Spezial: Die Theater-Chefs gehen von Bord

Shownotes

Der eine ist Geschäftsführender Direktor seit 1997: Günter Wohlfarth. Der andere ist Intendant seit 15 Spielzeiten: Ralf Ebeling. Nun sagen beide gemeinsam dem Westfälischen Landestheater ade. Mit seinem Sitz in Castrop-Rauxel ist es die rollende Bühne für alle Städte und Gemeinden, die sonst kein Theater anbieten könnten. Das WLT ist in Bussen und Lkw seit Jahrzehnten von Spielort zu Spielort unterwegs, bringt Kultur und Anspruch auf die Bühnen der Region, hat Stücke für Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene im Programm und steht für Qualität. Das behaupten die beiden und belegen es mit den Buchungszahlen. Die kommende Spielzeit bezeichnen sie als "ausverkauft".

Was sie damit meinen, wie sie das schaffen und wie sie den Anspruch erfüllen, hohe Qualität und Massentauglichkeit zu vereinbaren, erklären sie unserem Host Tobias Weckenbrock. 50 Minuten Gespräch über die Bedeutung des Theaters und wie ein entscheidendes Gespräch mit Peer Steinbrück einst die Rettung einer Institution brachte… und natürlich, wie es ohne sie wird.

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00:00:02: Podcast, das

00:00:03: Spezial.

00:00:06: Wir haben ungefähr, weiß ich nicht, im Studio gefühlt und wir sind auch... Ich bin auch nicht alleine hier!

00:00:11: Ich heiße Tobias Weckenbrück und freue mich wieder über ein Podcast spezial.

00:00:15: Ich habe zwei Gäste die ich hier zum Abschiedsgespräch habe und die sich leider bereit erklärt haben in die Kastropa Altstadt zu kommen und zwar eigentlich sind sie sonst am Stadtmittelpunkt und ich freue mich heute besonders über Ralph Ebeling und Günter Wohlfahrt.

00:00:32: Guten Tag.

00:00:33: Ja, herzlich willkommen zu unserem gemeinsamen

00:00:36: Podcast!

00:00:38: Ich weiß nicht ob jeder sofort weiß welche Positionen hinter diesen Namen stecken aber wenn ich einen Begriff sage dann gehen wahrscheinlich viele Ohren oder Augen auf.

00:00:49: die beiden Herren sind in leitender Verantwortung im westfälischen Landesteater mit Sitz in ganz Westfalen eigentlich aber vor allem in Castro Brauxel und das nicht mehr so lange Und darum sind sie jetzt da.

00:01:01: Günter Wohlfahrt ist Geschäftsführer und, weiß ich, Direktor oder was?

00:01:04: – Geschäfts- und Direktor ja!

00:01:06: Das heißt er ist eher so für das kaufmännische und das organisatorische Zuständig während Ralph Ebeling für die Kunst und Kultur zuständig ist als Intendant.

00:01:15: D.h.,

00:01:16: er ist der Obmann über das, was man dort auf den Bühnen oder der Bühne in Kastrop-Rox und in ganz Westfalen zusehen bekommt.

00:01:24: Habe ich das richtig

00:01:25: zusammengefasst?!

00:01:26: Jo, passt schon!

00:01:28: Letztendlich habe ich... habe ich die Gesamtverantwortung für den Betrieb und wir arbeiten als kongeniale Sudu zusammen.

00:01:39: Und sind jetzt, sprich wörtlich in den letzten Zügen.

00:01:45: am dritten Juli beginnen unsere Theaterferien Und ab dem siebzehnten August übernehmen unsere Nachfolger Christoph Neumann und Nico Dietrich, Ralph Ebeling und ich.

00:01:59: Wir sind dann noch beratend im Hintergrund bis Ende Oktober.

00:02:04: aber auch sollten unseren Nachfolgers da Beratungsbedarf haben stehen wir natürlich auch darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite.

00:02:15: Was überwiegt bei Ihnen Herr Ebelingen die Erleichterung oder der Herzschmerz?

00:02:20: Ja, genau.

00:02:21: Das ist die Frage, die ich immer kriege und nicht wirklich beantworten kann.

00:02:24: Also, es ist schon auch... also erleichtern wir vielleicht nicht!

00:02:28: Aber ein bisschen so doch aus der Verantwortung rauszukommen, ist schon was, worauf ich mich rauf freue um mehr Zeit zu haben mal am Wochentag frei zu haben oder nicht immer nur am Wochenende war anzumischen

00:02:44: usw.,

00:02:45: das sind so Sachen, wo ich mich wirklich sehr darauf freue.

00:02:49: Und ein bisschen Muffen habe ich trotzdem, aber auch weil man natürlich viele Menschen mit denen man jetzt wahnsinnig lange zusammenarbeitet hat.

00:02:56: Mit dem man am Ende auch

00:02:59: ja

00:03:00: irgendwie eine Art von Beziehung führt, mit dem man viel Spaß gehabt hat und manchmal auch ein bisschen ärger.

00:03:07: Aber trotzdem auch das kann ja manchmal sehr erfrischen sein.

00:03:10: also die wird man dann nicht mehr in diesem Zusammenhang erleben.

00:03:15: Klar, kann ich immer vorbeikommen und meine Nase reinstrecken.

00:03:20: Aber am Ende ist es so, dass dieser Arbeitszusammenhang natürlich auch ein menschlicher Zusammenhang ist.

00:03:27: Den werde ich vermissen.

00:03:28: gar keine Fragen.

00:03:29: Herr Wohlfahrt, seit dem Jahr?

00:03:31: aber in den letzten Jahren

00:03:32: sind wir ja schon seit dem Jahre.

00:03:36: Wenn Sie da immer so zurückblicken auf die Welt von damals, war irgendwie eine ganz andere Zeit als in dem Jahr zwanzig.

00:03:43: Oder wie ist Ihr Rückblick auf die ersten Tage in Charge beim WLT?

00:03:49: Also wem wirklichen Leben?

00:03:50: ja und nein!

00:03:52: Was sich nicht geändert hat... In all den Jahren?

00:03:57: es war immer eine Finanzknappheit da.

00:04:02: Das hat sich leider nicht grundlegend verbessert, zugegebenermaßen.

00:04:10: Als ich kam war es richtig schlimm.

00:04:14: da steckten wir tief in den roten Zahlen und glücklicherweise durften wir damals einen hohen Kredit aufnehmen, den wir auch dann glückliche Weise sauber abstottern konnten.

00:04:35: das ist In unsere Metier, in unserer Rechtsform.

00:04:39: Wir sind ein gemeinnütziger Theaterverein nicht wirklich einfach und von daher kann ich mich auch noch ganz viele Jahre später bei allem bedanken die das möglich gemacht haben Und unter anderem deshalb sind wir noch auf Kurs.

00:04:55: Haben Sie mal schlecht geschlafen weil sie dachten der Laden Ich fahre den vor die Wand nicht aus eigener Verantwortung aber es geht einfach irgendwann gar nicht mehr weiter und wir müssen's abwickeln.

00:05:07: Also, wir standen ja kurz davor.

00:05:12: Anfang der zweitausender Jahre hat der damalige Kulturminister Michael Fesper uns ein Szenario eröffnet das in gut einem Jahr damals die Förderungen, die Landesförderung eingestellt werden würden.

00:05:37: Und das war wirklich.

00:05:38: dann hätte das absolute Ende bedeutet weil was ist unser Geschäftszweck?

00:05:44: Was machen wir eigentlich?

00:05:46: Wir sind ein Landesteator und es sind im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen unterwegs um all diese Gaspielorte und Theaterorte zu bespielen, die kein eigenes Stadttheater haben wie Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Essen usw.

00:06:07: um da möglichst eine Chancengleichheit was die Versorgung mit hochwertiger Theaterkultur angeht einfach sicherzustellen.

00:06:15: Und das war die ganz große Krise damals.

