Spezial: Bereuen Sie den Schritt, Arnd Lattenkamp?
Shownotes
Gesellschaftliche Veränderungen sorgen für Druck auf die Geschäftsführung. Ebenso wie Entscheidungen und Strukturen aus der Vergangenheit. Host und Moderator Tobias Weckenbrock spricht mit Wewole-Chef Arnd Lattenkamp über Werkstattlöhne für Menschen mit Behinderungen, die größten Baustellen in den Betrieben, strukturelle Veränderungen, Schließungen in Castrop-Rauxel und Herne und die Frage: Bereuen Sie Ihren Wechsel schon?
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Transkript anzeigen
00:00:02: Podcast das Spezial.
00:00:05: Es ist Mitte Juli, es ist wieder Zeit für ein Podcast-Spezial.
00:00:10: Ich heiße Tobias Weckenbrock, freue mich total darüber dass ihr zugeschaltet habt um zu hören was wir heute gutes für euch und sie in Castro Brauxel zu bieten haben.
00:00:21: Und ich habe ein Gast bei mir im Studio und den hab' ich kennengelernt beim Laufen, ähm beim genauer gesagt beim Kastropfer Feierabendlauf und das ist Arndt-Lattenkamp.
00:00:30: Herzlich willkommen, Herr Lattenkamp!
00:00:32: Ja, danke schön, Herr Redner, freu mich hier zu sein.
00:00:34: Das ist schön.
00:00:35: Beim Laufen sind sie mir ein bisschen weggelaufen aber nicht weil Sie Angst vor mir haben glaube ich sondern weil Sie einfach an Taken schneller sind
00:00:41: ne?
00:00:42: Ah, ich sag mal beides.
00:00:44: Oh Gott oh Gott in mein erster Gast hier im Podcast.
00:00:47: Der Angst vor mir halt sehr schön!
00:00:48: Nein Spaß bei Seite.
00:00:50: Sie sind schon seit einem Jahr in Herne und Kastrop-Brauxel tätig für die VEVOLÄ Und Die VEVOLE hat mitveranstaltet den Kastroperfeierabendlauf und irgendwie darüber haben wir uns jetzt irgendwie so ein bisschen connected.
00:01:02: Dieser kastropere Feierabndlauf ist ja auch eine tolle Netzwerken Veranstaltung wie ich festgestellt habe und Insofern haben Wir uns da verabredet Für heute, für den Podcast.
00:01:12: Denn Sie sind ein interessanter Mensch!
00:01:14: Sie haben mit vielen Leuten beruflich zu tun als Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzender der VEVOLÄ.
00:01:21: Vielleicht sagen sie einmal für Menschen die gar nicht wissen was das bedeutet?
00:01:24: VEVOLE, was ist das
00:01:25: eigentlich?!
00:01:27: Also VEVALE ist ein Akronym-Stitt für Werken, Wohnen und Lernen.
00:01:32: Das sind die Dinge, die die VEWALE Stiftung in Herne und Castro Brauxel macht.
00:01:37: Wir haben einmal eine große Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
00:01:41: Mit rund neunhundert Beschäftigten oder Werkstätten, wie wir sagen und wir bieten für rund dreihundert Menschen im ebenfalls Herren- und Kassau-Brauchsel verschiedene Wohnangebote stationär aber auch ambulant betreut.
00:01:55: Diese Werkstatt, die Sie angesprochen haben ist besagte im Irrindpark oder meinen sie die in Herne?
00:01:59: Oder warum sind Sie eigentlich in zwei Städten?
00:02:02: vielleicht können Sie das nochmal aufdröseln.
00:02:03: Was sind die konkreten Standorte?
00:02:06: Mache ich gerne.
00:02:08: also die Wevolet hat ja quasi hauptsächlich zwei Mutter nämlich die Stadt Herne und die Stadt Castro-Brauxel Und so dass gerade im Werkstättenbereich Angebote immer regional erst mal verankert sind.
00:02:23: Heute kann man die Werkstatt frei wählen als Mensch mit Behinderung, aber in der Regel ist es so dass die Leute in ihrer Region gehen zur Werkstatte gehen und hier ist einfach so das in dem Bereich Herne und Castro Brauxel, die Wevolet der tätige Anbieter ist.
00:02:38: Genau!
00:02:39: Und wo sind die Standorte jetzt?
00:02:40: in Herne- und Castro-Brauxel?
00:02:41: Also im Eringpark gibt's ja eine Werkstätte, die sogar noch einigermaßen modern, die ist mal richtig schön neu gemacht worden oder umgebaut worden.
00:02:49: Vielleicht fangen wir damit mal an, weil das für die Castro-Brauxler vielleicht der bekannteste Ort für die Wehwohle ist.
00:02:54: Genau im Erinpark ist ein sehr großer Standort von uns nämlich ungefähr zwei Hundert Menschen mit Behinderung und das ist ein Teil.
00:03:05: Und es gibt weitere Standorte, die dann in Herne sind.
00:03:08: Es ist an der Langfortstraße... ...vierundzwanzig andere Straßeneide, vierund zwanzig A und noch an den Nordstraßen.
00:03:13: Aber Irine ist schon mit ca.
00:03:15: zweihundert Menschen ein großer Standort.
00:03:18: Was das Gebäude angeht, das ist richtig!
00:03:19: Das ist erst, glaube ich, zwanzi Jahre alt und der Anbau hat noch ungefähr keine Zehen mehr.
00:03:23: Mir nie alles täuscht.
00:03:24: Was machen die Menschen da?
00:03:26: Also ich will jetzt nicht alles aufzählen, es ist klassisch so dass in Werkstätten für Menschen mit Behinderung immer sehr viel verschiedene Arbeit angeboten wird.
00:03:35: Das ist auch so vorgesehen nach der WVO, Werkstättensverordnung.
00:03:40: da Menschen mit einer behinderten Behinderung sich eine Regel in Arbeitsplätze nicht frei wählen können sondern eben auf die regionale Werkstatt angewiesen sind müssen Werkstädte recht breites Arbeitsangebot vorhalten.
00:03:52: Und im Erinpark, um jetzt auch noch mal konkret einzugehen gibt es verschiedene Dinge die wir machen.
00:03:59: Das werden zum Beispiel für große Lebensmittelketten im Non-Food Bereich Rückläufer aussortiert beispielsweise.
00:04:08: Wir haben einen großen Anbieter der Pflaster und Wundversorgung macht Für den Dinge konfektioniert und verpackt werden.
00:04:16: Wir haben ein weiteren großen Anbieger der so im Glas Verpackungsbereich tätig ist, wo dann Gläser vorsortiert werden.
