können.
00:17:07: Ich bin ja wie gesagt nur Pädagogin und kann mich da an pädagogischen Konzepten dran erfreuen.
00:17:15: oder das Kinderschutzkonzept jetzt gerade erarbeitet damit dass vor Ort auch sicher ist Ja, aber halt solche rechtlichen Dinge oder fachliche Dinge oder biologische.
00:17:28: Also manchmal weiß man nicht was macht der Storch überhaupt und warum setzt er sich dahin und nicht oben aufs Dach?
00:17:35: Und dann findet man wieder tolle Menschen die einem da etwas erklären können.
00:17:40: Aber dann gibt mein Anknüpfungspunkt ist jetzt dann lass uns doch endlich mal über Pädagogik reden!
00:17:46: Vielleicht kannst du noch einmal sagen Warum braucht es denn überhaupt den Nabeber?
00:17:51: Also man könnte sagen, okay das ist jetzt gut gelaufen Jahre lang tolle Arbeit geleistet.
00:17:56: Jetzt ist Dorothea Sape aber vielleicht nicht mehr in der Lage oder auch nicht mehr willens diesen weiteren Neuaufbau nochmal anzugehen.
00:18:02: allein dann lass uns doch Schluss machen und alles ist gut.
00:18:06: Ist nicht natürlich!
00:18:08: Aber warum nicht?
00:18:08: Was ist das Besondere an diesem Verein und warum ist diese Arbeit aus deiner Sicht sehr wichtig?
00:18:15: also Natur- und Bauernhofprojekte bestehen ja auch daraus, dass man ganz viel Erfahrung sammelt.
00:18:24: Und einfach an der frischen Luft irgendwie ganz andere... Oh jetzt habe ich das Mikro gehauen!
00:18:30: Das macht nichts!
00:18:32: ganz viele
00:18:33: Dinge
00:18:33: erfährt und erlebt oder mal eine Fütze tritt, oder irgendwas macht was man sonst nicht macht.
00:18:39: Und dieser Außenraum ist halt total inspirierend und man lernt da ganz vielen, man stellt Fragen die man sich so vorher gar nicht überlegt hat.
00:18:50: also das ist ein richtiger Bruch in einem ganzen Alltag den man erfährt, Menschen mit Behinderungen die auch ihren Raum brauchen zum Beispiel Autisten.
00:19:04: Die können da ihren Raum bekommen, sie können dort betreut werden im Wald oder auf der Wiese oder wie wir jetzt in Zukunft hoffen auch auf dem Nabebergelände.
00:19:19: die einfach mal Kontakt mit Tieren bekommen und auch Kontakt mit Menschengruppen, die vielleicht an ihren Ort irgendwo gefunden haben.
00:19:29: Die ihre Aufgaben machen – die vielleicht nur Rasenmähen oder nur die Meerschweinchen füttern oder eine Aufgabe machen und dann dadurch ja auch in Kontakt mit anderen Menschen
00:19:42: kommen.".
00:19:43: Okay also wenn ich das richtig verstehe für ein Zweck und Ziel ist, die Menschen mit der Natur in Verbindung zu bringen?
00:19:49: Genau, die Bildung und Erziehungen im Bereich Naturbegegnung und Umwelterziehung.
00:19:54: Das steht bei uns im Vereinszweck.
00:19:56: Okay, was macht man dann so?
00:19:57: Was ist da drunter zusammenzufassen laut Satzung oder laut deiner Auffassung?
00:20:02: Ja also wir machen Spaziergänge im Wald.
00:20:06: Wir können da Projekte machen, Stempel uns da irgendwelche Sachen stämpeln, die man findet oder einfach Sachen sammeln und daraus Kunst machen.
00:20:18: Kartoffelturm haben wir mal aufgebaut und dadurch ja auch das Thema gesunde Ernährung, wie erwächst eine Kartoffel oder wo wohnt der Igel?
00:20:28: Vor kurzem haben wir so ein Igelhausgeschenk bekommen.
00:20:31: Und wenn dann der Igle da auch einzieht oder der Storch auf dem Nest sitzt, dann unterhält man sich darüber und entwickelt dadurch ja einen Verständnis dafür was für die Natur wichtig ist.
00:20:44: oder wenn ganz viel Sonne scheint wie man für Schatten sorgt und wie wichtig das ist, nicht so viel Müll zu machen.
00:20:54: Wir sind total darauf bedacht wenig Müll zum produzieren und auch Müll einzusammeln um die Welt sauberzuhalten unsere Umwelt und thematisieren das.