00:06:19: Aber

00:06:19: ist es dann passiert damit sie doch weitermachen konnten?

00:06:22: Hat sich politisch der Wind gedreht oder haben Sie lobbyiert?

00:06:26: Oder haben Sie ...

00:06:27: Wir haben

00:06:28: lobbyiert

00:06:31: und haben damals erfahren, dass man gar nicht genug lobbyieren kann.

00:06:38: Dass man seine Netzwerke immer versuchen muss weiter auszubauen zu festigen, Supporter für das westfälische Landestheater zu finden.

00:06:51: damals ein richtiger Kalsschlatt und mit einem, ja am Ende einen Jahr später mit dem wunderbaren Ausgang.

00:07:01: Aber da haben sehr dazu beigetragen die Besucherinnen und Besuche vor Ort Die BesucherInnen und Besucher in den Gastspielorten, die Verantwortlichen in den Kommunen, die Kommunalpolitiker, die Landespolitiker oder die Bundespolitiker.

00:07:20: Und der damalige Ministerpräsident hat dann letztendlich bei einem Parteitag in Bochum, in der dortigen Kongresshalle dann entschieden.

00:07:34: Es geht weiter mit dem westfälischen Landesteater aber wir müssen finanzielle Einschränkungen hinnehmen die natürlich was ganz anderes waren als die Einstellung der Förderung für den Gastspielbetrieb und somit Gibt es uns heute noch?

00:07:52: Wir haben uns berabbelt.

00:07:53: Was war denn Ihr wichtigster Partner damals oder das wichtigste Gespräch, vielleicht dass Sie selbst geführt haben?

00:07:58: Können Sie sich daran erinnern?

00:08:00: Oder gab's einen Moment wo sie wussten jetzt gehts doch weiter.

00:08:03: Das wichtigste Gespräch, dass damals Sebastian Heinrich und ich geführt hatten War wirklich meiner Ansicht nach damals in Bochum In der Kongresshalle mit dem damaligen Ministerpräsidenten.

00:08:19: Da haben Sie mit dem zu unter sechs Augen sprechen können, oder acht?

00:08:25: Wir sind auf ihn zugesteuert und hatten ihn dann angesprochen.

00:08:32: Und wir waren ja damals in aller Munde.

00:08:35: also nicht nur wir sondern auch die Kollegen der Brückhoff-Bühne im Dienst lagen.

00:08:41: Der wurde das gleiche Schicksal prognostiziert Und von daher war er im Thema und er hat uns dann auch so geantwortet, wie ich gerade gesagt habe.

00:08:55: Und letztendlich war das die Rettung.

00:08:58: Wer war das?

00:08:59: Damals?

00:09:00: Steinbrück.

00:09:01: Per Steinbrücke?

00:09:02: Lange ist

00:09:02: es her!

00:09:04: Der würde Sie heute noch wieder erkennen wenn sie sich über den Weg laufen.

00:09:08: Weiß ich nicht... Ich hab mich ja auch verändert.

00:09:11: Wir alle hatten uns, es ist ja gut zwanzig Jahre her

00:09:18: Und Sie sind immer noch da.

00:09:20: Herr Ebeling, Sie sind ja ein bisschen später glaube ich erst hierhergekommen?

00:09:24: Haben sie damals auch eher so das Gefühl gehabt Ich bin hier auf einem sinkenden Dampfer?

00:09:29: oder dachten Sie jetzt segeln wir mit voller Kraft voran?

00:09:34: Ne, also sinkende Dampfe eigentlich nicht.

00:09:37: Ich habe ja schon ein paar mal vorher hier instilliert gehabt.

00:09:40: Deshalb kannte mich ja sozusagen das Haus und hab mich dann auch gefragt ob ich die Position nehmen möchte.

00:09:46: Und das war schon so, ich muss mir mal vorstellen.

00:09:48: Also zu der Zeit als ich hier inszeniert habe gab es im Abenteater drei Fest angestellte und dem Kinder- und Jugendtheater noch zwei Fest Angestellten Darstellerinnen.

00:10:00: also das ist weniger als die Hälfte von denen was es jetzt gibt und so und man sah eigentlich ein bisschen sozusagen dass sich das wieder erholte Und dann hat es in den letzten fünfzehn Jahren sich doch so konsolidiert, dass wir jetzt eigentlich von einem ganz gut aufgestellten Theater sprechen können.

00:10:24: Würden Sie auch sagen, dass das immer noch so ist?

00:10:26: Wenn sie jetzt auch auf ihre Nachfolger zu schauen haben die's vielleicht irgendwann demnächst mal genauso schwer weil sie so einen Kulturkampf kämpfen müssen.

00:10:35: oder glauben Sie das ist auf Jahre Jahrzehnte eigentlich jetzt fix?

00:10:38: Wir haben damals gekämpft und gewonnen, alles wird gut.

00:10:42: Also denke ich, es sind zwei Sachen.

00:10:46: Der erste Aspekt ist die beiden wurden vor anderthalb Jahren gewählt.

00:10:51: Seither in der Einarbeitungsphase haben nebenher noch ihre alten Jobs zu betreuen so dass das eher punktuell ist.

00:11:02: aber meiner Ansicht nach haben sie sich wunderbar eingearbeitet, haben jetzt schon den zweiten eigenen Spielplan kreiert.

00:11:16: Der sich auf der Verkaufsseite wunderbar von Erfolg gekrönt zeigt so dass nicht nur wir in den letzten Jahren ausverkauft waren sondern auch die nächste Spielzeit schon ausverkauft ist und das ist schon der Spielplan der Nachfolger.

00:11:36: Ausverkauf heißt ja bei Ihnen eigentlich immer, dass Sie gebucht werden von Spielordnungen?

00:11:41: Das sind ja

00:11:41: unsere Geschäftsidee!

00:11:42: Sie sind

00:11:42: ja im BtoB-Bereich in Anfangstrichen quasi tätig.

00:11:45: sie verkaufen ihr Programm an die Bühnen und die verkaufen letztlich die Eintrittskarten an ihre Besucher.

00:11:50: so rumläuft's.

00:11:51: Also

00:11:52: wenn wir sagen aus Verkauf dann heißt es mir können nicht mehr Gatspiele machen als das was wir machen.

00:11:57: oder sind ja wo uns insgesamt mit den Sachen, die wir hier spielen über dreihundert, zwischen dreieinhalb und vierhundert Vorstellungen im Jahr.

00:12:06: Mit den Leuten, Anzahl der Leute, die ich gerade gesagt habe insgesamt sind wir mittlerweile achtzig, fünfundachtzig, dreieunachtzig?

00:12:13: Wie viele Mitarbeiter?

00:12:14: Vierundachzig!

00:12:15: Das sind Festangestellte oder auch Honorarkräfte?

00:12:18: Das sind die

00:12:18: fest angestellten, da kommen ein paar Honorarkkräfte dazu.

00:12:21: Aber also mit vierenachtzig Mitarbeitern, dreihundertfünfzig... Also jeden Tag im Jahr eine Vorstellung zu spielen irgendwo.

00:12:29: Das muss uns auch erst mal jemandem abmachen, da sind wir ziemlich führend nicht nur in Nordrhein-Westfalen sondern doch in der ganzen Bundesrepublik.

00:12:38: ja und das ist das also da hat es die Punkte wo wir sagen wir können nicht mehr mit unseren Mitteln und das andere ist dann aber seit drei Jahren hat die Landesregierung eben kein Tarifausgleich übernommen bezahlt und das sind für uns natürlich finanzielle Rückschläge.

00:12:55: Also das heißt, wenn wir tariflich gebunden drei Prozent mehr zahlen müssen dann geht uns das diese drei Prozent, wenn die nicht ausgelegt werden haben wir den am Ende weniger.

00:13:06: und das ist im Moment eine Tendenz wo das Land jetzt mal langsam sich entscheiden muss weil sonst wird es auch für die Nachfolger nicht ganz einfach.