00:04:24: Deckel aufgeschraubt werden und neu verpackt werden.
00:04:27: Das ist ein kleiner Ausschnitt dessen was wir jetzt beispielsweise ganz konkret im Irene Park machen.
00:04:31: Was haben die Menschen für Behinderungen?
00:04:33: Sind das eher psychische Behinderung oder körperlich geistige?
00:04:36: Was ist da so die Bandbreite?
00:04:39: Also das ist eine gute Frage, weil darüber gibt es glaube ich in der breiten Öffentlichkeit so mit die größten Missverständnisse.
00:04:48: Wie ich gerade schon mal sagte, es muss erstmal eine ärztlich anerkannte Behinderung sein und dann ist es auch nicht nicht der klassische Rollstuhlfahrer, der manchmal in den Medien da kommen wir ja später vielleicht auch noch einmal drauf über aktuelle Gesellschaftskritik Dann hervorgehoben wird, wenn es dann auch um Werkstattengelte geht.
00:05:10: Wo wir vielleicht gleich auch noch mal draufkommen.
00:05:12: Sondern es sind Menschen die entweder eine geistige Behinderung haben das kann losgehen von einer leeren Behinderungen was man so im Alltag Wenn man jemand auf der Straße trifft vielleicht noch nicht mehr merken würde bis zu einer hochgradigen geistigen Behindungen.
00:05:27: dass ein Mensch also wirklich alleine sich selbst gar nicht mehr versorgen Kann dazu kommen teilweise müssen aber nicht körperliche Behinderungs einfachen Dingen, dass vielleicht ein Gliedmaß fehlt oder eine Spastik bis hin zu wirklich schwerstgradigen körperlichen Mehrfachbehinderungen.
00:05:44: Dass jemand den ganzen Tag auf einen Rollschul angewiesen ist oder bettlägerig ist quasi das.
00:05:50: der eine Part wo die geistige Bindung im Vordergrund steht Das andere sind Menschen mit psychisch anerkanntem psychischen Problem.
00:05:57: Die haben wir auch.
00:05:57: das Verhältnis ungefähr bei der WEWOLE würde ich sagen, achtzig-zwanzig.
00:06:03: Achtzig Prozent der Menschen, wo eine geistige Behnung im Vordergrund steht und zwanzig Prozent, wo ca.
00:06:08: ne psychische Behnungen im vordergrund stehen.
00:06:10: Genau die können also bei ihnen arbeiten.
00:06:12: Die bekommen dafür... Ich weiß nicht, sie bekommen ja sowieso ihr Geld.
00:06:15: letztlich glaube ich vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe oder von Sozialkassen auf jeden Fall um Leben wohnen zu können.
00:06:23: aber dann gibt es ein bisschen
00:06:24: zusätzliches
00:06:25: Geld als Taschengeld?
00:06:26: Oder wie stellt man sich das denn vor?
00:06:28: Also das ist auch schon ein wichtiger Punkt.
00:06:30: Das ist gut, dass wir den dann jetzt auch schon vorne wegnehmen oder abräumen.
00:06:35: genau das ist ja auch sehr stark in der öffentlichen Diskussion die sogenannten der sogenannte Werkstattlohn oder das Werk statt Endgeld.
00:06:43: Also richtig ist, dass wir als Träger sogenannte Tagessätze im Werkstättenbereich vom Landschaftverband in unserem fallwestfalen Lippe bekommen.
00:06:52: Davon muss natürlich alles bezahlt werden und wie das in unserer Branche aber auch in der Altenhilfe der anderen Bereichen ist Personal mit Abstand der teuerste Faktor.
00:07:01: Personalkosten die wir haben machen rund achtzig Prozent unserer Kosten aus.
00:07:05: dann gibt es Gebäudekosten, Verpflegungskosten, Kosten für Sachmittel und da wir ja auch produzieren auch Kosten für verschiedene Produktionsmittel, Werkzeuge und so weiter.
00:07:16: Die Menschen mit Behinderung die bei uns sind bekommen den sogenannten Werkstattlohn.
00:07:22: das ist einmal ein Grundbetrag der liegt aktuell bei hundertdreisig Euro im Monat.
00:07:28: natürlich in dem Sinne jetzt kein hoher Betrag.
00:07:32: Das ist gekoppelt ans Ausbildungsgeld in Deutschland was sich alle eine oder zwei Jahre erhöht Und darüber hinaus, wenn die Werkstatt ist erwirtschaften kann einen sogenannten Steigerungsbetrag.
00:07:44: Wenn also in der Werkstadt mehr erwirtschaftet wird in der reinen Produktion das ist sozusagen abgekoppelt von den Tagesätzen, die wir vom Landschaftsverband
00:07:54: bekommen.
00:07:55: Okay?
00:07:55: Wenn da mehr erwirtschafted wird als diese Grundbeträge zum Beispiel in Anspruch nehmen dann hat man Geld was man verteilen kann.
00:08:03: Dann gibt es eine Werkstatte Entgeltordnung in der Regel wonach Die Punkte, die in der Herstellerverordnung gefordert sind, sind erstmal Qualität und Quantität.
00:08:12: Aber das kann man auch selber weiter ausfallen.
00:08:14: Die meisten Werkstätten haben sich dann noch andere Dinge überlegt.
00:08:18: Dann gibt es einen sogenannten Steigerungsbetrag.
00:08:19: Es ist leider bei der Wewoli so, dass wir vor gut zweieinhalb Jahren auf diesen Grundbetrag zurückgefallen sind.
00:08:25: Das hat vorher immer Steigerung Beträge gegeben.
00:08:27: Die können aktuell nicht erwirtschaftet werden.
00:08:32: Da kommen wir vielleicht gleich auch noch drauf, welche Angebote wir so in den letzten Jahren betrieben haben.
00:08:36: Die wir jetzt teilweise einstellen mussten weil die einfach nicht wirtschaftlich waren und man hat dabei eben immer leider nicht bedacht.
00:08:42: zum einen es ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor Menschen mit einer Behinderung auf einem Arbeitsmarkt ähnlichen Platz zumindest schon mal zu vermitteln wenn vielleicht ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis sagen wir mal ihn sehr weiter ferne ist.
00:08:56: das bei dem eine oder anderen das muss man einfach so sehen.
00:08:59: So, dann kann man aber selber versuchen.
00:09:02: Zum Beispiel Gastronomie werden wir nachher nochmal drauf kommen schon mal was zu machen, was zum Beispiel Arbeitmarkt ähnlich ist.