00:21:06: Also dann seid ihr eigentlich eine Bildungseinrichtung, aber auch ein Angebot an Gruppen wie du hattest vorhin schon mal Kitas-Schulen dass die das bei euch hautnah erleben können oder?
00:21:18: Genau!
00:21:18: Das heißt dann kommt so ne Schulklasse Also die Klasse begleitet, gibt dann alles ab an euch und von euch kümmert sich jemanden zwei Stunden um das Programm.
00:21:29: Oder wie läuft sowas in Zukunft vielleicht ab wenn da eine Genehmigung mal irgendwann vorliegt?
00:21:33: Genau danke!
00:21:38: Das muss man natürlich absprechen.
00:21:40: ist ja die Frage will die ganze Schulklasse kommen oder gibt es eine Gruppe... OGS-Gruppe, die Naturgruppe sind.
00:21:48: Da kann man natürlich ganz individuell darauf eingehen und wir können aber auch uns Konzepte überlegen, die die Schulen aussuchen können.
00:21:57: Es hängt ein bisschen mit der aktuellen Lage.
00:22:02: wenn der Storch jetzt gerade nicht da ist Der ist ja jetzt im Süden, dann kann man den auch nicht besuchen.
00:22:08: Oder der Igel, der unterwegs ist oder irgendwas... ...oder die Meerschweinchen, die kann man immer besuchen da.
00:22:15: das ist sicherlich fest als Konzept.
00:22:17: aber man muss immer gucken wie viel Regen kommt runter was macht die Sonne gerade?
00:22:25: also da muss man immer so ein bisschen drauf reagieren oder auch was das für Gruppen sind?
00:22:31: wie die so Konzentration haben oder eben nicht.
00:22:34: Aber da reagieren wir dann immer ganz erfahren drauf, weil wir das ja auch schon häufige Male hatten.
00:22:41: Ferienfreizeiten haben wir auch gemacht.
00:22:44: Das heißt dass da auch dann die Kinder... von einer bestimmten Uhrzeit, von morgens bis Nammetags dann betreut wurden.
00:22:51: Von uns und ganz vielen ehrenamtlichen Helfern die selber schon als Kinder dabei waren und einfach Spaß haben den Kindern die Natur und den Kontakt mit Tieren näher zu bringen.
00:23:01: wenn wir jetzt ja Zum zwanzigsten Jahr des Bestehens mal nach vorne schauen und so eine Vision zeichnen, ich weiß nicht ob du auch so angetreten bist und gedacht hast wenn ich jetzt starte dann möchte ich aber zum Zeitpunkt X sagen wir mal vielleicht in zehn Jahren gerne dass das genau so und so da aussieht.
00:23:17: Hast Du da so eine vision oder habt ihr als Vorstand so eine gerade mit in Verbindung mit dem neuen Standort?
00:23:26: Also ne richtige lange Vision haben wir nix.
00:23:30: Ich finde, das ist auch gar nicht nötig für mich jetzt zumindest nicht.
00:23:37: Wir sind total froh dass wir uns haben gerade als Vorstand weil wir uns da sehr drüber freuen Nabeba überlebt hat und dass das jetzt von klein auf wieder groß wachsen kann.
00:23:52: Und das besteht auch aus den Kontakten mit den Gruppen, die dann kommen.
00:23:56: Ich möchte gar nicht Konzepte entwickeln und die Gruppen brauchen diese Konzepter gar nicht sondern ich möchte daran anbauen was dann passiert.
00:24:09: Also wie jetzt gerade ist ja auch im Gespräch, dass die Verhinderungsschläge abgeschafft wird, das natürlich total schlimm ist für Menschen mit Behinderungen und die Eltern, die Betreuungsengpässe haben.
00:24:22: Was heißt das?
00:24:23: Vielleicht nochmal übersetzen!
00:24:26: Es gibt die Möglichkeit, dass Menschen von uns zum Beispiel betreut werden.
00:24:36: Das kann man dann abrechnen in einem bestimmten Rahmen.
00:24:40: Das sind ungefähr, ich kann solche Summen mir nicht genau merken, drei Tausend Euro im Jahr und diese dreitausend euro kann man da einreichen.
00:24:49: bei der Krankenkasse wird das abgerechnet Und das soll laut Ja es ist noch kein fester Beschluss aber es soll wahrscheinlich nächstes Jahr dann ja wegfallen.
00:25:03: Da gibt es auch noch keine Alternative richtig dafür.
00:25:06: Also ich bin da jetzt natürlich vielleicht gerade nicht ganz aktualisiert, aber ich habe das jetzt gerade nicht gesehen dass da schon eine alternative für entwickelt wird und das ist sehr schwierig.
