#242 5 Babys in einem Jahr: Kaum noch Geburten in Castrop-Rauxel
Shownotes
🟡 Hauptthemen
Neuer Krankenhaus-Chef für Paulus-Gesellschaft: Stefan Schad (43) ist Umbruch- und Krisenmanager
Stefan Schad (43) ist neuer Geschäftsführer der SLG St. Paulus GmbH. Er führt den Träger mit Krankenhäusern in Castrop-Rauxel und Dortmund in die Zukunft. (https://www.ruhrnachrichten.de/castrop-rauxel/stefan-schad-neuer-manager-slg-st-paulus-krankenhaeuser-reform-rochus-hospital-w1215621-2002128866/))
Das erste Baby im neuen Kreißsaal: Emilia schrieb in Datteln ein Stück Krankenhausgeschichte
Mitten im Umzugsstress kommt Emilia als erstes Baby im neuen Kreißsaal in Datteln zur Welt. Ein Tag, den die Familie aus mehreren Gründen nie vergessen wird. (https://www.ruhrnachrichten.de/datteln/erstes-baby-neuer-kreissaal-datteln-emilia-st-vincenz-geschichte-w1216388-2002136951/))
**Ihre Schule hatte zehn unterschiedliche Namen: 150 Jahre und die größten Herausforderungen 2026)
Vom kleinen Schulprojekt zur zentralen Bildungseinrichtung: Das Berufskolleg Castrop-Rauxel feiert 150 Jahre voller Veränderungen und neuer Wege. (https://www.ruhrnachrichten.de/castrop-rauxel/berufskolleg-castrop-rauxel-150-jahre-wandel-vielfalt-herausforderungen-2026-w1218539-2002138125/))
** LESETIPP „Ich weiß nicht, wo ich ohne die Bienen wäre“ Alexander Scheidle findet Halt nach schwerem Unfall“
Alexander Scheidle musste sein Leben nach einem Rollerunfall neu ordnen. Heute findet er zwischen summenden Bienenstöcken Ruhe und eine neue Aufgabe. (https://www.ruhrnachrichten.de/castrop-rauxel/hobbyimker-alexander-scheidle-bienen-castroper-gold-therapie-unfall-w1215831-2002136614/)) <**
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Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast, der Podcast der Rohrnachrichten für Kastrop-Rauxel.
00:00:14: Mein Name ist Teve Schäfer und das hier ist Folge twohundertdreiundvierzig.
00:00:19: Heute geht es vor allem ums Roches-Hospital und dessen Zukunft.
00:00:24: Es gibt nämlich einen neuen Mann Ziemlich weit vorn an der Spitze, ein Interimmanager namens Stefan Schad.
00:00:31: Er gilt als Experte für Krankenhaustransformation und Restrukturierung Was das für Kastrop-Rauchsel bedeuten kann.
00:00:38: gerade angesichts der Krankenhausreform bespreche ich mit Tobi Weckenbrock.
00:00:43: Dann schauen wir auf den Thema dass viele Familien betrifft nämlich Geburten.
00:00:48: Seitdem die Geburtstation im Rochos Hospital geschlossen wurde gibt es in Kastro Rauchsel nur noch sehr wenige davon Meistens dann zu Hause oder in der Nachbarstadt.
00:00:58: Darüber spreche ich mit Sophie Schädel und wir schauen nach Datteln, wo ein Baby aus Castrop Rauchsel direkt mal Krankenhausgeschichte geschrieben hat.
00:01:07: Außerdem geht es um das Berufskolleg Castro Rauchsell.
00:01:10: Es wird hundertfünfzig Jahre alt Und Tobi Weckenbrock hat mit Schulleiterin Birgit Becker über die Schule gesprochen Die älter ist als die Stadt selbst kann man sagen!
00:01:20: Die Stadt feiert ja dieses Jahrhundertjähriges.
00:01:23: Wir sprechen über die Frage, warum berufliche Bildung heute so wichtig ist.
00:01:28: Bevor wir zu diesen Hauptthemen kommen geht es aber erstmal los mit den Kurznachrichten.
00:01:39: Globus.
00:01:40: Los geht's bei Globus!
00:01:42: Dort gibt es am einzwanzigsten Juli erstmals eine sogenannte Stille Stunde.
00:01:48: zwischen achtzehn und einem zwanzig Uhr soll der Einkauf dann deutlich reizärmer ablaufen.
00:01:53: Das heißt weniger Licht, keine Musik, keine Durchsagen und Kassentöne nur dort wo sie wirklich nötig sind.
00:02:00: Das Angebot richtet sich besonders an neurodivergente Menschen zum Beispiel mit Autismus oder ADHS aber auch an hoch sensible Menschen also an alle für die ein normaler Supermarktbesuch schnell zu laut zu hell oder zu voll werden kann.
00:02:16: Globus will damit mehr Teilhabe im Alltag ermöglichen.
00:02:19: erst mal soll die Aktion Monatlich stattfinden, wenn die Resonanz sehr gut sein sollte, könnte es künftig auch häufiger solche ruhigen Einkaufszeiten geben.
00:02:29: Eine dauerhafte stille Markthalle ist aber nicht geplant.
00:02:36: Gärtner Kastrop Rauchsel nimmt Abschied von Fritz Drippe.
00:02:41: Der langjährige Chef der Gärtnerei-Drippe ist im Alter von zweiundneunzig Jahren gestorben.
00:02:47: Viele Menschen in der Stadt kannten ihn nicht nur als Gärtnameister sondern auch als jemanden, der wirklich beraten konnte.
00:02:54: Sein Sohn Ulf sagt, viele Kunden seien mit ganz anderem Blumen nach Hause gegangen als sie sie vorher eigentlich kaufen wollten.
00:03:02: Aber immer weil Fritz Drippe genau wusste was funktionieren würde.
00:03:06: Die Geschichte der Gättenrei reicht bis in die Dreißiger Jahre zurück.
00:03:09: Fritz Drippe übernahm den Betrieb in den Sechziger Jahren selbst und entwickelte ihn an der Herner Straße weiter.
00:03:21: Trotzdem blieb er dem Betrieb bis ins hohe Alter eng verbunden.
00:03:24: Mit dem Rolator kam er noch in die Gewächshäuser, schaute nach dem Rechten und mischte sich gelegentlich auch nochmal ein.
00:03:30: Zur Beerdigung bliebt die Gärtnerei einen Tag geschlossen.