00:09:09: Aber man muss auch diese Dinge selbst als Sozialunternehmen dann letztlich wirtschaftlich betreiben weil wenn man das nicht tut und dass es leider in Teilen bei der Weboli passiert nimmt man den Leuten eigentlich das Geld, was man dann ausschütten soll.
00:09:20: Wenn so ein Angebot aber dann Minus macht, dann nimmt man quasi aus diesem großen Topf Woraus diese Steigerungsbeträge zu zahlen wären, nimmt man sozusagen Geld und das ist so ein bisschen passiert.
00:09:32: Deswegen sind wir leider auf den Grundbetrag zurückgefallen.
00:09:35: aber lassen mich noch einen Satz hinten anfügen was viele in der öffentlichen Diskussion vergessen wenn sich dann ja schon fast empört wird darüber dass Menschen mit Bindung ganz im Monat hundertdreisig Euro arbeiten gehen.
00:09:47: also zum Einen Wir haben gerade über das Spektrum gesprochen.
00:09:50: Wir haben viele, die wirklich noch nicht mehr aufgrund ihrer höher geradigen Behinderung selbst diese Hundertdreiein- dreißig Euro gar nicht ins Verdienen bringen.
00:09:56: trotzdem mussten sie an jeden ausgezahlt werden.
00:10:00: Das ist wie so ein Solidarprinzip was normale Steuerzahler auch haben.
00:10:04: Wer mehr verdient gibt mehr ab und wer weniger hat zahlt eben auch weniger.
00:10:10: Ja jetzt habe ich gerade den Faden ein bisschen verloren.
00:10:12: Also...
00:10:14: Ich kann da gerne mal reingehen.
00:10:15: Das heißt also Sie haben Beschäftigte, Naja, gar nichts leisten im Sinne einer Produktivität.
00:10:24: Sie haben aber Dienstleistungsverträge für normale wirtschaftliche Unternehmen und machen für die Arbeiten, die vielleicht anderen Orts sonst gemacht würden – ich weiß nicht in niedriglohn Ländern oder vielleicht von Robotern oder Maschinen – wo aber hier Menschen mit eigener Hände Arbeit dran sind?
00:10:42: Und das vielleicht in einem Tempo machen, wo man auch sagen würde... ist nicht wirtschaftsfähig.
00:10:47: Aber sie wollen natürlich die Leute trotzdem in so weit, in die Gesellschaft integrieren als dass Sie denen sagen ihr seid produktiv?
00:10:55: Ihr leistet etwas also bekommt ihr dafür dann am Ende auch einen Lohn der über das hinausgeht was vielleicht sonst wäre wenn ihr einfach nur zu Hause wäre den ganzen Tag.
00:11:04: Ja da haben Sie im Grunde schon so gut erklärt dass ich nichts mehr anfügen muss.
00:11:09: genau das ist der Punkt Und das wollte ich noch sagen, dass keine neu vorne wegschicken.
00:11:13: Dass eben ein Mensch mit Behinderung in Deutschland in der Regel auch Geld fürs Wohnen bekommt.
00:11:17: Da bekommt er das Wohnen bezahlt und viele können nach zwanzig Jahren schon eine Rente beanspruchen.
00:11:22: Also der Werkstattlohn ist da nicht das einzige Geld.
00:11:24: Deswegen sind diese Mindestlohnforderungen in den Werkstätten aus meiner Sicht, sagen wir mal, fehl am Platz, weil dann müssten all diese Transferleistungen mit eingerechnet werden.
00:11:32: Aber sie haben natürlich, das muss man auf der anderen Seite sagen viele Beschäftigte die jetzt nicht in diesem Bereich fallen sondern in dem Sozialbereich.
00:11:39: Die also Aufsehen, die helfen, die unterstützen, die die Leute betreuen bei der Arbeit.
00:11:44: Also ich weiß nicht welchen Anteil macht das an den Beschäftigten?
00:11:47: Sie haben ja davorhin auch differenziert.
00:11:49: Sie haben Klienten aus dem Bereich mit Behinderungen und sie haben Beschäftigkeiten, die sich um diese Menschen mit Behnderung kümmern.
00:11:56: Genau ganz genau!
00:11:58: Es ist ungefähr so damit sie meine Relation haben.
00:12:01: In den Werkstätten haben wir aktuell neunhundert Menschen mit einer Behinderung, die wir betreuen.
00:12:06: Das sprechen wir nur um eine Unterscheidung zu haben.
00:12:08: Wir machen ansonsten was die Menschen angeht keine Differenzierung von Werkstatt beschäftigten.
00:12:12: Damit es einfach klar ist wovon man redet und im anderen Bereich sprechen wir von Angestellten oder Angeställten beschäftigten und die neun-hundert menschen werden aktuell von ungefähr hundert fünfneinzig Menschen Angestellten betreut, die über verschiedenste Qualifikation verfügen.
00:12:29: Ein sogenannter Gruppenleiter ist die meist vertreten Berufsgruppe in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, ist in der Regel jemand, der ein Handwerk gelernt hat oder eine andere Ausbildung, klassische deutsche Ausbildung gemacht hat und der dann im Laufe seiner Karriere eine Zusatzqualifikation macht.
00:12:44: Früher hieß es die sozialpädagogische Zusatzkwalifikation geprüfte Fachkraft und für Arbeits- und Berufsförderung.
00:12:54: Und die sind dann so im Tagesablauf für fünf, sechs, acht, zehn, zwölf Leute zuständig.
00:12:59: oder wie groß sind so Gruppen?
00:13:00: Genau also der offizielle Schlüssel.
00:13:03: es gibt Vereinbarungen die nie letztendlich mit den Kostenträgern verabschiedet wurden das sogenannte rote Papier aber diese Rechtlinien.
00:13:10: danach arbeiten die Werkstätten.
00:13:11: der Schlüssel ist im Grunde genommen eins zu zwölfe.
00:13:15: Aber es ist so, dass auch für höhergradege Menschen oder Menschen mit einer höhergradigen Behinderung oder anderen Arten ein herausforderndes Verhalten höherischer Pflegerischer Bedarf noch Zusatzpersonal beantragt werden kann.
00:13:28: Aber der grundsätzliche Gruppenscheid der Schlüssel ist erst mal eins zu zwölf.
00:13:32: da müssen aber dann zum Beispiel Abteilungsleitung und so auch drüber abgebildet werden.
00:13:36: also man muss zur Wahrheit gehört das in Deutschland in einer Gruppe nicht selten vierzehn fünfzehnt sechzehn Leute betreut werden müssen.
00:13:45: So eine Art Überbelegung, wie man es an jeder Schule in Deutschland auch hat.