00:25:20: dann für Eltern- und Kinder oder auch für Erwachsene die werden ja auch nicht jünger dann die Menschen mit Behinderung Und die brauchen vielleicht ja trotzdem noch eine Betreuung und einen schönen Ort, den sie besuchen können.
00:25:33: Das steht jetzt zum Beispiel gerade auch zur Frage.
00:25:35: Da machen wir natürlich Visionen und wir wollen auch gerne Menschen den Kontakt mit Natur- und Tier ermöglichen.
00:25:45: Aber wir müssen uns da dann auch mit weiterentwickeln und neue Ideen finden und gucken wie wir das dann machen oder Lösungen suchen.
00:25:56: Ihr macht ein bisschen, ja in geringem Maße auch Öffentlichkeitsarbeit.
00:26:00: Ihr besucht zum Beispiel da wo ihr auch gern gesehen seid mal unterschiedliche Gruppierungen die sich auch ehrenamtlich engagieren möchten.
00:26:08: Ihr habt aber jetzt auch einen konkreten Termin demnächst ich glaube auf Initiative der Nachbarschaft in Lieberinghausen wo man so ein bisschen kennenlernen kann wer ihr seid was ihr tut und wo man wenn man dann Interesse gefunden hat auch sagen kann ich spende ein bisschen was vielleicht machst du immer Werbung für den Termin.
00:26:27: Also die Nachbarschaft in Leveringhausen, das ist ja der kleine Ort sozusagen.
00:26:34: Der hat eingeladen zu einer Tierwanderung und da kann man hinkommen.
00:26:45: Da gibt es Einladungen von... Auch von euch gedruckt worden heute in der Zeitung.
00:26:53: Genau, am sechsten Oktober und online gibt's das auch, dass wir hier mal verlinkt werden.
00:26:57: Da ist der Artikel am sechsten Oktober!
00:26:59: Und die Wanderung ist am siebzehnten Zehnten.
00:27:02: Die ist da gegenüber vom planten Nabeberort an dem Teich.
00:27:10: Dann geht es dann bis zu der Laurentiuskapelle ungefähr.
00:27:16: Da ist auch eine alte Mühle, die steht jetzt erst mal aus diesem Brumpf.
00:27:22: Da ist kein Mühlrad zu sehen sondern das ist da in der Nähe von der Lorenzeskapelle.
00:27:27: und da machen wir dann ne Pause und von daraus gehen wir wieder zurück und laden alle ein entweder den einen Weg oder den anderen Weg also den Rückweg oder halt beide Wege mit uns zu gehen.
00:27:40: aber das lädt ja nicht dabei bei einem sondern halt die Nachbarschaft aus Liebringhausen.
00:27:46: Wie findet ihr die Initiative?
00:27:48: Die
00:27:48: Idee ist natürlich super, ich gehe da gerne mit und ich kann auch natürlich was über ein Nabeber erzählen und genau... Und die Würstchen, die man da essen kann das ist dann natürlich auch super dass man da dann auch so etwas reinspenden kann wenn man dann auch was gelaufen ist.
00:28:04: Das Essen!
00:28:07: Genau.
00:28:08: Also,
00:28:08: zwanzig Jahre gibt es schon den Natur- und Begegnungsbauernhof beziehungsweise dem Verein der diesen Natur-und-Begegnungsbauenhof.
00:28:15: Zwanzig jahre auf die Beine gestellt hat bisher Und ich durfte heute sprechen mit der neuen Vorsitzende.
00:28:21: Neu ist auch relativ ein paar Monate.
00:28:22: Machst du das ja jetzt glaube ich schon?
00:28:25: Johanna Luther und sie hat uns heute mal mitgenommen in die kleine aber feine Welt dieses Vereins der jetzt gerade an einer neuen Zukunft baut.
00:28:35: Dafür wünsche ich euch alles Gute und hoffe, dass wir auch über diesen Kanal vielleicht noch ein paar Leute auf euch aufmerksam machen konnten die euch vielleicht noch gar nicht kannten.
00:28:44: gibt es auch?
00:28:44: Ja vielleicht!
00:28:47: Also in diesem Sinne viel Erfolg liebe Johanna und dir und allen Mitstreitern und eine schöne Eselwanderung.
00:28:54: und an dieser Stelle verabschiedet sich ansonsten am Mikrofon hier Tobias Weckenbrock mit dem Gruß den wir immer los werden zum Ende Glück
00:29:07: auf!
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