00:03:34: Mein Kollege Tobi hat einen ausführlichen Text über Fritz Drippe geschrieben und den findet ihr bei rohnachrichten.de/.
00:03:47: Kastrop-Rauxel hat in Berlin gegen die Finanznot der Städte protestiert.
00:03:52: Vertreter der Verwaltung, der Feuerwehr des EUV und der Bürgermeister waren Teil der bundesweiten Aktionen des Bündnisses für die Würde unserer Städten.
00:04:02: Die Botschaft war klar – die Kommunen können viele Aufgaben kaum noch bezahlen.
00:04:06: In Kastro-Bauxel liegt das Haushaltsdefizit in diesem Jahr bei rund forty fünf Millionen Euro Und auch in den nächsten Jahren sieht es nicht wirklich besser aus.
00:04:15: Auf dem Plakaten Der mit Demonstranten standen Sätze wie leere Kassen, kaputte Klassen oder die Kommune rutscht in die Pleite.
00:04:24: Gemeinsind konkrete Folgen der Finanznot – Schwimmbäder, Kitas, Straßen, Feuerwehr, Grünpflege, Service im Rathaus also viele Dinge, die Menschen vor Ort direkt spüren sind natürlich von der Geldknappheit betroffen.
00:04:38: Vor dem Kanzelamt sagte der Bürgermeister am Ende badeten die Bürgerinnen und Bürger diese Finanzkrise aus Und das können doch nicht sein Start-ups.
00:04:51: In der Kastropa Altstadt laufen die Mietzuschüsse für neue Geschäfte aus.
00:04:54: Bis Ende des Jahrhunderts können Gründerinnen und Gründern noch über ein Landesprogramm unterstützt werden, ab dem Jahrhundzwanzig gibt es nach aktuellem Stand dann kein Nachfolgeprogramm mehr.
00:05:07: Die Mietzuschüsse haben in den vergangenen Jahren seit dem Jahrzehnten geholfen, Leerstände zu reduzieren.
00:05:13: Neue Geschäften konnten somit mit deutlich niedrigeren Mieten starten.
00:05:18: Ich nenne man aktuelles Beispiel der Immobilienmakler Michael Czark.
00:05:22: Er öffnet ja bald diesen Monat noch an der Münsterstraße sein erstes eigenes Ladenlokal und er zahlt durch die Förderung zunächst nur ein Bruchteil, der eigentlichen Miete, die man an der Munsterstrasse zahlen würde.
00:05:35: einen großen Teil übernimmt das Land, einen kleineren Teil der Stadt Und der Vermieter verzichtet ebenfalls auf einen Teil der Kaltmiete.
00:05:45: und so spart sich Czak In den anderthalb Jahren, die die Förderung jetzt bis Ende siebenzwanzig noch läuft mehr als zwanzigtausend Euro.
00:05:53: Und er hat selber zu mir im Gespräch gesagt natürlich ist diese Förderungen hammer nützlich und es wäre viel schwieriger geworden sich anzusiedeln ohne diese Hilfe.
00:06:03: Er möchte sich jetzt da am Standort halten und sich weiterentwickeln und genau dafür war das Programm gedacht.
00:06:09: Es sollte ein leichterer Start werden für Gründer damit Sie einen Geschäft etablieren können.
00:06:13: Die Stadt kann das aber wegen der eigenen Haushaltslage die ich eben schon erwähnt habe, nicht alleine fortsetzen und vom Land ist eben auch kein Fortsetzungsprogramm geplant.
00:06:23: Das war aber eigentlich auch von Anfang an klar.
00:06:26: Dieses Förderprogramm hatte ja eine feste Laufzeit und die geht dann nun zu Ende.
00:06:35: Kino – Castor Brauxel bekommt ne große Leinwand!
00:06:40: Ab September startet das Bürgerkino Kino AG.
00:06:44: Dahinter stehen Ehrenamtliche um Stefan Grupper, Stefan Achrembach Martin Trottenberg und Adrian Tawasi von der VHS.
00:06:53: Gespielt wird in der Aula des Adalberg-Stifter-Gymnasiums, dort ist Platz für rund dreihundert Menschen.
00:06:59: zum Auftakt am vierentzwanzigsten September läuft direkt mal Blues Brothers.
00:07:04: danach soll das Publikum stärker mitentscheiden können.
00:07:06: Für den zweiten Film ist eine Onlineabstimmung geplant.
00:07:10: später sollen auch eigene Vorschläge Publikum möglich sein.
00:07:14: Das Projekt ist nicht kommerziell gedacht, sondern es geht um Kultur, Gemeinschaft und darum wieder einen Treffpunkt zu schaffen.
00:07:21: Weitere Termine sind schon mal geplant für den fünften November und den dritten Dezember.
00:07:27: Das waren die kurzen Nachrichten für diese Woche und jetzt machen wir direkt weiter mit den versprochenen Hauptthemen – und es geht uns ums Rochus-Hospital!
00:07:42: Tobi, wir wollen über's Rochus-Hospital sprechen.
00:07:48: Eins der beiden Krankenhäuser in unserer Stadt.
00:07:51: Da verändert sich einiges in letzter Zeit und zwar wurde einen Krisenmanager eingestellt.
00:07:57: Kann man das so nennen?
00:07:58: Der Mann heißt Stefan Schardt.
00:08:00: Ja genau eigentlich vielleicht besser noch Interims Manager weil ich würde jetzt nicht sagen dass das Rochos jetzt eine akute Krise hat.
00:08:08: Das könntest du vielleicht besser beschreiben.
00:08:09: Du warst ja sogar da am vergangenen Wochenende und hast dich da umgeschaut.
00:08:13: ne
00:08:13: Ja, ich war beim Tag da auf einem Tür.
00:08:15: Da war jetzt von irgendwelchen Krisen oder großen Umstrukturierungen gar nichts zu spüren.
00:08:19: Da ging es einfach darum, dass sich das Rojos präsentieren wollte.
00:08:23: Zum ersten Mal seit sieben Jahren sagte mir der Sprecher vom Rojos haben die da ihre Türen aufgemacht und sehr viele Gäste haben sich dafür interessiert.
00:08:32: Viele Kinder waren dabei und wollten sich einfach mal angucken wie Ärzte überhaupt so arbeiten.
00:08:37: Und das war auch wirklich cool gemacht mit den... Dann
00:08:39: konnte man so Teddy's operieren?
00:08:41: Oder was war
00:08:42: da los?