00:13:48: Da wären dann zu den dreißig Schülern nochmal so vier dazu gepackt weil die waren noch über einen Anflug strichen und da muss der Lehrer damit auch klarkommen?
00:13:57: So kann man's beschreiben.
00:13:58: Es hat aber teilweise auch fachliche Gründe bestimmte Angebote wenn sie zum Beispiel ne Malergruppe machen wollen oder ne Elektrikergruppe oder Sie haben ne Garten-und Landschaftsgruppe.
00:14:07: Da kann allein aufgrund des Fahrzeugs mit dem Sie rausfahren ja kein Mensch mit zwölf Leuten im Auto raus fahren.
00:14:13: Sonst bräuchten die einen Omnibusführerschein und dann haben sie da einen etwas geringeren Schlüssel.
00:14:18: Und dann müssen natürlich in diesen größeren Gruppen meistens Montage-Verpackungsgruppen ein paar Leute mehr zugespielt werden, genau.
00:14:25: Warum entscheiden sich Leute dafür?
00:14:28: In so einem Träger wie die Wevole zu wechseln weil die irgendwie aufs Handwerk am Ende der Wirtschaft keine Lust mehr haben und das irgendwie gemütlicherer Job ist oder einfach weil es eine ganz andere Aufgabe ist?
00:14:39: Wie würden Sie das einschätzen?
00:14:41: Also das ist eine sehr schöne Frage.
00:14:47: Da kann ich jetzt nur fabulieren, sage ich mal.
00:14:51: Ich bin zwar seit im zwanzigsten Jahr in der Eingiedungshilfe und habe aber in Anführungsstrichen sozusagen nie an der Basis gearbeitet Hab verschiedene Stationen begleitet von der Verwaltungsleitung über Prokurist, Werkstattleitung, Geschäftsführung.
00:15:08: Aktuell war ja auch die Frage bei der WEWOLE Vorstand der Stiftungen und Geschäftsführer in den einzelnen Einrichtungen.
00:15:16: da kann ich nur fabulieren.
00:15:17: Ich weiß aber von den Rückmeldungen es hat Zeiten gegeben wo's zum Beispiel in der Wirtschaft enger wurde wo Leute einfach neue Jobs gesucht haben.
00:15:26: das ist eine.
00:15:27: Ich weiß, dass viele Leute sich ganz bewusst dafür entschieden haben.
00:15:31: Weil sie sagen ah mein Job vielleicht am Band bei Opel als das noch gab der macht nicht viel Sinn.
00:15:38: mir fehlt die Sinnhaftigkeit.
00:15:40: oder andere haben gesagt warum soll ich ein Unternehmer gewinn maximieren und mich hier selber verheizen?
00:15:45: Ich möchte irgendwas machen mit Sinn und Verstand.
00:15:47: und so sind viele dann in die Eindienungshilfe gekommen.
00:15:50: verdient man da weniger oder mehr?
00:15:52: Sagen wir mal so, auch da haben sich die Zeiten geändert.
00:15:57: Ich meine bei Opelbohren kommt man richtig gut verdient das wissen alle und diese Abfindungszahlung waren üppig.
00:16:04: aber
00:16:05: also sagen wir mal nach Opelbochum wird man nicht hinkommen.
00:16:09: Aber ich sage mal so ein klassischer Handwerker der vielleicht in einem Malerbetrieb als Maler nur übliche Tagschichten gemacht hat Der verdient weniger, als wenn er bei uns als Gruppenleiter anfängt.
00:16:23: Wenn er dann nachher diese Zusatzqualifikation gemacht hat und durch diesen pädagogische Zusatz-Qualifikation wird der dann auch anders eingestuft?
00:16:31: Und wir zahlen ja nach TVÖD.
00:16:33: Wenn Sie dann auch ein paar Berufsjahre dabei haben, dann verdienen sie viele Berufsgruppen aktuell ein bisschen mehr als Sie draußen verdienen.
00:16:41: Es gibt natürlich auch Einzelne da wird gerne der Metaller genannt wenn sie draußen irgendwie sind in dem großen Unternehmen und haben vielleicht noch ein CNC-Kentnisse.
00:16:50: Und machen vor allen Dingen Wechselschicht, die gerade die Nachtschichten sind ja dann auch steuerfrei.
00:16:54: da kommen Sie natürlich nicht hin aber dafür machen sie bei uns auch keine Nachtschichte.
00:16:58: also ich denke das Gehalt und auch in den pflegenden Berufen das ist ja auch viele Jahre immer Thema gewesen ist bei uns wirklich mehr als angemessen.
00:17:07: aus meiner persönlichen
00:17:08: Sicht.
00:17:08: Klagen Sie denn über Fachkräftemangel?
00:17:11: Da haben wir bis jetzt noch Glück, um das mal so zu sagen.
00:17:15: Also die ganze Branche stöhnt ja schon seit längerem.
00:17:19: Es ist da eher so dass sie im Bereich benötigen verschiedene Berufsgruppen, dass sie in dem Bereich der Handwerker immer noch Leute finden aus den Gründen, die wir gerade genannt haben.
00:17:29: es ist ein sinnvoller Job.
00:17:30: Es ist vielleicht auch ein bisschen anders, als wenn Ihnen der Chef ständig im Nacken hängt auf der Baustelle.
00:17:36: Also in sich hier und da auch etwas besser kann man sagen von daher finden wir immer noch genügend Handwerker die dann Gruppenleiter werden.
00:17:43: aber die engen Berufe sind ja die pflegenden und heilenden berufe Und es gibt seit vielen Jahren den Beruf des Heileziehungspflegers.
00:17:51: Da die Ausbildungszahlen sinken jetzt aktuell glaube ich leicht Aber da haben sich doch viele für Interessiert, weil das auch eine gute und später dann gut bezahlte berufliche Perspektive ist.
00:18:00: Also auch da noch okay aber da wird es teilweise schon knapp was teilweise aber auch schwierig ist den studierte Sozialpädagogen oder auch Leitungskräfte in der Branche.
00:18:10: Das wird langsam eng oder so unbeliebte Sachen.
00:18:14: wir machen eben auch Wohnen hat ich eingangs gesagt Und man spricht jetzt nicht mehr davon aber ich nenne das jetzt bewusst zu damit die Hörer in das versteht.
00:18:22: In einer stationären Wohneinrichtung brauchen sie auch Nachtwachen.
00:18:26: Und das ist natürlich mit vielen Lebenseinstellungen heute schwer vereinbar und da hat man hier und da dann schon Probleme, Personal zu
00:18:35: finden.".
00:18:37: Sie haben das Unternehmen gefunden vor ungefähr einem Jahr oder anderthalb?