00:13:14: Das heißt sie sind jetzt mit einem roten Abschluss eigentlich immer unterwegs Herr Wohlfahrt oder?

00:13:20: Wir sind gerade im Plus der Müssen im plus sein Aber da, nicht im Plus.

00:13:24: Wir müssen auch null rauskommen und das schaffen wir auch.

00:13:26: aber... Wie schafft

00:13:27: man das denn dann?

00:13:28: Ja, in dem man zum Beispiel schon mal eine solche Stelle einspart indem man weniger Geld ausgibt, indem man mit den Situationen zurückfährt.

00:13:34: Das sind aber alles Dinge die man machen muss sonst landet man dann wirklich im Genuss.

00:13:38: Das führt dann dazu, dass Sachen marode werden oder nicht mehr gut gepflegt werden können.

00:13:42: Sie haben ja einen Neubau am Stadtmittelpunkt vor einigen Jahren in Betrieb genommen – ein Proben- und Logistikzentrum.

00:13:49: Das ist jetzt auf einem Investitionszettel natürlich nochmal anders zu finanzieren als die konsumtiven Dinge, die dauernd auf dem Ausgabenzettel stehen.

00:13:58: Hat Ihnen das dann, weiß ich nicht, die Strukturen erleichtert und effizienter gemacht?

00:14:02: So dass Sie da am Ende auch aus dem Haushalt Luft rauslassen konnten?

00:14:06: oder ist das dadurch sogar noch teurer geworden?

00:14:08: alles.

00:14:09: Das hat wirklich sehr vorteilhafte Energieeffekte gehabt.

00:14:16: Wir müssen uns nur die Zeit vor zwei tausend achtzehn vorstellen Also vor der Eröffnung des Proben- und Logistikzentrums, da waren wir an fünf unterschiedlichen Dependancen.

00:14:30: Über

00:14:31: die Schmecklinde?

00:14:32: Ja!

00:14:33: Und da hatten sogar in der Nachbarstadt in Herne noch Lagerstätten angemietet und auch ein Parkplatz für unsere Container.

00:14:46: Wenn du das alles nacheinander abgefahren bist hast du dreißig Kilometer auf dem Tacho dann stehen gehabt.

00:14:53: Das ist

00:14:53: Arbeitszeit, die überzahlt man am Ende.

00:14:56: Und das ist Lehrlaufzeit?

00:14:58: Da kannst du kein Gastspiel fahren, da kannst du keinen Probenbetrieb machen, deine Gerätschaften nicht pflegen und nur Vordermann bringen, da kannst du nichts Produktives machen, dattelst du einfach von A nach B nach C. Mach keinen Sinn!

00:15:12: Wenn es dann wird ein Case-Szenario, kennen wir ja alle... Du fährst dann in der Außenstelle, suchst was Kommst zurück, findest es nicht.

00:15:24: Also was ich damit sagen will das probende Logistikzentrum mit zwei Probenräumen die unsere alten Probenräume jetzt abdecken damals in der lange Straße in den ehemaligen Kinos Die dann noch zwei Lagerhallen abdeckern Die einen großen Parkplatz, damals in der Palastraße noch mit abdecken hat uns unglaublich Zeit gespart, uns mehr auf die Sachen zu konzentrieren.

00:15:57: Auf das wirklich ankommt, dass produzieren zukünftliche Theaterinszenierung und einfach das Fahren von Vorstellungen wo ansonsten das Personal und die Zeit gefehlt hätte.

00:16:09: also es war ein ganz großer Wurf.

00:16:12: Ist das also auch nach der Rettung und dem Erhalt des WLT vielleicht Ihre größte Errungenschaft in der Amtszeit, würden Sie das so bezeichnen?

00:16:19: Oder gibt es da noch was anderes?

00:16:22: Also im Endeffekt ist ja alles immer ein muss erigartiges Gebilde.

00:16:32: Wir von den Finanzen her, so rasiert wurde, mussten wir natürlich alles tun um nicht insolven zu gehen und mit der wenigen Landesunterstützung auch weiter voranzukommen.

00:16:47: Und da gab es damit Sebastian Heinrichs dann noch damals zwei Gesichtspunkte die uns weit nach vorne gebracht haben.

00:17:00: zum einen Die Freilichttheater-Aufführungen, die wir auch so Anfang der zweitausender Jahre hier auf dem Marktplatz begonnen hatten.

00:17:11: Bühne raus ist das Stichwort.

00:17:14: Ganz klassisch mit dem Sommernachtstraum und weil der erste Aufschlag so ein Erfolg war haben wir uns darauf hin eine mobile Freilichbühne zugelegt, Marktplätze und schönen teatralischen Orte in der Umgebung.

00:17:36: Dann gereist sind, in den Sommermonaten, ob das jetzt in Dosten war, im Waldtrop auf der Halde, Prost-Bohanil Gouda ist schon ein Amphitheater oder auch ganz in den Süden nach meiner Zaken ja.

00:17:53: und das hatte für uns mehrere positive Aspekte.

00:17:58: Zum einen, wir konnten sowohl hier in Castro-Brauxel als auch unsere Gastspielorte zusätzlich für die kalte Jahreszeit für unser klassisches Abonnementsystem generieren.

00:18:14: Das heißt, wir hatten von daher genauso wie die Gastspiellorte zusätzliche Einnahmen durch die Besucherinnen und Besucher.

00:18:22: Und wir haben unsere Hardware dann auch jedes Mal mit vermieten können, also die Freilichtbühne.

00:18:31: Dann auch eine Zuschauer-Tribüne, die wir zusätzlich vermietet haben und so hatten wir in der ansonsten sehr Einnahmearmen Sommerzeit ein gutes Einahmepolster uns aufgebaut.

00:18:49: Das war die eine Geschichte und die andere war der Aufbau eines Repertoiresystems.

00:18:56: Was heißt das denn?

00:18:57: Sie haben also irgendwelche Stücke immer im Ärmel, die sie rausschütteln können wenn es mal was angefragt wird oder so?

00:19:04: Also

00:19:05: Repertoire heißt ist schon produziert ist auch schon hier und da gelaufen Und ist deshalb im Repertoir.

00:19:16: weil weil die Inszenierung ein Erfolg war, die Gasspiele ein Erfolg waren und die auch von den Gasspielorten und den Gaspielvertretern auch für die kommenden Spielzeiten nochmal nachgebucht werden wollten.

00:19:35: Und das auch tatsächlich passiert ist und wir so ein zusätzliches Angebot hatten was gleichzeitig auch eine Absicherung war des zukünftigen Spielplans, weil einen zukünstlichen Spielplan erfolgreich zu gestalten ist alles andere als einfach.

00:19:54: Da kann Ralph Ebeling gleich was dazu sagen und so konnten wir auch eventuelle Nachfrage stellen in zukünftigem Spielplänen durch ein gutes Repertoire im Hintergrund ausgleichen.

00:20:16: Das hat zu einer Stabilisierung Erhöhung der Einnahmen beigetragen.

00:20:20: Ist das denn für Sie Herr Ebeling schwierig, immer zwischen weiß ich nicht Massenschlager und der hohen Kultur zu weisen nicht wandeln?

00:20:27: Dass man also auf der einen Seite nicht die, ich glaube den hohen kulturellen Anspruch verliert Aber auch Sachen macht, die massenkompatibel sind.

00:20:36: Ist das Ihre größte Herausforderung?

00:20:38: Das

00:20:38: war schon eine der großen Herausforderungen, gar keine Frage.

00:20:43: Die Frage ist sozusagen des Homologistikzentrums.

00:20:47: Das Highlight ist es bestimmt baulich und so weiter.

00:20:50: was hat uns sehr nach vorne gebracht?

00:20:51: aber auf der anderen Seite glaube ich hat einfach auch die Arbeit der letzten zehn, fünfzehn Jahre zum großen Vertrauen in in der Bau unseren Abnehmen angeführt.