00:08:42: Da gab es ganz viele Mitmachaktionen, also Teddies operieren aber auch den OP-Saalbericht besichtigen mit Ärzten sprechen und da wurden dann ja das so kindgerecht aufbereitet.
00:08:55: Also da konnte man sehen wie eine Kamera eingesetzt wird quasi eine Sonde die dann in ein Modell was ein Körper quasi war rein geführt wurde und dann konnte man mit der Kamera sich in diesem Ding umgucken, so wie es bei einer Operation unter der Bauchdicke auch wäre.
00:09:15: Da waren anstatt irgendwelchen Organen Süßigkeiten.
00:09:19: Die Kinder konnten dann auch selber irgendwie da so ein bisschen rum und versuchen die Süßigkeiten rauszukriegen.
00:09:25: Bitzig, witzige Idee!
00:09:26: Jetzt sag mal Hand aufs Herz du kennst das ja noch nicht so lange wie ich dieses Rochus-Hospital?
00:09:30: Und natürlich bei einem Tag der offenen Tür präsentiert sich eine Einrichtung immer sehr freundlich positiv usw.
00:09:37: Aber jetzt mal Handaufs Herz Du hast ja auch genauer hingeschaut.
00:09:41: sah das für dich da so aus wie ein altes gammeliges Krankenhaus dass es bald nicht mehr gibt?
00:09:46: Mein erster Eindruck Ich war zum ersten Mal da.
00:09:48: nein Also das Personal war wirklich, wirklich freundlich.
00:09:55: Tag da auf einer Tür glaube ich hat jetzt nicht immer jeder Bock drauf auf einen Samstag wenn man auch in anderen Unternehmen sich umgucken würde.
00:10:03: aber da war es wirklich so dass jede Station also da konnte man in jedem Raum irgendwie was anderes machen kamen die Leute auf mich zu und hatten auch wirklich einen Lächeln auf den Gesicht.
00:10:13: Die Initiative für den Takt offenen Tür soll auch aus der Mitarbeiterschaft selber gekommen sein, dann durfte ich hier irgendwie was über Hände Hygiene lernen und da wurde Blutzucker gemessen und sehr freundlich zu vorkommt.
00:10:28: Und die Räumlichkeiten... also ich habe jetzt nicht so den Vergleich weil ich operiert würde zum Glück zuletzt als meine Weißheitsszene gezogen wurden vor zehn Jahren.
00:10:38: Da habe ich jetzt nicht so den Vergleich, aber es sah für mich aus wie ein OP-Saal.
00:10:43: Der ist erst vor zehn Jahren neu gebaut worden ungefähr ne?
00:10:46: Also das ist ein hundertsechzig Jahre altes Krankenhaus keine Frage Das ist ja auch eine tolle Tradition und wunderbare Historie.
00:10:54: Natürlich ist man dann auch schon so ein bisschen Dino, aber an vielen Stellen ist dieses Krankenhaus auch sehr mitgegangen.
00:10:59: Mit dem Zeitgeist hat vor fünfzehn Jahren ja zum Beispiel die Kreisäle neu gemacht in der ehemaligen Kapelle viel Geld investiert.
00:11:07: Gut!
00:11:07: Die Kreisähle sind vergangenheit.
00:11:09: dazu hören wir gleich auch noch mal was mit der Kollegin wenn ich da richtig informiert bin die Sophie wird darüber ein bisschen etwas erzählen.
00:11:16: Aber dieser OP-Trakt war ein Rieseninvest und da haben sie nochmal einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand genommen.
00:11:22: Man hört nur immer, ist dieses Rochus überhaupt noch lange da?
00:11:27: und ich kriege auch öfter mal Informationen zugespielt ob die jetzt stimmen oder nicht aber dass man munkelt das es vielleicht bald zu Ende sein sollte.
00:11:35: Und in diese Kerbe schlägt ja auch ein Bericht den ich kürzlich gemacht habe über eine vorübergehende Schließung der Station IIA die in den Sommerferien nicht weiter betrieben wird aber dann im Herbst wieder aufmachen soll.
00:11:50: Und dann hieß es sofort, dass im Herbst das machen die eh nicht wieder auf und so weiter.
00:11:54: Gegenüber mir haben sie beteuert, dass sie das so planen, dass ihr das machen wollen und dass das nur mit der geringen Auslastung der Station im Sommer zusammenhängt.
00:12:03: aber gut da müssen wir den Herbst vielleicht noch abwarten.
00:12:06: Aber das spielt immer in diese Kerberein hatte ich ja schon gesagt, dass es da Gerüchte gibt, dass die Trägergesellschaft, die Paulus-Gesellschaft an dem Rochus-Hospital gar nicht mehr ganz so viel Freude hat, also in finanzieller und organisatorischer Hinsicht.
00:12:22: Also die haben auch Häuser im Dortmund oder?
00:12:25: Genau!
00:12:26: Die haben in Hörden Krankenhaus das St.
00:12:29: Joseph, die haben in Kierch Linde, also hier an der Stadtgrenze zu Frohlinde das Krankenhaus West Und das haben sie mit einem neuen Bettenhaus ja auch sehr, sehr kräftig nochmal ausgebaut in den vergangenen Jahren.
00:12:41: Also da ist es auch ein zweistelliger Millionenbetrag reingeflossen.
00:12:45: Insofern wirkt schon eigentlich wie eine vitale Gesellschaft.
00:12:49: Es gibt noch einen größeren Verbund der Paulus-Gesellschaft Da sind dann noch Schwärter und Lühner und Werner Werner an der Lippe Krankenhäuser mit drin Und auch noch ein paar weitere in Kuhl also in Dortmund.
00:13:02: Klar, es gibt Krankenhausverbünde und logisch durch die Bundesreform der Krankenhäuser.
00:13:09: Gibt es natürlich auch Druck auf diese Gesellschaften?
00:13:12: Die müssen schon gucken dass sie Effizienz steigern zum Beispiel dennoch für eine gute Krankenversorgung in der Fläche weiterhin sorgen und das sorgt aber am Ende natürlich dafür dass sich ne Gesellschaft mit mehreren Standorten dann schon überlegt Was machen wir eigentlich in Zukunft noch wo?
00:13:30: Und es gibt eine generelle Abkehr davon, alles überall anzubieten und sich an einigen Standorten dann eben zu spezialisieren auf die Dinge, die man dort besonders gut kann.
00:13:40: In Kirchlinde fällt einem sofort zum Beispiel ein die orthopädische Chirurgie, wo also viel Hüft- und Kniegelenke operiert werden.