00:18:41: Haben sich entschieden, sich hierzu bewerben auf diesen Vorstandsstiftungsvorsitz?
00:18:48: Warum haben Sie das damals
00:18:49: gemacht?".
00:18:51: Also vielleicht einmal nur der... Der absoluten Richtigkeit halber.
00:18:56: Es ist jetzt so... dass meine Vorstandskollegin sich aus eigenem Wunsch jetzt kürzlich anders entschieden hat.
00:19:03: Ich bin eigentlich angetreten, jetzt so ziemlich genau vor elf und ein halben Monaten in eine Doppelspitze...
00:19:09: Mit Anne Krüger zusammen die das vor ungefähr vierundhalb Jahren übernommen hat.
00:19:13: für Rochus Wellenbrock der auch erkrankt war ne?
00:19:16: Und deshalb den Job nicht weitermachen konnte!
00:19:19: Genau
00:19:19: also er war, weiß ich vom Hörn sagen, er war erkranked Konnte eine Zeit lang nicht immer anwesend sein, dann hat man sich entschieden einen zweiten Vorstand einzubestellen.
00:19:29: Das war dann die Frau Krüger, die hat jetzt kürzlich ihr fünfjähriges sozusagen gefeiert und Herr Wellenbrock hat uns ja im März, der Jahr vierundzwanzig verlassen und darauf bin ich gefolgt damals in einer Doppelspitze planmäßig.
00:19:45: Frau Krüger hat sich dann aber entschieden, dass sie sich beruflich nochmal verändern wollte und von daher bin ich jetzt seit kurzem alleine.
00:19:53: Und in dem Sinne allein Vorstand und dementsprechend auch aktuell allein Geschäftsführer unter der Stiftung befindlichen Kapitalgesellschaften.
00:20:03: Ja, warum bin ich zu Wehwolle gekommen?
00:20:05: Es hat verschiedene Gründe.
00:20:07: zum einen bin ich im Bochummer, ich wohne ganz in Bochuman Norden ein Steinwurf von Herne entfernt und auch eine ganz weiten Steinwurf vom Gastro-Brauxel entfernt.
00:20:19: Und es war jetzt einerseits mal an der Zeit für mich nach knapp zehn Jahren bei einem anderen Träger in Mörs zu wechseln.
00:20:29: Aber es war eben auch so, ich hatte es nach weit über neun Jahren oder ungefähr neun jahren satt jeden Tag quer durchs Rohrgebiet zu fahren.
00:20:38: Im Auto zu fahren und damit die Wewoli bekannt war und ist, hatte ich mich dann dafür interessiert und ich wusste auch schon eine ganze Menge über die Wewwoli.
00:20:49: Ich war früher schon mal am Standort Langfortstraße als Externer sozusagen.
00:20:54: Ja, da habe ich meinen Hut in den Ring geworfen.
00:20:56: Also
00:20:57: die Wevole hat eigentlich einen guten Ruf in der Szene?
00:20:59: In Anführungsstrichen oder...
00:21:02: Aus meiner Sicht hat sie einen Ruf, der völlig in Ordnung ist.
00:21:08: Das ist eine Frage!
00:21:09: Die hatten mir noch nie jemand gestellt über den Ruf eines Trägers.
00:21:12: Da muss jetzt mal in mich gehen.
00:21:15: also Ich denke die Wewole hat glaube ich hier in der Region einen guten ruf.
00:21:20: Es ist allerdings auch so es ist ja jetzt zu wechseln gekommen.
00:21:23: Man muss vielleicht auch so sagen, der langjährig erkrankte vormeilige Vorstand.
00:21:29: Da sind natürlich dann auch Lücken gerissen worden – ein bisschen in der Fachlichkeit und in der Entscheidungsstringenz.
00:21:37: Das hat natürlich auch der eine oder andere Stakeholder.
00:21:42: mitbekommen.
00:21:43: Von daher gibt es jetzt sicherlich auch die eine oder andere Person, die gerade jetzt darauf setzt dass bei der Wehwohle jetzt mal wieder ein bisschen nach vorne geht.
00:21:50: aber ich glaube insgesamt würde ich sagen hat die WehWohle einen sehr soliden Ruf und vielleicht auch rund um die Nordstraße unser Floristikangebot usw.
00:21:58: Die Kunden, die da kommen oder zum Advent-Markt kommen, haben wir einen guten Ruf.
00:22:04: Sie wollen den Ruf ja jetzt noch weiter ausbauen und haben jetzt schon in diesem Jahr auch für, ich weiß nicht Veränderungen zumindest mal mit gesorgt die auch sichtbar werden.
00:22:12: Wir haben kürzlich noch berichtet über das Cappuccino.
00:22:16: Das ist ein Café im Hauptbahnhof's Hauptgebäude am Berliner Platz in Rauchsel Und da waren früher viele froh, dass da irgendwie was passiert ist.
00:22:27: Dass die Wevoley das Gebäude gekauft hat und in die Einrichtung so ein bisschen neuen Geist eingehaucht hat.
00:22:34: Da schön saniert hat wirklich auch ein tolles Café finde ich aufgesetzt hat wo tatsächlich ja dann auch Menschen mit Behinderungen arbeiten sollten und gearbeitet haben und auch immer noch arbeiten.
00:22:45: aber irgendwie melden sich ja dann immer Leute die sagen macht er jetzt zu?
00:22:49: Die Wevoly haben das doch so toll eingerichtet.
00:22:52: Was steckt dahinter?
00:22:53: Sie haben ein bisschen was verändert, ne?
00:22:55: Ja genau.
00:22:55: Also ich antworte gleich konkret.
00:23:00: Also es ist so dass ich im Juni letzten Jahres bzw zum ersten Juli dann angefangen habe und es sind schon wirklich eine ganze Menge Veränderungen da gewesen.
00:23:12: Wir haben einige Angebote leider schließen müssen.
00:23:16: Wir hatten zum Beispiel einen technischen Rathaus in Herne, wir hatten hier im Rathaus in den Kastrop ein Angebot.
00:23:23: Das ist das was ich vorhin sagte dass das von der grundsätzlichen Überlegung Menschen in erster Arbeitsmarkt ähnliche Verhältnisse zu bringen eine gute Sache
00:23:31: war.
00:23:33: Aber da dort eben auch immer Personal vorhanden ist, nach TV-ID bezahlt und dann auch in einem relativ schlechten Schlüssel.
00:23:39: Wir haben gerade über Schlüssel gesprochen.
00:23:40: Sie können in so ein Bistro, in so'n kleines Bistrå, da können sie nicht einen Gruppenleiter mit zwölf oder dreizehn oder vierzehn Menschen reinstecken.