00:21:01: Das ist, glaube ich ein ganz wichtiger Punkt!

00:21:02: Wir verkaufen ja immer einen Spielplan also wir verkaufen Stücke und nicht Inszenierung.

00:21:07: das heißt die Einkäufer an den Ganspielorten wissen noch gar nicht wie wird das denn eigentlich?

00:21:13: Aber sie wissen da steht WLT drauf dann kann ich mich auf etwas verlassen

00:21:17: oder was?

00:21:17: Genau genau und das ist das was man am Ende glaube ich erreichen muss Und das dauert auch eine paar Jahre, dass die Leute sagen, naja.

00:21:27: Das kann ich sozusagen guten Gewissens bei mir zeigen und einkaufen, weil ich kann mich darauf verlassen, dass das in einem leuchen Rahmen sein wird, dass es gut sein wird aus den Schauspieler gut sein werden usw.

00:21:38: Also da ist ein ganz wichtiger Punkt dem man da hat.

00:21:41: Dann begreif'

00:21:41: ich kurz ein!

00:21:42: Ist das denn mit Ebeling-und Wohlfahrten?

00:21:44: Mit den Namen verbunden oder der Dachmarke Westfälsches Landestheater?

00:21:47: Was würden Sie da eher

00:21:48: sagen?!

00:21:48: Das

00:21:48: ist nicht mit unseren Namen verbinden... Also erst in zweiter Linie.

00:21:52: Das ist natürlich damit verbunden, dass die Leute vor Ort merken das was wir in Liefern funktioniert.

00:21:58: Ja?

00:21:58: Das kommt an!

00:21:59: Das kommt bei dem Veranstalter an und beim Publikum an.

00:22:03: Und das ist auch der Anschluss an die Frage nach dem Spielplan.

00:22:07: Natürlich müssen wir also es macht für uns als westfältiges Landes der überhaupt keinen Sinn Dinge zu machen, die keiner sehen.

00:22:14: Die keiner kaufen möchte über uns.

00:22:16: Das heißt das ist eine Einschränkung.

00:22:19: Keine Fragen.

00:22:19: Also bestimmte Autoren, die ich immer mal gerne machen wollen.

00:22:23: Habe ich nicht gemacht weil wir von vornherein wissen dass das in unserem Zusammenhang nicht funktioniert.

00:22:30: also ist es natürlich schon eine Einschränkung.

00:22:33: auf der anderen Seite ist es ja aber trotzdem so dass wir am Ende die Produktion und die Inszenierung so machen wie wir es wollen Und da habe ich auch seltenst den Regisseuren, die ich engagiert habe irgendwie reinfuschen müssen.

00:22:47: Auch wenn ich es selber gemacht habe das hat eben dann in der Regel oder schon auch funktioniert und so.

00:22:55: Das ist auch immer ein bisschen Glück gewesen.

00:22:57: Manchmal ist es nicht ganz das geworden was ich mir vorgestellt habe aber im Großen und Ganzen hat das eben sozusagen einen bestimmten Standard geschaffen.

00:23:06: Das ist wichtig, also einfach als Vertrauensmaßnahme den Gastmüllorten gehen.

00:23:11: Wenn Sie jetzt mal auf Ihre fünfzehn Jahre und vielleicht auch die davor wo sie schon Stücke hier auf die Bühne gebracht haben zurückblicken welche Entscheidung würden Sie denn heute nicht mehr so treffen wie Sie die dann getroffen haben?

00:23:22: Sie können sich schon einmal gedanklich vorbereiten Herr Wohlfalt, Sie können das für dreißig Jahre auch noch sagen!

00:23:26: Sie können auch vordrängeln wenn Sie möchten.

00:23:28: hier sind alle Rohre offen.

00:23:34: Na ja... Natürlich gibt es den einen oder anderen Menschen, denen ich nicht nochmal engagieren würde.

00:23:42: Keine Frage.

00:23:42: Weil er

00:23:43: ein schlechter Schauspieler war?

00:23:44: Oder weil sie nicht

00:23:46: miteinander zurechtgekommen ist?

00:23:47: Weil das vielleicht doch die Hoffnung, die man sich an die Qualität gemacht hat, nicht ganz so erfüllt worden sind.

00:23:54: Das gilt aber auch nicht nur für die Darstellerin, sondern insgesamt so.

00:23:59: Wir haben da glaube ich auch viel Glück gehabt insgesamt und natürlich hatten wir auch ab und zu mal jemand dabei.

00:24:05: Ich sage, das müsste jetzt nicht nochmal sein.

00:24:09: Welcher Fehler war Ihr größter?

00:24:10: Herr Wohlfahrt.

00:24:12: Spannende Frage herweg!

00:24:13: Sie überlegen

00:24:14: auch schon die ganze Zeit.

00:24:15: Wenn Ihnen keiner einfällt wissen alle, dass sie lügen.

00:24:19: Nein... Also

00:24:20: wir haben wenigstens darüber nachdenken, wir haben sehr vieles ausprobiert und Try and Error.

00:24:31: Nicht alles hat immer geklappt.

00:24:32: aber eigentlich Was in dem sachlichen Bereich liegt, waren da eigentlich keine großen Ausreißer.

00:24:42: Also das geht dann eher auch in den zwischenmenschlichen Bereich, dass es ist ja bei eighty-four Fest angestellten und zwanzig bis dreißig Gästen pro Saison kann man nicht immer die Kompatibilität untereinander sicherstellen.

00:25:00: und dann auch noch so kulturell

00:25:02: Kulturvögel,

00:25:03: die ja also nicht abwerten gemeint.

00:25:04: Ich bin ja selbst auch so einer aber die sind ein bisschen speziell zum Teil, ne?

00:25:08: Aber ich meine so Techniker sind auch speziell oder Logistiker oder Bürokräfte.

00:25:12: Sind alle speziell!

00:25:13: Aber du kannst dich natürlich auch mal in eine untereinander in so eine Blasendiskussion reinbegeben wo du dann droßt schwer, schwer abzudriften.

00:25:28: Das ist dann schwierig aber das weiß man.

00:25:31: manchmal findet man auch den Ausweg.

00:25:33: Aber das sind einfach Entwicklungen die kannst du nicht voraussehen.

00:25:40: Aber die passieren hin und wieder.

00:25:43: zum Glück ist das bei uns sehr selten passiert und das empfinde ich im Nachhinein Ein großes Glück, dass wir nicht wie man das aus einigen anderen Häusern hört.

00:26:03: Dass man sich da auf der Theaterleitungsebene angefangen hat, sich zu bekämpfen, sich gegenseitig irgendwie das Zeug unterstellt hat und nur noch schriftlich miteinander kommuniziert hat also... Bin ich sehr dankbar, dass wir da immer einen Weg gefunden haben eine gemeinsame Linie zu verfolgen.

00:26:25: Genau und das ist nur wirklich nicht selbstverständlich.

00:26:27: also es kann man an vielen anderen Häusern sehen gerade der die Nopfposition Geschäftsführer-Direktor Intendant also auf der einen Seite sozusagen Finanzenverkauforganisationen und auf der anderen Seite künstlerischer Anspruch oder irgendwie sowas.

00:26:47: Schöpp hat es schon mal öfters.

00:26:51: Das war jetzt nie konfliktfrei und wir sind uns sicher auch ein paar Mal auf die Nerven gegangen, aber wir haben uns immer irgendwie wieder zusammenraufen können.

00:27:00: Ich glaube von mir aus gesehen war das dann so... Also ich glaube wir haben immer den Respekt voneinander behalten.

00:27:07: Und davor dass derjenige in seinem Bereich Kann und gut und richtig macht.

00:27:16: Was war denn der größte Konflikt, den Sie mit Herrn Wohlfahrt hatten?

00:27:18: Oder was ist Ihnen am meisten auf die Nervunsten?

00:27:20: Wir haben uns mal über gewisse Produktionen, haben wir uns mehr oder weniger in die Haare gekriegt.