00:13:48: Das heißt, die Leute sind glaube ich gut beraten wenn sie für ne Knie oder Hüfte OP dorthin gehen.
00:13:54: Es geht ums Geld, kann ich das so zusammenfassen?
00:13:57: Genau.
00:13:57: Am Ende geht es ums Gelb.
00:13:58: Das Gesundheitssystem ist in Deutschland glaube ich im internationalen Vergleich sehr angesehen was die Qualität der Versorgung angeht aber eben nicht was die Finanzierung angeht.
00:14:10: da sind viele einfach irgendwie zu teuer und wir selbst wissen als Arbeitnehmer krankenversicherungsbeiträge sind in den letzten Jahren gestiegen.
00:14:18: dadurch ist aber jetzt zwar mehr Geld vielleicht im System auskömmliche Finanzierung gewährleistet für so manches Krankenhaus.
00:14:28: Auch vom evangelischen Krankenhaus hier in Kassau-Brauxel habe ich vor einigen Jahren ja mal berichtet, dass erstmals in der Bilanz eine rote Zahl unterm Strich stand beim Jahresabschluss und will nur sagen das bedeutet einfach die Krankenhäuser müssen gucken wie sie zukunftsfähig bleiben.
00:14:45: Im Rochus hat es ja schon dazu geführt, dass die Geburtsstation geschlossen wurde.
00:14:50: Wer unsere Berichterstattung ein bisschen verfolgt hat, hat das mit Sicherheit mitbekommen.
00:14:55: Das alleine war schon einen Aufschrei wert.
00:14:57: und als dann auch noch eine Schönheitsklinik in genau diese Räume gezogen ist, war dann auch nochmal der Ärger groß weil die Leute eben sagen dass es ein Krankenhaus ist dafür da dass wir gesund sind und dass wir irgendwie alles was wir brauchen von einem Krankenhaus davorort haben.
00:15:13: Also die Akzeptanz in der Gesellschaft ist jetzt noch nicht so richtig dafür da, dass Krankenhäuser sagen ja okay, wir machen nur noch das und dann machen wir noch eine Schönheitsklinik weil es bringt mehr Geld.
00:15:24: Jetzt haben wir gerade ganz am Anfang schon angesprochen, dass da ein neuer Mann eingestellt wurde ziemlich an der Spitze Stefan Schad.
00:15:31: Tobi.
00:15:31: wer ist das?
00:15:32: Stefan
00:15:32: Schardt ist eigentlich tätig für Ein Unternehmen aus Münster, eine Beratungsagentur und in dieser Rolle ist er jetzt in die Geschäftsführung aufgenommen worden.
00:15:45: Das haben wir erfahren durch ne Pressemitteilung aus der Paulus-Gesellschaft Das heißt, neben Regina Luckner die in der Geschäftsführung der Paulus Gesellschaft tätig ist.
00:15:54: Ist da jetzt ein zweiter Mann?
00:15:55: Der aber naja man kann da eigentlich nicht von einer Festanstellungen so richtig sprechen sondern er ist eher als Interimmanager bekannt.
00:16:03: Er hat in mehreren Klinikgesellschaften zu Forschung gearbeitet auch im Frankfurter Raum zum Beispiel und hat früher auch selbst in der geschäftsführer vor Ort gearbeitet ist.
00:16:13: Aber inzwischen als Geschäftsführer einer Beratungsagentur tätig bleibt das auch Und man kann also davon ausgehen, dass er jetzt nicht hier bis zum Lebensende arbeiten wird.
00:16:24: Sondern das ja mit drei und vierzig Jahre alt ist er übrigens, dass der jetzt hier ist um in der Trägergesellschaft Paulus was zu verändern, glaube ich einfach.
00:16:33: bei Interims Manager muss sich direkt an Interims Trainer denken.
00:16:36: Das machen die beim Fußball immer wenn es scheiße läuft und dann kommt Dieter Hacking in der Regel oder Bruno Labadier
00:16:44: vom
00:16:44: Abschied.
00:16:45: Ja genau muss der da die Kohlen aus dem Feuer holen.
00:16:50: Ist das auch wieder so gedacht?
00:16:52: Also bei diesem Konstrukt kann ich mir nur vorstellen, dass natürlich dafür steht, dass auch zum Teil unbequere Veränderungen durchgezogen werden.
00:17:03: Das kann immer eine Geschäftsführung, die aus dem Bestand kommt schwieriger machen als jemand, der so von draußen kommt, der von draußen drauf schaut also nüchtern im Blick auf Zahlen hat, ein Manager und der vielleicht auch weiß Gut, ich kann jetzt hier ein bisschen wüten in Anführungsstrichen und bin dann ja nach einem oder zwei Jahren die ich das Mandat hier jetzt habe, woanders.
00:17:25: Und mache das gleiche nochmal!
00:17:27: Das heißt klingt ein bisschen böse, könnte man aber sagen nach mir die Sinnflut?
00:17:31: Oder aus Manager Sicht gesprochen Ich bin für unbequeme Entscheidungen da um die Gesellschaft aber in eine gute Zukunft zu führen und muss aber dafür auch zum Teil Änderung vornehmen, die hier vor Ort vielleicht nicht so gut ankommen Und kann das eben auch ganz gut vertreten, weil ich am Ende ja dann wieder weg bin und nicht hier bleiben muss um vielleicht hinterher auch Schimpf-und-Schande zu ertragen.
00:17:58: So könnte man das aus meiner Sicht vielleicht einschätzen oder beurteilen.
00:18:04: Natürlich an seiner Seite ist auch Frau Luckner... schon länger da und ist in ihrer Rolle dadurch auch gestärkt worden, dass ein langjähriger Geschäftsführer der Clemens Galushka in den Ruhestand gegangen ist vor über einem Jahr.
00:18:19: Insofern ein Zweiergespann an der Spitze ist immer gut und sie wird natürlich diese Entscheidung auch mittragen.
00:18:26: ganz sei mal dahingestellt wie Sie am Ende auch ausfallen.
00:18:29: ich weiß darüber nichts.
00:18:30: und die Gesellschaft Paulus sagt dass Stefan Schardt jetzt erstmal ankommt, sich ein Bild über die einzelnen Standorte vor Ort auch verschafft mit Führungspersonal.
00:18:42: Vor Ort sprechen wir vielleicht auch mit anderen Mitarbeitern aus unteren Ebenen in Anführungsstrichen und dann mit einem Blick auf Zahlen und Aufstandorte.