00:23:46: Die können
00:23:46: ja nur Däumchen drehen den ganzen Tag?
00:23:48: Die können
00:23:48: nur Dörmchen drehnen und deswegen wenn der Schlüssel dann schlecht ist, dann ist auch meistens die ganze Refinanzierung schlecht.
00:23:56: Und dann sind wir wieder bei Werkstätten entgelten worüber wir auch gesprochen haben und von daher mussten wir uns leider von dem ein oder anderen... Angebot trennen.
00:24:03: Und da ist jetzt offiziell, das kann ich dir auch sagen, den M-Shark-Wellhof.
00:24:08: Ich weiß nicht ob der Ruf hier bis nach Kastrop-Rauxel halt... Das ist ein sehr schönes Fachwerkgebäude in Holzwickete wo wir auch eine Gastronomie betreiben.
00:24:18: aber auch da ist die Entscheidung bereits gefallen und auch kommuniziert.
00:24:21: Das werden wir Ende September nach der Sommersaison auch schließen müssen aus den gleichen Gründen.
00:24:26: Aber sie hatten gefragt nach dem Cappuccino im Bahnhof.
00:24:32: So und das, wir haben im Zuge all dieser Überprüfungen auch dieses Angebot überprüft so wie wir die Floristik auf der Nordstraße in Herne überprüfen haben.
00:24:43: Und wir haben da gesehen dass genau das was gerade schon angesprochen wurde etwas zu viel Personal nach TV-ID und ein bisschen zu wenig Menschen mit Behinderung für die wir das eigentlich machen.
00:24:55: Und von daher haben wir gesagt, wir müssen das angestellte Personal ein bisschen reduzieren und müssen einfach über Qualifizierung, Ermutigung, Appelle mehr Menschen mit Behinderung dahin bekommen.
00:25:09: Und deswegen steht jetzt im Moment nicht in Frage ob es da weitergeht oder nicht.
00:25:14: die Entscheidung ist gefallen dass es da Weiter geht.
00:25:16: Wir haben uns jetzt einen großzügigen Überprüfungszeitraum selbst gegeben.
00:25:22: Es wird auch eine Namensänderung geben, die müssen wir mir in Kürze bekanntgeben.
00:25:26: Ah ok!
00:25:27: Wollt ihr noch nicht verraten?
00:25:28: Ja doch kann ich und werde euch verratet... Hintergrund vielleicht ganz kurz.
00:25:32: Es gibt im Bereich der Eingiedungshilfe, gibt es sogenannte Genossenschaften der Werkstätten GDW und da gibts eine GD W Süd und die hat dieses Cappuccino-Angebot sagen wir mal in vielen Bundesländern vermarktet und damit geht auch der Name einher.
00:25:46: Das ja als Cup ist ja extra für Handicap, für Menschen mit Behinderungen so ein bisschen in dem Namen mit drin ne?
00:25:52: Ganz genau!
00:25:52: Ganz genau ist jetzt weg.
00:25:53: Aber das ist eben von denen geschützt.
00:25:55: Und da wir uns jetzt aus dieser Kooperation auch gelöst haben, weil wir den Einkauf dieser Waren selbst auch betreiben können.
00:26:01: Wir brauchen dieses Franchise was ja dann am Ende immer ein Obolus kostet.
00:26:05: Brauchen wir nicht mehr.
00:26:06: aber dann konnten wir eben auch den Namen nicht behalten und wir haben uns jetzt in der internen... Wir haben das ausgeschrieben innerhalb der Firma und haben Namensvorschläge eingeholt und wir sind uns für Kaffee inklusiv entschieden.
00:26:17: Ich denke, da muss man gar nicht viel zu erklären.
00:26:20: Das drückt alles aus!
00:26:22: Ich kann Ihnen jetzt nur nicht genau sagen wir haben jetzt Mitte Juno, ich denke das war diese Namensumwitmung bis spätestens Mitte Juli vollzogen haben werden auch mit einem neuen Schild an den Tür und dann kommen wir auf sie zu und machen einen schönen Artikel draus.
00:26:34: Aber es geht da auf jeden Fall weiter.
00:26:36: Es ist wirklich eine Einrichtung, wo wir gerne waren.
00:26:38: zum fünfjährigen waren wir da und zur Eröffnung sowieso und so weil's da einfach finde ich auch nett ist ne?
00:26:43: Und so ein Hauptbahnhof braucht ja irgendwie eigentlich sowas auch.
00:26:46: aber sie haben auch hinterfragt wann brauchen die Menschen das wirklich und haben so ein bisschen auch über die Öffnungszeiten nachgedacht.
00:26:52: Wir haben jetzt letztens darum komme ich auf den Bericht zu sprechen berichtet dass sich die öffnungen verkürzen, man könnte auch als Geschäftsführer sagen optimieren oder an Kundenbedürfnisse anpassen.
00:27:03: Aber am Ende ist es so dass sie am Nachmittag weggestrichen haben was ich als Journalist ja dann auch begrüße.
00:27:11: wenn das heißt wir haben da keine Kunden warum soll mal was offenhalten wenn da keiner kommt also insofern Er gibt das ja vermutlich Sinn, dass dann anzupassen.
00:27:19: Also es ist so... Das ist aber glaube ich in unserem ganzen Gespräch schon deutlich geworden.
00:27:23: also auch in der Sozialwirtschaft ist man massiv gezwungen sehr wirtschaftlich zu denken und in dem Fall alle Einnahmen der Produktion werden als Beschäftigtenlöhne wieder ausgeschüttet.
00:27:34: Das tun wir für die Menschen mit Behinderung nicht irgendwie das Unternehmen oder für den Geschäftsführer Und die Besucher zahlen wie das häufig so ist.
00:27:43: Jetzt hau ich mal einen raus, die sind ja oft in so einer gausschen Normalverteilung.
00:27:48: Es geht irgendwie ganz früh morgens mit wenigen los dann kommt irgendwann läuft es auf bis zu einem Pieck und dann flachts wieder ab.
00:27:55: Wir haben einfach die Randzeiten so ein bisschen abgekappt ist klar dass wir damit auch ein kleines Kundenpotenzial verlieren nämlich die wenigen die ganz ganz früh gekommen sind und die wenige die am Nachmittag gekommen sind.
00:28:07: aber das ist der Trick an solchen Maßnahmen.
00:28:10: Optimierung.
00:28:10: Sie haben es so schön gesagt dass man quasi achtzig Prozent oder neunzig Prozent des Umsatzes halten kann, aber die Personalkosten um dreißig bis vierzig Prozent senken können.
00:28:21: Das ist der Hintergrund.