00:27:26: Über ihre Erd und Weise wie er darauf reagieren soll.

00:27:29: also wenn jetzt gerade im Kinder-Jugbereich etwas nicht so war dass das für... Spruchsfall oder zu unverständlich für das Zielpublikum war, wie wir darauf reagieren sollten.

00:27:45: Ach dann

00:27:45: kam Feedback von Lehrern?

00:27:46: Oder von Eltern,

00:27:48: die sagen das.

00:27:49: Mein Kind

00:27:49: ist jetzt durcheinander und was ist denn da los?

00:27:51: Es

00:27:51: gab im Haus schon, also bevor überhaupt ein Feedback vorausgaben, gab es im Haus eine Befürchtung, wo ich dann sage, komm lass uns erst mal... Da

00:27:59: durfte er reinreden!

00:28:01: Wir haben uns immer reingeredet.

00:28:02: Das ist ja nicht so, dass wir irgendwie... Wir sitzen nebeneinander in zwei Büros.

00:28:06: zwar aber natürlich waren wir... Das war ja... Also das ist ja so klein der Laden!

00:28:12: Dass wir natürlich in einem permanenten täglichen und immerwährenden Austausch sind über alles.

00:28:20: Sie konnten

00:28:21: mal sagen, mach du das mit der Kohle?

00:28:22: Ich mach das mit dem Anspruch und den Inhalten.

00:28:24: Lass mich in Ruhe.

00:28:25: Haut nicht hin!

00:28:26: Das wäre ein grober Anfängerspieler.

00:28:30: Ja

00:28:31: bei Ihnen ja genauso in Ruhen Nachrichten wenn sie jetzt dauernd Podcasts veröffentlichen oder Artikel schreiben die das Publikum dann mit einer Abonnementskündigung quittiert.

00:28:47: Ja,

00:28:47: das wäre schlecht.

00:28:48: Und so ist es im Theaterbereich ja auch.

00:28:50: ein großes Standbein von uns hat Vor- und Nachteile.

00:28:56: Ist der hohe Eigeneinnahmeanteil?

00:28:59: Das ist eine der Säulen die wir zwingend brauchen wenn wir die Einnahmen nicht generieren weil wir Produktionen raushauen zur Premiere bringen in die Gasspielorte bringen die keiner sehen will Wo die Reaktion dann ist, es gibt ja auch noch andere Anbieter von Gastspielen.

00:29:22: Da gucken wir uns da jetzt mal um.

00:29:27: Das wäre verheerend für uns!

00:29:31: Daher machen wir da auch vieles so an den Hand.

00:29:35: Das Vertrauen der Gaspelorte gewinnen, also es hat mal vor meiner Zeit eine Produktion gegeben die hat dazu geführt dass Leute Gaspelaute über Jahre hinweg nicht mehr das WLT gebucht haben.

00:29:47: Das geht ganz schnell und da sitzen wir natürlich immer im gleichen Boot.

00:29:52: Das gab's jetzt aber gar nicht oder?

00:29:54: Gab so einzelne Ausreise oder Produktion wo sie sagen, die würde ich auch so.

00:29:58: Natürlich

00:29:59: gibt es Produktionen.

00:30:00: Das mache ich jetzt aber nicht Welt.

00:30:04: Natürlich gibts Produktion die man wirklich glücklich mit ist und den man gelungen findet.

00:30:10: dann gibt es Fähigkeiten wo man sagt.

00:30:12: Nee das müssen wir jetzt mal noch so.

00:30:14: Dann

00:30:14: ziehen Sie da durch und hoffen dass es bald zu Ende ist?

00:30:16: Oder

00:30:17: klar.

00:30:18: Ist ja auch alles schon verkauft.

00:30:19: also Ich kann ja dann mit den Gaspielorten sagen, ich kann da auch vorher anrufen und sagen also das ist jetzt eine Produktion die habt ihr gekauft.

00:30:28: Die ist ein bisschen anders?

00:30:28: Die

00:30:29: ist nicht so dass ich glaube dass euch das richtig gut gefallen wird

00:30:34: aber ich habe nächstes Jahr schon wieder was ganz tolles noch.

00:30:37: Oder wir können auch mal drüber reden.

00:30:39: vielleicht können wir das austauschen oder man erfährt auch oder merkt auch manchmal Dinge die einem selber nicht gelungen vorkommen und die kommen am Gaspiel Ort ganz super an Auch das gibt's.

00:30:51: Es ist ja schön, dass es nicht so eine objektive Geschichte ist.

00:30:54: und dann doch auch noch ein bisschen was Subjektives.

00:30:56: Publikum hat sich total verändert oder in den letzten dreißig Jahren?

00:31:00: Oder kann man eigentlich noch das gleiche machen wie damals?

00:31:04: Ich denke da so an Aufmerksamkeitsspannen gerade jetzt bei Kindern.

00:31:08: Sie machen ja Kinder- und Jugendtheater auch aber auch im Abendtheater hat sich der Auffühl verändert oder nicht?

00:31:15: Nö!

00:31:16: Also ein bisschen schon Aber viel würde ich nicht sagen.

00:31:20: Wir haben ja ein anderes Publikum als das, was die Großzitter haben.

00:31:22: Also wir haben ja kein so ein Theater, absolutes Theater-Känner oder Blasenpublikum.

00:31:30: Sondern wir haben noch einen Publikuum... Das sind ganz normale Leute in den Garspieleuten.

00:31:36: Und das ist das Tolle!

00:31:37: Das ist eben im Castrop nicht so groß anders wie in meiner Zage.

00:31:43: Von daher, dass hier funktioniert können wir relativ sicher sein, dass das auch in meiner Zahnfunktion ist.

00:31:49: Und da sind immer noch Geschichten spannend erzählt Schauspieler, denen ich das glaube was sie dort tun Das sind Sachen die an den großen Häusern gar nicht mehr so wahnsinnig aktuell sind aber bei uns von unserem Publikum immer noch auch so gewollt werden und auch von mir so gewullt werden

00:32:06: Auch dieser politische Aspekt?

00:32:08: Ist der heute wieder zentraler oder ist er vielleicht weniger attraktiv für die Menschen?

00:32:12: weil Sie sagen Ich will eigentlich meiner Freizeit lieber damit gar nicht so direkt konfrontiert werden.

00:32:17: Wie sehen Sie da diese politische, auch diesen Auftrag?

00:32:21: Den

00:32:22: können wir letztendlich... Es gibt ganz wenige Stücke mal wo man sozusagen die Politik eine Haltung in einem unterhaltsamen Stück verbacken kann.

00:32:39: Wenn das passiert dann ist es wunderbar und oft ist es so dass es halt einfach auf die Breite des Angebots ankommt.

00:32:44: Es gibt dann auch für die Gaspelorte halt dezidiert politische Aufführungen, die werden dann auch gekauft nicht so viel wie die Unterhaltenden aber sie werden gekauft und da gibt es dann auch vor Ort wieder ein spezielles Publikum was dann da reingeht.

00:32:58: Und dann geben's den Zeit.

00:32:58: nur hundert statt dreihundert oder vierhundert.

00:33:01: Aber wenn das der Gaspeltort sagt dass möchte ich trotzdem auch so haben Dann ist das auch die Aufgabe, dass wir das liefern.

00:33:07: Wer bestimmt so die politische Linie denn?

00:33:11: Wie meinst du das?

00:33:13: Ja, man hat ja vielleicht einen Hang generell zu Demokratie und Pluralismus ist glaube ich selbstverständlich.

00:33:21: Aber man kann da sehr links oder sehr kritiker Politiker würden sagen links-grün versifft machen oder man kann das sehr konservativ, weiß nicht CDU nahtendenziell machen und dann gibt es viel dazwischen.

00:33:34: Gibt da jemand Ihnen vor, wie Sie zu sein haben?

00:33:38: Freiheit der Kunst steht im Grundgesetz und das ist auch richtig so.