00:18:53: am Ende Gucken wir als erfahrener Mann aus anderen Kliniken, wie man jetzt im Angesicht der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und politischen Rahmenbedingerung jetzt zukunftsfähig weiterarbeiten wird.
00:19:09: Auch bewusst, dass dieses Rochus-Hospital eine gesellschaftliche Bedeutung in Kastro Brauchsel hat.
00:19:15: Menschen sind dort, weiß ich nicht geboren, operiert worden und haben Kinder bekommen.
00:19:20: Man hat eine familiäre Bindung zu diesem Krankenhaus.
00:19:25: Aber man muss auch sagen, Kastverbrauchsel ist eine Stadt von seventy-tausend Einwohnern mit zwei Krankenhäusern.
00:19:31: Das ist nicht unbedingt vielleicht notwendig gerade weil man sich ja auch in einer Lage befindet wo rundherum in Bochum, Herne, Recklinghausen und selbst Datteln Dortmund sich weitere Krankenhäuser auch in unmittelbarer Nähe befinden.
00:19:48: Ich selbst kann da einen kleinen Schlenker zu machen.
00:19:50: ich komme aus Rheine im Münsterland das fast Niedersachsen von hier aus gesehen Praktisch genauso groß wie Castro Brauxel.
00:19:58: Hat dort aber eine Mittelzentrumsfunktion, weil Münster fünfzig Kilometer entfernt die nächst größere Stadt ist so und reine die größte Stadt da im Kreis Steinfurt.
00:20:07: Die hatte als ich Kind war auch zwei Krankenhäuser.
00:20:12: Und in der Phase in der Jugendlich wurde wurde eins der beiden Krankenhäuser Man könnte sagen geschlossen oder zumindest umfunktioniert.
00:20:20: Also man hat das Krankenhaus praktisch geschlossen, sich auf das größere vor Ort fokussiert und in dem geschlossenen Krankenhaus wo auch... vor der Zeit geburten und alles mögliche Blinddarm-OPs und alles Mögliche gemacht wurde, fokussiert auf eher so Pflege für Tageskliniken, für ältere Menschen.
00:20:40: Man hat dann später dort eine LWL-Klinik für Psychiatrie mit einer Station vor Ort untergebracht.
00:20:45: oder also man hat im Prinzip für dieses uralte Jakobiekrankenhaus in Reine ne neue Funktionen in der Stadt entwickelt und gefunden unter anderer Trägerschaft auch zum Teil.
00:20:57: Aber eben eins von zwei Krankenhäusern geschlossen, da haben damals auch Halbreine hat aufgeschrieben man kann doch nicht dieses Krankenhaus zu machen.
00:21:04: das hat so eine lange Geschichte und ist so wichtig.
00:21:07: So und letztlich hat das da funktioniert.
00:21:11: es gibt diesen Jacobi-Krankenhausstandort noch neben dem großen Matthiasspital und das Leben ging halt irgendwie weiter.
00:21:19: und auch die Beschäftigten Das ist ja auch immer ein Thema.
00:21:21: Die Beschäftigten, die dort arbeiten haben auch irgendwo anders neue Beschäftigungen gefunden.
00:21:26: Aber
00:21:27: soweit sind wir ja noch lange nicht zu tun?
00:21:28: Ne genau ich will nur das einmal so einwerfen.
00:21:31: Wir sind noch lang nicht so weit das geschlossen wird aber...
00:21:33: Das letzte mal als wir die Frage gestellt haben an Frau Luckner hat sie glaube ich gesagt das sind Fake News wenn jemand das sagen würde.
00:21:42: Das Rohroß macht bald
00:21:43: dicht.".
00:21:43: Genau, das ist ganz wichtig.
00:21:44: Ich finde es sehr gut dass du mich da ein bisschen runter holst und zurückholst.
00:21:47: ich werde halt manchmal beschossen von so Nachrichten oder Anruf Kriegeranrufe.
00:21:53: Du musst mal nachhören Da wird geschlossen und so Nein!
00:21:55: Da wird erstmal nicht geschlossen.
00:21:58: aber vielleicht muss man aus Sicht einiger diesen Worst Case einfach schonmal mitdenken.
00:22:03: das ist natürlich auch unsere Aufgabe alles in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.
00:22:09: Aber ansonsten müssen wir mal abwarten, was jetzt Herr Schardt vorhat.
00:22:12: Wir haben ihm schon eine Anfrage geschickt über die Paulus-Gesellschaft, ob wir nicht mal sprechen können.
00:22:17: Da hat uns der Pressesprecher gesagt, wir lassen den jetzt erstmal hier ankommen und warm werden und dann ist er auch gerne zum Gespräch mit uns bereit.
00:22:26: Darauf freuen wir uns schon weil wir da natürlich hoffen dass wir da auch ein bisschen mehr vielleicht erfahren über die Strategie oder seine Ideen mit denen er kommt.
00:22:34: Interessanterweise war es beim Takt auf eine Tür so, dass dieses Thema praktisch von niemandem besprochen wurde.
00:22:39: Also natürlich die Verantwortlichen da wollten jetzt erstmal das ist an diesem Tag darum geht hier das sind wir und das können wir leisten und diese Mitarbeiter stecken darin und das wollen sich halt von der besten Seite zeigen.
00:22:53: aber ich kauf den das auch ab, dass es an dem Tag nicht darum ging.
00:22:56: Sondern die Leute haben halt Fragen gestellt, die sie direkt betreffen.
00:22:59: also wie welche Operation kann ich hier machen?
00:23:03: Ich habe irgendwie diese Beschwerden und ich weiß da kommt irgendwas auf mich zu.
00:23:07: Welche Ärzte arbeiten hier?
00:23:08: und dann schon erste Beratungsgespräche.
00:23:11: Und dann ging's auch um sowas wie Vorsorge.
00:23:13: der Bürgermeister wird zum Beispiel auch da und wir haben über Vorsorge gesprochen und er hat sich dann auch irgendwie überreden lassen oder mehr oder weniger sich selbst überredet, dass er auch mal wieder zur Vorsorge und so um solche Themen ging es dann.
00:23:25: Und da haben diese wirtschaftlichen Gedanken, erst mal gar keine Rolle gespielt.
00:23:31: Oder es wurde sich auch über Ausbildungen im Rettungsdienst informiert und so solche Sachen.
00:23:36: Ist ja auch
00:23:36: super wichtig!