00:28:22: Ich bitte hier im Podcast alle Bürger um Verständnis!
00:28:27: Wir müssen das machen, um da wirtschaftlich zu sein und den Menschen nicht indirekt ihre Beschäftigtenlöhne wegzunehmen
00:28:33: sozusagen.".
00:28:35: Und damit können Sie dann aber auch, weiß ich nicht, gewährleisten in Anfangstrichen.
00:28:39: Dass sie da bleiben über längere Zeit oder wenn Sie jetzt einen neuen Namen dran kleben und so können wir davon ausgehen dass die da noch ein paar Jahre
00:28:46: vor Ort sind?
00:28:47: Also der Wille ist auf jeden Fall da.
00:28:49: sehr geschickt nachgefragt Ich hatte es ja gerade schon gesagt, da muss sich natürlich hier also einem Tondokument was auch in einigen Jahren noch vorliegen wird sehr vorsichtig sein.
00:28:59: Wir haben uns jetzt eine Probephase von achtzehnten Monaten also anderthalb Jahren gegeben Und das ist dann wieder der kleine Vorteil in unserer Branche.
00:29:08: Uns reicht eine schwarze Null, wenn wir die erreichen und da sind dann die Beschäftigtenlöhne eben schon mit drin.
00:29:15: Dann werden wir es auf jeden Fall weiterführen.
00:29:16: ein ganz kleines Minus könnte man auch verkraften.
00:29:19: Man hat in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung immer kleine Bereiche, die auch ein bisschen im Minus laufen.
00:29:23: damit müssen andere halt im Plus laufen.
00:29:25: Das würden wir auch machen.
00:29:26: also wenn da jetzt nicht nach achtzehn Monaten rauskommt dass wir dann krasses Minus fahren und selbst dann würden nicht blind einstellen, sondern nach anderen Lösungen suchen.
00:29:35: Aber wenn das nicht rauskommt und es sollte nicht herauskommen dann sage ich hierzu dass wir nach unseren Kräften das so lange wie möglich da aufrechterhalten
00:29:43: Und auch da stimmt ja am Ende der Kunde mit den Füßen ab.
00:29:46: Ich glaube, viele brauchen das Angebot, wenn sie es gar nicht nutzen weil es ein Stadtbild prägend so ein bisschen ist und man keinen verwahrlosen Hauptbahnhof möchte.
00:29:56: Das ist ganz wichtig und darum sind viele einfach auch sehr dankbar.
00:29:59: Und ich glaube sogar aus dem Rathaus Bürgermeister oder auch der Chef vom Stadtmarketingallegienz Langsieben die haben geschwärmt die Frikadellen.
00:30:07: machen sie die Meter in der Mittagspause öfter mal rüber zum Cappuccino um sich die Fricadelle im Brötchen auch da abzuholen oder die dazu essen, insofern vielleicht kann man auch so sagen.
00:30:18: Die Leute stimmen ein bisschen mit den Füßen ab, ob sie das Angebot annehmen oder nicht?
00:30:22: Genau!
00:30:23: Man ist natürlich irgendwie eben determiniert durch die Anzahl der Leute, die die Bahn nutzen an diesem Standort.
00:30:28: von daher Begrenzt Kundenpotenzial da bekommen, aber ich sehe das genauso.
00:30:35: Es gibt ein
00:30:35: paar Neubauten ja auf der Nordseite.
00:30:37: Da werden ja seniorgerechte Wohnungen in Neubau hochgezogen so in ein zwei drei Jahren.
00:30:43: Gibt es vielleicht da Leute die nicht sehr mobile sind?
00:30:45: Aber ist doch vielleicht zum Hauptbahnhof Vordereingang auch noch schaffen.
00:30:50: Ich hoffe es und ich glaube auch unser Angebot, also wir haben da wirklich alles was man so mindestens als Bahnkunde oder vielleicht auch für andere benötigt sage auch in einer sehr hohen Qualität.
00:31:03: Ich würde mich auch mal ganz mutig aus dem Fenster lehnen und sagen, das Preisleistungsverhältnis ist bei uns besser als in einer üblichen, wenn ich hier vielleicht einmal mit der Bäckerei vergleiche.
00:31:11: also nichts gegen lokale Bäckereien überhaupt nichts.
00:31:14: aber wir legen glaube ich noch eine Scheibe Urst- und eine Scheibekäse mehr drauf und die Preise sind wahrscheinlich mal so gut zwanzig Prozent unter dem Marktniveau.
00:31:22: Das ist dann wieder der kleine Vorteil.
00:31:24: Ich glaube dass wir den Kunden da wirklich ein sehr gutes Paket bieten.
00:31:28: Träger solcher Beschäftigungsverhältnisse geraten aber auch unter Druck durch politische Entscheidungen, die dann oft auf einer ganz anderen Ebene getroffen werden.
00:31:38: Vielleicht auch müssen unter dem Spardruck den Bundesregierung ja auch auferlegt sich selbst auferlegt haben oder auferlegt bekommen.
00:31:47: Wie sieht das da aus?
00:31:48: Also jetzt komplett gesellschaftlich mal gedacht können wir uns solche Dinge, wie Menschen in Beschäftigung bringen die vielleicht nicht die Produktionsstandards erreichen.
00:31:58: Die man im sonstigen Kapitalismus so braucht?
00:32:02: können wir das uns auf Dauer in Deutschland noch leisten?
00:32:04: oder spüren sie als Geschäftsführer eine solchen Unternehmung auch dass da der Wind in eine andere Richtung weht Heute oder in Zukunft?
00:32:13: Also
00:32:14: jetzt stellen Sie mir wirklich eine sehr schöne Frage.
00:32:16: Die Frage ist, wie viel Zeit haben sie hier heute... Aber
00:32:20: wir reden jetzt nach einem Stunde!
00:32:21: Ich würde sagen zehn Minuten können wir uns mindestens.
00:32:23: Ja, wie lange ist Ihre Rolle die Sie im Bandrekorder haben?
00:32:27: Nein, heute läuft ja alles digital.
00:32:30: Ja Spaß beiseite das ist wirklich komplex.
00:32:33: ich versuche mal auf so einer mittleren Intensitäts-Ebene darauf zu antworten.
00:32:38: Also zum einen können wir, glaube ich sehr froh sein in Deutschland dass wir die Eingliederungshilfe haben und auch in dem Ausmaß wie wir sie haben.
00:32:45: Und auch insgesamt sage ich jetzt mal also egal wie rum ich mich jetzt drehe.
00:32:50: ich werde von irgendwem später dafür geöffnet werden.