00:33:43: Die Tendenzstücke, die es vor einigen Jahrzehnten dann gab... Das war eine unzählige Zeit.

00:33:56: in diesem Demokratiespektrum zu bleiben denke ich ist für uns eine schöne Verpflichtung.

00:34:05: Und das geht auch nicht immer im Konsens und ist aber wichtiger denn je, beispielsweise man muss Verwerte eintreten.

00:34:21: der Tod von Walter Lübcke ein Stück über den ersten Mord an einem Politiker, in dem Fall eines Landrates in Hessen ist ein ganz gravierendes Ereignis.

00:34:35: Mit rechtsterroristischem Hintergrund?

00:34:37: Rechtsterroristische Hintergrund wo sich natürlich auch einen bildungspolitischen Teil und moderierte Diskussionen im Umfeld der Inszenierung der einzelnen Aufführungen anbieten.

00:34:57: Da haben wir beispielsweise mit der Auslandsgesellschaft in Dortmund zusammengearbeitet, mit der Landeszentrale für politische Bildung und haben da aber auch diskursiv hoch- und runterdiskutiert weil wir da nicht immer einer Meinung waren.

00:35:14: oder wir hatten ein Stück das sich Israel, Palästina, Libanon und den ganzen Verwerfungen, Verletzungen,

00:35:30: die sich da über

00:35:32: Generationen aufgebaut haben.

00:35:35: Und da wurden wir dann auch schon mal sein, dass wir zum Gespräch zitiert wurden.

00:35:45: Zu wem?

00:35:46: der Frau Leuthäuser-Schnarrenberger, diesmal?

00:35:50: die war zu der Zeit Antisemitismus beauftragte des Landes NRW und die war dann in engem Austausch da mit der Landeszentrale für politische Bildung.

00:36:04: Und auch mit einer Organisation, den Namen habe ich vergessen, die dann aufgrund eines Vorfalls in Bayern nicht glaube in München wurde diese Inszenierung bundesweit zum Thema, so auch in Nordrhein-Westfalen.

00:36:22: Und dann haben irgendwelche Spezialisten sich in eine unserer Aufführungen begeben und glaubten zu erkennen was wir alles an antisemitischen und falschen Inhalten da auf mit der Inszenierung verbreiten würden.

00:36:41: Die haben dann den Auftritt gestört?

00:36:43: Nein,

00:36:44: die haben

00:36:45: Frau Lauter-Schnarberg eingeschaltet und die musste dann ... Der mussten wir dann ein bisschen reden und antwortstellen.

00:36:51: Das ging aber auch ganz fix über die Bühne.

00:36:56: Also wenn man was sucht und unbedingt finden will, dann findet man auch etwas.

00:37:00: Und das ist natürlich auf einem gewissen Punkt relativ lächerlich.

00:37:04: Sie hatten aber ein bisschen mit dem Kopf geschaut oder so einen Nahostkonflikt würden sie jetzt aktuell nicht aufgreifen als Ach,

00:37:10: wenn es jetzt den guten Stück dazu gäbe würde ich das schon machen.

00:37:13: Aber das Wahl ist wieder, das ist schon ein paar Jahre her und ich konnte mir vorstellen dass das Ganze jetzt nochmal... Also im München hat's dazu geführt als die Vorstellung abgesetzt worden ist.

00:37:21: Ja?

00:37:22: Also das Stück ist abgesetzt worden Wir haben uns weiter gespielt Und Es könnte sein, dass wir das nicht mehr könnten.

00:37:32: Okay Obwohl sie eigentlich entscheiden was läuft um was nicht

00:37:37: Ja, aber wir sind ja trotzdem alleine auf der Welt.

00:37:39: Also es gibt schon eine Öffentlichkeit die gerade bei Kulturinstitutionen auch durchaus und auch berechtigt auch in einer Art von Macht hat.

00:37:48: Und Rester hat sozusagen das finden wir nicht richtig dass das gesagt gemacht wird.

00:37:55: Das kann natürlich dazu führen, wenn man das weiß.

00:37:57: Dass man dann einfach vorsichtigere Stücke spielt und gar nicht so die richtig gefährlichen Sachen wo man sagt oh da könnte brenzlig werden dann auf die Bühne

00:38:08: bringt oder?

00:38:08: Das kann schon sein für die richtig gefährlichen Sachen sind wir eh nicht zuständig aus Landesteater aber dass Wir haben uns jetzt nichts verkniffen, wenn ich mich richtig erinnere.

00:38:21: Das müssten wir einfach machen und das ist ein toller Stück aber das trauen wir uns gerade nicht.

00:38:26: Aber solche Sendenzen gibt es natürlich.

00:38:31: Und es wäre meiner Ansicht nach auch ein fataler Weg immer nur den kleinsten gemeinsamen Ninner zu suchen.

00:38:44: Man kann das...

00:38:47: Manchmal wollen

00:38:47: sie auch provozieren.

00:38:48: Eine

00:38:49: Schlagzeile ist manchmal gar nicht schlecht.

00:38:52: Ja, aber da unterscheiden wir uns vielleicht von manchen Medien.

00:38:57: Da geht es nicht um Klickzahlen oder sonst was und geht's nicht um die Buckigkeit von Ralph Ebeling und mir sondern da versuchen wir schon zuzuhören Ihre Kolleginnen und Kollegen uns rezensieren.

00:39:22: Und wirklich sehr gut rezenzieren, wenn das Feedback von den Zuschauerinnen und Zuschauern einfach ein gutes ist sowohl in Castro Brauxel als auch in den Gastspielorten.

00:39:35: Wenn wir dann Rückmeldungen bekommen... Ich wollte eigentlich gar nicht rein!

00:39:43: Bin aber doch bin aber dann doch mitgegangen und ich bereue nichts an dem Abend.

00:39:54: Es wurden jetzt nicht alle Fragen beantwortet in der Inszenierung, aber es war ein Punkt... In unserem Freundeskreis, Bekanntenkreis einfach nochmal die Aufführung zum Anlass zu nehmen um über das Thema nochmal nachzudenken und neu zu besprechen, weil es vielleicht durch die Tagesereignisse zu sehr einen Hintergrund geraten ist.

00:40:19: Also da muss man schon aufpassen!

00:40:21: Und ich denke dass waren auch so auch in der Rücksicht unsere größten Erfolge wenn wir es geschafft haben die Menschen emotional zu erreichen... ...zu berühren

00:40:41: Und das mit dem Thema noch.

00:40:43: Woran

00:40:43: merkt man das dann?

00:40:44: Schon in der Aufführung, weil dann, weiß ich nicht, Tränen fließen und Leute rufen Wein laut klatschen hinterher oder...

00:40:50: Ja also man merkt es ja eigentlich schon bei den Endproben.

00:40:56: Bei den End Proben ist es so da sitzt dann schon Maske-Öffentlichkeitsarbeit.

00:41:00: viele andere Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen des Hauses sitzen da drin und denen sieht man dass wenn danach das Licht angeht, sofort an ob sie das gepackt hat oder nicht.

00:41:10: Oder?

00:41:11: Ja genau so also und da wird dann schon auch mal geweint gelacht.

00:41:16: Und auch mal gesagt, dass war jetzt noch nicht so cool, da müsste er nochmal dran oder...

00:41:19: Da wird dann meistens eher manisch gesagt aber dann merkt man dann auch dran neuer richtig gepacktt hat es ja immer nicht.

00:41:27: Aber

00:41:28: ja und ich will den nicht unterbrechen nur eine kurze Anmerkung Weil ich da von ein paar Tagen noch bei der letzten Vorstellung des Vorlesers von Bernhard Schlink dann dabei war, das ist eine Produktion fürs Abenteater und die haben wir vor Jugendlichen hier aus Kastro-Brauxel gezeigt.

00:41:56: Von Kastroprauxelschulen.