00:23:38: Ich will aber an dieser Stelle noch einmal sagen ich habe sehr enge Verbindungen zu diesem Rochos-Hospital.
00:23:42: Mein Kind ist da geboren.
00:23:44: Ich war selbst immer bei einer Operation als Reporter dabei.
00:23:48: Da sind absolute Corey Fans zum Teil in den Chefabteilung als Ärzte und auch als Pflegepersonal beschäftigt.
00:23:56: beobachtet oder verfolgt eine Operation wisteral operation also so ganz feine technik die du auch schon vorhin angesprochen hast vom tag der offenen tür irgendwie an den lymph bahn im körper und so.
00:24:09: das war super spektakulär mit so robotiktechnik wirklich Wahnsinn, also Hut ab vor dem was da geleistet wird.
00:24:17: Also ich finde auch dass das Rochus-Hospital hier eigentlich eine Zukunft verdient hätte.
00:24:23: nur Ich werde ja mal bespielt von allen möglichen Kanälen und diese Sorge umtreibt offenbar sehr viele Menschen.
00:24:30: Wie
00:24:30: es dann weitergeht lest ihr auf jeden Fall bei uns Und wenn wir ein Interview mit dem Herrn Schardt Interimmanager nicht Krisenmanager bekommen dann läßt ihr auch das bei uns.
00:24:41: Also vielen Dank fürs Zuhören, Tobi vielen dank für dein Besuch und bis bald mal!
00:24:50: Wir bleiben im Kosmos-Krankenhaus und an meiner Seite ist jetzt Sophie Schädel.
00:24:55: Hallo Sophie Hi wir wollen über Geburten sprechen.
00:24:59: in Castor Brauxer gab es ja früher eine Geburtstation Jetzt aber schon seit einem Jahr nicht mehr Und du hast mal so ein bisschen Bilanz gezogen wie es mit den geburten danach weiter ging.
00:25:11: Was kann man sagen, wie haben sich die Geburten in Kastrop-Rauchsel seitdem entwickelt?
00:25:16: Schlecht!
00:25:17: Die gehen quasi gegen Null.
00:25:18: Also es ist ja so dass in der Geburtsturkunde nicht steht wo wohnt die Familie des Säuglings oder wo wird später gemeldet sondern das steht in welcher Stadt bist du geboren?
00:25:28: und als das Rochus geschlossen hat im Juni letztes Jahr?
00:25:31: da ist somit auch die letzte Klinik weggefallen die In-Kastrop Rauchsel selber Geburtshilfe angeboten hat.
00:25:39: Ja, tatsächlich gab es in den letzten zwölf Monaten genau fünf Babys die auf dem Stadtgebiet geboren waren.
00:25:45: Woher hast du diese Zahl?
00:25:47: Von der Stadt!
00:25:48: Also ich habe mich dafür interessiert weil ich wusste dass der Jahrestag ansteht und hab die Pressestelle der Stadt angefragt.
00:25:55: Die erfassen leider nicht wo genau diese fünf Kinder zur Welt gekommen sind.
00:25:59: Also ob das jetzt mit Absicht zu Hause war als eine geplante Hausgeburt, wobei es in Kastrop eigentlich keine Hebammen selber gibt die ich gefunden habe, die Hausgeburten betreuen oder ob das so aus Versehen zuhause war?
00:26:10: Das passiert hier mal dass dann alles sehr viel schneller geht als gedacht oder aus Versehens auf dem Weg im Krankenhaus aber noch im Stadtgebiet.
00:26:18: Das erfasste Standesamt leider nicht.
00:26:20: Ja, die Zahl fünf.
00:26:21: Die habe ich rausbekommen und die ist sehr viel niedriger als die sechshundert-achthundert Geburtendetailweise früher pro Jahr im Rochers stattgefunden haben.
00:26:28: Hat die Stadt noch was dazu geschrieben oder was für Fragen hast du denen so gestellt?
00:26:32: Nee!
00:26:32: Ich hab auch die Frage gestellt wie viele Kinder waren es?
00:26:34: und die Antwort war fünf.
00:26:38: Es werden ja aber wahrscheinlich nicht in dem gleichen Maße.
00:26:41: die Geburtenzahlen von Kastro Brauxel Lärden quasi zurückgegangen sein sondern die Familie in Kastrop Brauxl kriegen Weiterkinder, nur halt nicht mehr hier innerhalb unseres Stadtgebiets.
00:26:52: Absolut!
00:26:54: Wo kann man denn Sortskinder kriegen?
00:26:56: In Datteln zum Beispiel, da hat jetzt ein neuer sogenanntes Perinatalzentrum aufgemacht.
00:27:01: Also Perinatal ist so alles was rund um die Geburt passiert während der Geburt kurz davor, kurz danach und da gibt es neue Kreisäle und eben dieses neue Zentrum und da hat kürzlich das erste Baby das Licht der Welt erblickt.
00:27:14: Und wie soll es anders sein?
00:27:15: Die Familie kommt aus Kastrop-Rauxel.
00:27:17: Kommt aus KASTRO-RAUXEL.
00:27:18: also eine Einweihungsparty mit Emilia heißt sie glaube
00:27:23: ich.
00:27:26: Und Geburtsurkunde ist natürlich dann Datteln.
00:27:28: Ja, genau.
00:27:29: Also gebürtige Dattelnern die aber im Herzen der Familie quasi Kastrop-Rauchseler sind.
00:27:36: rechtlich
00:27:36: was ist das dafür?
00:27:37: eine Station die da aufgemacht hat?
00:27:39: Das dürfte ja die ein oder andere Familie in Kastro Rauchsel wo es dann bald vielleicht soweit ist interessieren wie sie aus und Wie.
00:27:48: wir sind hier so reingestartet.
00:27:49: jetzt
00:27:50: also es gibt mehrere Kreisäle.
00:27:52: Die Emilia ist geboren im Kreis Saal Holz.
00:27:55: Da gibt es dann so eine große Holzfigur.
00:27:56: Es gibt auch ein Kreißsaal Erde, Kreißsaal Wasser und so weiter.
00:27:59: das sagt aber jetzt nicht unbedingt was über die Ausstattung aus.
00:28:01: also heißt jetzt nicht dass nur im Kreiß Saal Wasser auch geburten im Wasser möglich sind in so einer Geburtswanne oder so?
00:28:09: ja aber als die Familie da war den war das gar nicht so klar.