00:42:00: Da musst du gar nichts sagen, die Theatropädagoginnen mussten nicht hoch und runter patrollierend eingreifen.

00:42:13: Keiner der Jugendlichen hat am Handy rumgespielt.

00:42:17: Keine hat den Clown gemacht und hat versucht die Aufführung zu stören.

00:42:22: Die waren alle dran!

00:42:25: Und waren ganz dabei.

00:42:31: gelingt und du die, ob das jetzt Erwachsene oder Jugendliche sind so emotional erreichst dass sie sich voll auf das konzentrieren was du machst dann dann hat es gut funktioniert und da haben wir das erreicht.

00:42:47: Was wir wollten vielleicht werden einigen in Theaterfans genauso wie mit Ralph Ebelings inszenierung prima Fazil Ein Personenstück wo ich sage Ja, wenn du das auf der großen Stadthalle machst und mit einer Person... ...und musst dann mit dem Gemurre leben.

00:43:13: Ja, habt jetzt nicht mehr Geld für mehr Schauspielerinnen und Schauspieler.

00:43:17: Reicht es nur noch für die eine?

00:43:21: Und du merkst dann, dass ist überhaupt kein Thema mehr!

00:43:28: der Schauspielerin in dem Fall der Arikia Orban an den Lippen und schalten auch nicht zwischendurch ab, sondern bleiben dran bis zum Schluss.

00:43:38: Das sind dann so Inszenierungen und Stücke die in Erinnerung bleiben und die auch viele motivieren.

00:43:47: Dann auch im nächsten Jahr oder in der nächsten Saison ein Abonnement bei uns oder in den Gastspielorten

00:43:54: So mit Blick auf die Uhr und auf die schlechte Luft.

00:43:56: Wir haben jetzt schon mal die Fenster gerade zugemacht, weil hier Lambertus zum Mittag leutet.

00:44:00: wir können aber jetzt glaube ich wieder aufmachen.

00:44:02: dennoch Ich würde jetzt einfach mal sagen wir gehen mal in so eine Schnellfrage Antwortrunde Und Sie müssen damit ein bisschen schneller zum Punkt kommen und nicht so viel nachfragen Welche Stadt oder Kommune fanden sie am coolsten?

00:44:16: Haben

00:44:18: Bocholt?

00:44:20: Warum Einsatz?

00:44:24: Wir sind im Chorhaus und haben dort eigentlich immer ein überragendes Publikum.

00:44:35: Wie hat Sie, Herr Ebeling das Theater verändert?

00:44:40: Also es hat mich mit Sicherheit kommunikativer gemacht als ich das als Jugendlicher oder Jürgen Erwachsener war.

00:44:45: Es hat mich freundlicher gemacht glaube ich oder zugewaltiger gemacht.

00:44:50: ja

00:44:51: Welche Charaktereigenschaften mussten sie sich erst aneignen vor drei Jahren um den Job machen zu können?

00:45:00: Wer

00:45:00: Geduld, noch ein stärkeres Beharrungsvermögen um die Ziele zu erreichen, die ich mir dann selbst gesteckt hatte.

00:45:17: Vorüber haben Sie am häufigsten untereinander gestritten?

00:45:22: Ach so viel gesagt!

00:45:22: Gestritten haben wir eigentlich kaum.

00:45:23: Wir waren halt unterschiedlicher Meinung und das war eigentlich oft Ja, es war eine einzelne Produktion über die wir uns über das Ergebnis halt am Ende nicht so einig waren.

00:45:33: Wer

00:45:33: hatte dann recht?

00:45:34: Herr Wohlfahrt von Ihnen beiden?

00:45:37: Also die diplomatische Antwortet lauten und meiso meiso.

00:45:41: Wir hatten uns auch zu Recht denke ich schon Diskussionen, also beispielsweise bei Kinder- und Jugendheaterproduktionen die wir immer nur für Alterslots machen.

00:45:59: ist jetzt beispielsweise die Produktion wirklich ab vier geeignet?

00:46:03: oder heulen die sechsjährigen da immer noch.

00:46:09: Aber immer im Hinblick auf die Sache und quasi persönlich

00:46:18: gab es mal einen Moment wo sie am liebsten wieder gegangen wären Herr

00:46:21: Ebeling?

00:46:27: Ja, wohlfällt sie.

00:46:28: Wann hatten Sie schon das Kündigungsschreiben fertig?

00:46:31: Ganz am Anfang!

00:46:32: Als Sie genau waren, meinten Sie?

00:46:33: Nee,

00:46:34: ganz am Anfang.

00:46:35: Ich war kaum da.

00:46:38: Vier Wochen später gab es die erste Verwaltungsratssitzung und Mitgliederversammlung.

00:46:43: Und dann musste ich dem Gremium eröffnen, dass eine Million damals D-Mark in der Kasse fehlen.

00:46:58: Das Vorgängers war aber noch ausgeglichen.

00:47:02: Und da waren dann... der Hinweis, ja wohl von kaum sind sie da

00:47:07: und wer hat sich

00:47:08: verrechnen?

00:47:08: Aber schon ein Millionen Minus!

00:47:09: Können Sie das mal im Auflösen?

00:47:10: wie ist das ausgegangen?

00:47:11: Ja da waren einfach.

00:47:13: also die eine Million hat tatsächlich gefehlt.

00:47:17: Der Fehler auf der Planungseite ist passiert weil unrealistisches Einnahmeergebnis prognostiziert wurde.

00:47:28: Aber das, was wir jetzt in der letzten halben Stunde oder Stunde auch thematisiert haben hat sich da schon gezeigt.

00:47:38: Wenn der Spielplan nicht einschlägt hast du über kurz- oder langen massives Einnahmeprobleme und es war dann ausgerechnet in der Zeit.

00:47:48: Hat Theater Zukunft?

00:47:50: Hat das WLT Zukunft?

00:47:51: Ja beides unbedingt.

00:47:53: also ich glaube gerade jetzt... Das ist ja immer das was man so sagt.

00:47:56: aber Also, man kann am Theater wahnsinnig viel lernen und zwar allerersten finde ich ganz egal wo man drin ist.

00:48:04: aber man muss oder man lernt Ambivalenzen auszuhalten.

00:48:07: Man lernt dass der Nachbar eine andere Meinung über das hat als man selber.

00:48:11: und das irgendwie miteinander zu verhandeln ist einer der Kernkompetenz von Theater und das wird es und muss es weitergehen.

00:48:21: Wovor haben Sie mehr Respekt, Herr Wolffat?

00:48:24: Vor vielleicht der ersten Spielzeit damals gehabt?

00:48:27: oder jetzt vor dem ersten Montag an dem sie nicht in ihr Büro am Stadtmittelpunkt fahren.

00:48:33: Also um hinten anzufangen... Ich finde es ein ganz natürlichen Vorgang dass ich jetzt bald nicht mehr da bin und habe aber da keine schlechten Gefühle Weil einfach unsere Nachfolger sich so gut anstellen in der Vorbereitung.

00:48:56: Und, ähm, siebenundneunzig?

00:49:00: Wie war es denn damals?

00:49:01: Da bin ich aus Dresden gekommen.

00:49:03: Ich glaube, ich probiere das jetzt aus.

00:49:07: Vielleicht wird was dann bleiben wir länger da und wenn nicht, dann guckst du dich einfach nochmal um also relativ entspannt.

00:49:20: Die ganzen Jahrzehnte waren aber schon emotional jetzt für mich auch herausfordernd.

00:49:29: Aber immer, auch in den Zeiten wo es wirklich schwierig war, da kann ich nur vom Glück sagen was es mir vergönnt ist wenn ich abends dann aus dem Theater gehe Dann kann ich sagen okay das ist jetzt ein Cut.

00:49:49: Morgen früh geht es weiter.

00:49:52: Und ich wähl's mich jetzt nicht nachts schlaflos rum und versuch, mehr oder weniger vergebliche in der Nacht irgendwelche Lösungen zu finden für die Zukunft sondern morgens wenn ich wieder ins Theater kam gehts weiter.