00:28:13: mit Emilia eine kleine Geschichte schreiben, entdatteln und auch für Castro Brauxel.
00:28:17: So als erstes Baby dort und erster Geburt.
00:28:20: Und zwar wohl auch so ein bisschen chaotisch.
00:28:21: die meinen sie haben sich sehr wohl gefühlt und Emilia ist wohl auf, die Mama ist wohl aus genau.
00:28:25: aber es war so'n bisschen wie beim Umzug in der neue Wohnung.
00:28:27: wohl dass erstmal so die Hebammen dann zwischendurch noch nicht so genau wussten was is in welcher Schublade und da musste noch irgendwie der Wien-Schreiber angeschlossen werden.
00:28:36: Ja, die leben sich da jetzt alle zusammen ein.
00:28:38: Aber als sie das Krankenhaus verlassen haben, da haben wohl die Hebamme gesagt, oh Gott unser erstes Kind geht!
00:28:42: Also die haben im Artikel sehr putzig erzählt wie das so war.
00:28:45: Du hast auch noch mal so'n bisschen zurückgeschaut, was heißt damals?
00:28:49: War vor einem Jahr ziemlich genauer als... ...die kreiselle geschlossen wurde in Kastau-Brauxel.
00:28:55: Das bedeutet ja etwas für den Stadt ne?
00:28:58: In der Stadt geboren zu sein bedeutet Identität.
00:29:02: Wenn du gefragt wirst wo kommst du her Dann sagst du ja vielleicht zuerst, ja geboren wurde ich da aber ich wohne jetzt hier oder
00:29:08: so.
00:29:09: Wie war damals die Reaktion.
00:29:11: jetzt rückblickend?
00:29:13: Viel viel negativ muss man sagen.
00:29:15: also wir haben glaube ich über wenige Themen so viele Artikel geschrieben wie über dieses Thema in der letzten Jahr und ich habe über zwanzig Texte gefunden.
00:29:25: Teile der Artikel waren wie die Klinikleitung das erklärt hat dass eben das Geld nicht ausreicht weil mit Geburtshilfe eigentlich in der Regel minus gemacht wird Genau, aber es gab auch ganz viel Kritik von den Hebammen selber.
00:29:37: Von ganz vielen Lesern auch die gesagt haben ich bin in Kastrop geboren und bin da super stolz drauf!
00:29:42: Ich bin im Rochus geboren.
00:29:44: Genau, auch Prominenz aus der Politik hat sich gemeldet.
00:29:48: Reiko Gravanya hat gesagt das ist eine große Enttäuschung.
00:29:51: Lisa Kapthein hat Außenlandtag von der SPD hat auch gesagt dass sie das gar nicht nachvollziehen kann.
00:29:58: Also damals gab es hitzige Debatten, nicht nur wegen der Identität.
00:30:01: Sondern auch wenn ich mir vorstelle, ich liege in den Wehen und muss erst mal eine andere Stadt fahren, da werde ich aber grantig!
00:30:07: So genau deswegen haben das viele als ein großes Defizit gesehen.
00:30:10: Und Reiko Krawani hatte damals noch Hoffnung und meinte er ist im Austausch und guckt ob man dann nicht noch was möglich machen kann.
00:30:15: Aber aktuell gibt's ja keine Geburtstation hier.
00:30:18: Am Ende haben wir dann sogar noch ein bisschen früher zugemacht als ursprünglich geplant?
00:30:23: Was war da los?
00:30:25: die viele Mitarbeitenden haben sich weg beworben und dann sind wohl auch Eltern, Zitat geflohen.
00:30:31: Also wenn man sich überlegt okay gut das schließt und jetzt gehen da Leute weg, dann überlegt man sich vielleicht doch nochmal anders wo man sich anmelde zur Geburt.
00:30:38: Schon heftig dieser Unterschied!
00:30:40: Wenn du sagst fünf... Bekannte Geburten in Castro Rauchsel im Vergleich zu Hunderten früher.
00:30:45: Wie viel weniger Leute mit Castro Rauchsel als Geburtort es dann geben wird, wenn du mal so ein bisschen die Zukunft guckst.
00:30:52: Ich habe mal vorhin fünfzig Jahren kommen nur zweihundertfünfzig Castro-Rauchsle auf die Welt, das geht auch nicht.
00:30:57: Das würde man als erstes denken aber vielleicht geht es doch außerhalb.
00:31:02: Man kriegt vielleicht doch nochmal irgendwie eine Geburtstation zurück.
00:31:05: Die Geschichte wird es zeigen.
00:31:06: Wer
00:31:07: weiß?
00:31:07: Vielen Dank für deine Geschichte Sophie.
00:31:09: Mach's gut!
00:31:09: Danke auch!
00:31:10: Tschü!
00:31:14: Ein Thema haben wir noch und zwar hat Tobias Weckenbrock, den ihr eben schon gehört habt mit der Schulleiterin vom Berufskolleg Castor Brauxel mit Birgit Becker gesprochen.
00:31:23: Es geht ums hundertfünfzigjährige Jubiläum ein bisschen um die Schulgeschichte und darum was berufliche Ausbildungen heute eigentlich noch so wichtig macht.
00:31:33: Wir haben eine ganz spannende Vita für ne Schule weil sie nicht mal das sagen kann aber das hier ist der erste dokumentierte Eintrag und da ist diese Schule, weil also ich sage mal Berufsbildung durch die Zünfte.
00:31:48: damals gab es ja immer schon.
00:31:51: Sodass eine Berufsausbildung auch schulischerseits immer schon thematisiert wurden.
00:31:57: Und da waren wir jetzt quasi eine Fortbildungsschule Eine Gewerbliche.
00:32:04: Wir sind in Kastrop entstanden und damals gab's sieben-septzig Schüler und vier Lehrer.
00:32:11: In der Zwischenzeit sind wir etwas gewachsen und wenn man sich das hier anguckt, also gab es immer andere Namen und andere Schwerpunkte bis wir im Wunder erst seit achtundzwanzig Jahren Berufskolleg Castrop Rauchsel heißen.
00:32:25: Nach hundertfünfzig Jahren sind wir bei Hundertfünfundsiebzig Lehrkräften und im Moment zwei tausend vierhundert Schülerinnen und Schüler.
00:32:36: Wir haben hier insgesamt sieben Gebäude, aber eins ist eben auch die Turnhalle etc.
00:32:41: wir haben drei Hauptgebäude.
00:32:43: Die sind natürlich so ein bisschen auf den Bildungsgängen und den Berufen zugeordnet.
00:32:48: Man trifft sich auf dem Hof und man trifft vor allem im Schülercafé.
00:32:54: Und da mischt es sich.
00:32:56: Wenn sich Eltern viele Gedanken machen, in welche Schulform soll mein Kind spätestens zur Anmeldung in die Klasse fünf?
00:33:05: Das ist dann so zum Halbjahr, Klasse vier.
00:33:08: Dann treffen sie sich nach der Klasse zehn alle wieder hier auf dem Hof.
00:33:12: Wir haben natürlich auch viele Förderschüler und wir sind ein Inklusionsschwerpunkt mit allen möglichen Inklusionsschwerpunkten... Begegnungen haben wir hier definitiv.
00:33:22: Wir haben Vielfalt, das ist immer neues Leitbild und wir haben eine vertikale Durchlässigkeit.
00:33:28: also man kann hier wirklich ohne Schulabschluss anlanden Und die Wege durch verschiedene Bildungsgänge Berufe wirklich bis zum allgemeinen Schulreife finden.
00:33:38: Das kommt auch vor sehr selten.
00:33:41: Aber wir haben dann ja auch noch mal die Weiterbildung, wo man dann auch noch den Bachelor Professional machen kann in der Abendform.
00:33:49: Und da gehen zum Beispiel... Man geht in die Ausbildung zu medizinischen Fachangestellten also ein Beispiel und macht dann weiter in der Personalwirtschaft meistens schon berufsbegleitend.
00:33:59: Also alle Wege sind offen.
00:34:00: deswegen haben wir einen schützenden Kreis mit der Möglichkeit rauszugehen und sich selbst natürlich in der Berufswelt seinen Platz zu finden.
00:34:10: Uns ist klar, dass man eigentlich nicht mehr wie früher vierzig Jahre an einem Unternehmen ist sondern immer wieder lebenslanges Lernen zum Kredo macht.
00:34:20: Dass das Team was hier arbeitet hat wirklich tolle Bedingungen.
00:34:24: darum geht es nicht.
00:34:24: wir haben zunehmend ich sage mal jetzt nach Corona Post Corona Schülerinnen und Schüler die psychische sozial emotionale Probleme aufzeigen durch die Zeit mehr oder weniger in der Einsamkeit vollzogen wurde.
00:34:41: Das merkt man, dass es zunehmend... Wir brauchen deutlich mehr psychologische Unterstützung, die wir dann auch mit schulsozialballweit aber dann eben auch mit den Kooperationspartnern auffangen müssen.
00:34:53: Vereinsamung auch.
00:34:55: Korrespondiert noch mal ein bisschen mit Social Media
00:35:00: etc.,
00:35:01: überhaupt Handy.
00:35:03: Da kann man niemand fast genau sagen, wo ist der Anfang?
00:35:07: Wo ist das Ende.
00:35:09: Magersuchtism ist definitiv ein Thema und Autismus-Spektrum ist auch mehr geworden Also im Leistungsvermögen, in der Leistungsbereitschaft wirklich auch dem Stoff folgen zu können.
00:35:21: Das ist wirklich zunehmend schwieriger mit Schulabsentismus dann einhergehend weil meistens die Verweigungshaltung eintritt.
00:35:31: es ist mir zu viel ich kann nicht mehr und das aufzufangen.
00:35:34: da bräuchten wir viel viel mehr psychologische Unterstützung.
00:35:39: das ist aber kein Thema für das Berufsvolle.
00:35:41: ich kann es kaum brauchen.
00:35:43: Unser Einstieg ist nach der Klasse neun oder nach der klasse zehn.
00:35:47: Diese Kontakte auch in Kastrop sind in diesen Netzwerken involviert, sodass wir natürlich den Austausch zu den... Wir nennen sie Zubringer-Schulen haben.
00:36:00: Wir machen immer im Herbst Schulungen für die Lehrkräfte der abgebenden Schulen so dass Sie erst mal wissen was ist ein Berufspolitik?
00:36:07: Was bieten wir an?
00:36:08: und kann die Reise ihre Schüler weitergehen.
00:36:11: Das ist ganz wichtig, dass wir das machen, weil ein bursuliger Kind kein Mensch, ja?
00:36:20: Zum Schluss haben wir noch unseren Lesetip für euch.
00:36:24: Laura Grasböck, meine Kollegin hat die Geschichte von Alexander Scheidle aufgeschrieben.
00:36:29: Er ist ein und dreißig Jahre alt, kommt aus Castro-Brauxel und hat nach einem schweren Rollerunfall sein Leben neu sortieren müssen.
00:36:37: Wirbelbrüche Schmerzen, Reha Panikattacken Vieles ist seitdem anders.
00:36:41: Sein Beruf als Kinderpfleger muss er auch geben.
00:36:44: Haltgefunden hat er ausgerechnet bei Bienen, im Kleingarten von einem Dininghausen kümmert der sich inzwischen um mehrere Bienenvölkern und er sagt wenn er vor dem Bienen sitzt das wie Therapie für ihn.
00:36:56: Die Arbeit gibt ihm Ruhe Verantwortung und das Gefühl wieder eine Aufgabe zu haben.
00:37:00: Mittlerweile verkauft er sogar seinen eigenen Honig namens Castropa Gold.
00:37:04: Der Text ist berührend weil er zeigt wie jemand nach einem schweren Einschnitt nicht einfach wieder wie vorher wird, sondern einen ganz neuen Weg für sich findet.
00:37:13: Also unbedingt lesen!
00:37:16: Und das war die Folge zweihundertdreiundvierzig vom Podcast.
00:37:19: Vielen Dank dass ihr wieder mit dabei wart und zugehört habt.
00:37:22: wenn euch der podcast gefällt dann folgt ihm doch gerne auf der Podcastplattform Eurer Wahl und teilt ihn mit Freunden und Familie.
00:37:30: Wenn Ihr alle Artikel in Gänze lesen wollt über die wir gesprochen haben, dann braucht ihr eher ein Plus-Abo.
00:37:37: Das kostet im Moment ein Euro für die ersten sechs Monate und wer sich für Castro Brauxel interessiert der sollte sich das unbedingt mal gönnen!
00:37:45: Das ist eine gute Investition.
00:37:47: Nächste Woche gibt's wie gewohnt ne neue Folge.
00:37:50: bis dahin passt auf euch auf Glück auf
00:37:54: Podcast der podcast für Castro.
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