00:50:08: So konnte ich dann mit einem besseren Spirit mit mehr Energie antreten.

00:50:13: Bisher hat das ganz gut geklappt und ich hoffe auch trotz der großen finanziellen Herausforderungen, die es im Moment in unsere Gesellschaft auch demzufolge bei unserer Wirtschaft beim Land Nordrhein-Westfalen und auf der Fördersseite ist dass auch allen klar ist Theater ist unverzichtbar.

00:50:41: Müssen ihre Nachfolger befürchten, dass sie ab Herbst dann auch irgendwo bei den Premieren oder in anderen Vorstellungen in den hinteren oder mittleren vielleicht sogar einer ersten Reihe sitzen werden?

00:50:50: Oder dürfen die sich darauf freuen oder halten Sie sich bewusst lieber ein bisschen fern damit.

00:50:54: Die machen was ihr Ding ist und sie nicht da so wie der Aufpasser der alte weiße Mann sind, der dann doch sein Revier nicht verlassen will.

00:51:04: Also ich habe mir vorgenommen mich sehr zurückzuhalten.

00:51:07: also wenn du dich interessiert möchtest natürlich werde angucken, aber ich versuche das erst mal nicht bei der Premiere zu machen.

00:51:16: Der Spot liegt jetzt auf den neuen Ort nicht mehr darauf wie sich der Alte vielleicht dazu verhält.

00:51:21: von daher interessiert mich weiter und ich werde sicherlich auch ein paar Mal kommen, aber eher so im Hintergrund.

00:51:29: Herr Wohlfahrt wo wird man Sie sehen?

00:51:31: Im Herbst gar nicht mehr oder in der Freizeit.

00:51:34: Ich werde weiter ins Theater gehen, natürlich auch weil es mich interessiert.

00:51:43: In Castro-Brauxel auf jeden Fall auch zum westfälischen Landesteater.

00:51:48: aber ich werde jetzt nicht besser wissere meine Kommentare abgeben sondern dann mir das auf der nämlich die andere Seite war und guckt das aus Zuschauer Sicht an.

00:52:03: Und gut ist es und ich finde auch gut, wenn die unsere Nachfolger neue Ideen andere Sichtweisen ins Theater bringen und ihre eigene Handschrift entwickeln.

00:52:20: Was soll so in zwanzig Jahren noch über Ralph Ebeling gesagt werden damals am WLT?

00:52:29: Ganz lustig mit ihm!

00:52:30: Und überall ein Wohlfahrt

00:52:35: war auch schön.

00:52:41: Ich komme meinen Gästen im Podcast gerne auch einmal nochmal persönlich.

00:52:48: Was machen sie denn demnächst?

00:52:51: Also ich werde viel rumfahren, ich werde reisen!

00:52:53: Ok wohin am liebsten

00:52:55: also...

00:52:56: Also ich Deutschland Europa weltweit.

00:52:58: was ist das Ziel

00:52:59: der Weg?

00:53:00: Es gibt so ein Familienferienhaus in der Nähe von Berliner Wasser.

00:53:03: da werde ich jetzt den nächsten Monat erst mal sein.

00:53:06: Und dann möchte ich gerne nach Süditalien, nach Portugal.

00:53:10: Da möchte ich vielleicht nochmal, weil ich mal eine Asienreise gemacht habe, die ich immer noch sehr in Erinnerung habe.

00:53:17: Also das was ich mir da leisten kann, das mache

00:53:19: ich.

00:53:19: Schön und Sie Herr Wohlfahrt?

00:53:21: Ich möchte die Zeit nutzen um auch mich noch mehr sportlich zu betätigen.

00:53:26: Wir

00:53:26: wollen im Tisch denn es besser werden!

00:53:29: oder was?

00:53:29: Ohl und Rauchsel muss ich ganz warm ansehen.

00:53:33: Jetzt beginnt der Wohnfahrt anzutrainieren.

00:53:37: Nein, bin ja auch regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs.

00:53:41: Das Laufen ist etwas sehr in den Hintergrund geraten.

00:53:45: das will ich auch wieder wenn jetzt mehr Zeit da ist wieder mehr machen und ansonsten auch wenn die Zeit da is mir reißen dann unsere beiden Söhne vielleicht auch öfter sehen, besuchen.

00:54:02: da eine ist in Berlin, der andere ist in Paris.

00:54:06: Also nicht um die Ecke und ...

00:54:10: Ein Ehrenamt, eisen Sie ja übernehmen!

00:54:11: Welches ist das?

00:54:12: Ein Ehrendamm?

00:54:13: müssen sie sich jetzt picken in Castro-Brauxel.

00:54:16: Muss ich das?

00:54:17: Ja klar!

00:54:18: Ich bin

00:54:19: bei den Freunden beigetreten oder?

00:54:21: Ich bin Mitgliedergesellschaft der Freunde des westfälischen Landesteater.

00:54:27: Das ist ein Arztförderverein

00:54:29: Ja, der Verein des Theaters.

00:54:31: Und ich bin auch im Postsportverein in Castro Brausel als Tischtennis-Spieler jetzt auch wieder als Captain und wir haben auch eine Parkinson-Gruppe die unglaublich wächst... Die

00:54:53: hatten wir auch schon hier, die Ping Pong Parkinson Jungs?

00:54:56: Und inzwischen sind die Trainingszentrum und da versuche ich hier auch zu unterstützen.

00:55:03: Wenn ihr jetzt mehr Zeit habt, da auch Intensiv für mich noch einzubringen!

00:55:09: Wow, mir ist heiß.

00:55:11: Das liegt auch am Wetter aber auch an den vielen interessanten Aussagen die Sie mir entgegen gebracht haben.

00:55:16: Ich fand es super interessant und habe mich sehr gefreut dass sie da waren.

00:55:20: ich weiß nicht Sie können noch was los werden?

00:55:22: An ihr WLT-Team vielleicht oder an die vielen Zuschauer ein Dank, einen Gruß.

00:55:26: Was würden Sie da am Ende noch gerne

00:55:29: merken?

00:55:30: Natürlich vielen vielen dank an die Zuschauer hier in Kastro Broksel an den Gastspielorten, die Gastspiele veranstaltern der Politik und allen, die uns unterstützt haben.

00:55:41: Und von unserem Ensemble und noch von einigen ehemaligen und Gästen nehmen wir am nächsten Mittwoch machen wir eine kleine Party.

00:55:55: Also machen eigentlich immer im Ende des Spielzeits unsere Abgrillen und das machen wir etwas komponenter.

00:56:01: Da kommen dann Leute, die in der Zeit einfach begleitet haben

00:56:04: und unterstützen sich.

00:56:08: Sehr schön!

00:56:09: Ja und von meiner Seite auch.

00:56:13: Wir waren immer vorne dran, aber natürlich wären unsere Outputs nicht annähernd so gut geworden wenn wir nicht auf so ein tolles mitarbeitenden Team dann zurückgreifen hätten können die erst die Ergebnisse gebracht haben.

00:56:32: und das Dending des WLTS auch landes-und bundesweit.

00:56:38: Da können wir uns natürlich nur vor unserer Mitarbeiterschaft verneigen und ganz herzlich Dankes sagen.

00:56:50: Und aber auch für die Zukunft nur Mut, wer gute Arbeit

00:56:55: macht

00:56:55: wird auch belohnt werden.

00:56:58: das wird sich denke ich auch in zukünftlichen.

00:57:01: Jetzt wäre die Zeit für den Applaus.

00:57:02: Wenn Sie hier eine Bühne hätten, haben wir aber nicht.

00:57:04: Wir haben hier ne Kamera von ungefähr drei Quadratmetern!

00:57:07: Ich danke für den Besuch und ich verabschiede sie dann herzlich von hier aus mit unserem Gruß

00:57:12: Glück

00:57:15: auf!

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