00:32:55: Ich glaube die Finanzierung ist aktuell noch in Ordnung.
00:33:00: Das sind teilweise nicht dann Überlegungen.
00:33:02: Wie viele Menschen mit Behinderung hat man in Deutschland, wie viele Steuerzeiten, welches aufkommen hat?
00:33:05: Was wollen wir uns leisten?
00:33:06: Wir haben es gerade auch so schön formuliert wenn wir jetzt mal bei dem Thema Werkstätten bleiben oder Arbeit für Mensch mit Behinnerung obwohl wir ja auch das Thema Wohnen haben dann finde ich das System in Deutschland, was jetzt aktuell sehr stark kritisiert wird ist ein System auf das wir jahrzehntelang stolz waren.
00:33:25: Weil die Eingiedungshilfe von dem Niveau und vom Standard, den wir in Deutschland haben, das ist fast weltweit einmalig.
00:33:34: aber die Zeiten sind gekippt.
00:33:36: Man spricht von Inklusion man spricht jetzt eher davon naja ihr als große Anbieter, ihr haltet die Menschen eher zurück.
00:33:43: Das sehe ich aber anders.
00:33:45: Ich lade jeden ein und das meine ich wirklich wörtlich, uns mal an einem Werkstattstandort besuchen zu kommen wenn auch die kritischen Berichte im Fernsehen teilweise.
00:33:56: Es hat ja eine Sendung eines gewissen Herrn B., den mich ansonsten oft ganz witzig finde, auch wieder sehr kritische Töne gegeben vor Kurzem.
00:34:06: Aber da wird ein Bild von Menschen mit Behinderung erzeugt, was in der Realität nicht stimmt.
00:34:10: Wenn Sie bei uns in die Werkstatt reinkommen und schauen sich einen großen Montagebereich an dann werden sie sehen – ich dachte das mal so nüchtern, das kann man natürlich genau nicht beziffern.
00:34:18: aber das sind neunzig Prozent der Leute, die da sitzen, nicht in der Lage sind einen Normalgehalt irgendwo egal unter welchen Bedingungen auch in einfachsten Jobs zu verdienen.
00:34:30: Also stellen wir, und wir haben in Deutschland ein Recht auf Arbeit.
00:34:33: Und das finde ich persönlich ganz wichtig.
00:34:35: Das könnte ich ein bisschen weiter ausholen!
00:34:38: Als Hobbypsychologe, wenn Sie mal schauen im Bereich E-MATRAZIV jetzt Bürgergeld.
00:34:44: Wie viele andere Menschen zu Hause vereinsamen?
00:34:46: Woraus psychische Probleme dann?
00:34:47: psychosomatische Gesundheitsprobleme soziale Probleme Wenn das alles entsteht und das ist Teil davon dass in Deutschland ein Recht auf Arbeit ist Und das finde ich ganz wichtig dass man Zuhause rauskommt Dass die Leute einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen auch wenn sie vom Leistungsvermögen.
00:35:03: Sie hatten es eingangs mal gesagt Es sind manche leute die nach Rehfahrmaßstäben, die selbst diese Hundertdreisig Euro niemals ins Verdienen bringen würden.
00:35:14: Da würde man ja von außen sagen mein Gott wie geht das denn?
00:35:16: Aber es sind Menschen dabei mit schweren Behinderungen, die vielleicht in der Lage sind an einem Tag zwei Kartonschrauben zu verpackten wo wir dann pro Karton fünf Cent bekommen.
00:35:25: also die erwirtschaften noch nicht mal diese Hundertreißig Euro und wenn man das sieht Dann ist es aus meiner Sicht viel wichtiger all diesen Menschen über einen geregelten Tagesablauf über eine sinnstiftende Tätigkeit das anzubieten und das würde ich in keinem Fall abschaffen wollen.
00:35:40: Das haben wir uns über Jahrzehnte erkämpft.
00:35:42: Ist aber
00:35:43: sehr teuer, ne?
00:35:44: Also man könnte die ja auch einfach... ist ganz gemein!
00:35:47: In heim sperren so wie vielleicht vor hundert Jahren und sie tauchen in der Gesellschaft dann irgendwie nicht auf oder vielleicht sogar einfach in der Familie.
00:35:55: früher wurden ja Menschen mit Behinderung also sehr viel früher auch schon mal versteckt.
00:35:59: Einfach weil man sich dafür vielleicht schämte wenn man jetzt ein Kind mit Down-Syndrom hatte.
00:36:06: und ich finde es auch großartig, dass wir von diesen Zeiten lange, lange, lang weg sind.
00:36:11: Aber das ist ja auch ein Gesellschaftsmodell, das es gegeben hat unter diesem gesetzlichen Bedingungen heute nicht mehr geht zum Glück aber ist ja günstiger.
00:36:20: also...
00:36:21: Also das haben Sie jetzt gesagt!
00:36:25: Wenn ich das gesagt hätte, dann würde mir jetzt sofort per E-Mail meine Kündigung zugestellt.
00:36:29: Da hätte ich auch die falsche Branche erwischt... Aber natürlich!
00:36:33: Ich bin nicht blind, auch nicht als Vorstand einer Stiftung oder als Geschäftsführer der Werkstätten beispielsweise.
00:36:41: Natürlich ist die Eingliedungshilfe relativ teuer und die Kosten sind wie viele Kosten in den letzten Jahren auch explodiert.
00:36:49: Das hat in den Werkstätten jetzt nicht mehr mit steigenden Fallzahlen.
00:36:52: Wir hatten jahrzehntelang steigende Fallzahlen, das ist vor ein oder zwei Jahren zum Erliegen gekommen.
00:36:57: die Fallzahl sinken aber die Kosten pro Fall durch Tarife, durch steigene Löhne.
00:37:03: wir hatten Jahre wo im angestellten Bereich durch den Sozial- und Erziehungstarif einige Menschen acht bis zehn bis zwölf Prozent Geilsteigung in einem Jahr erfahren haben seit den Menschen die da arbeiten für uns und andere Träger gegönnt.
00:37:18: Aber es hat die Sache natürlich unglaublich teuer gemacht.
00:37:21: Und das darf man sich schon fragen, es ist nur ein gewisser Widerspruch da aktuell denn wir bleiben jetzt wieder mal bei den Werkstätten obwohl das gilt auch für die sogenannte soziale Teilhabe worunter Wohnen auch fällt und Freizeitangebote soll immer individueller gefördert werden.
00:37:38: Das finde ich persönlich auch gut.
00:37:41: Aber da muss man sich auch dann ernsthaft die Frage stellen.
00:37:44: Wenn ich einen Gruppenleiterschlüssel von eins zu zwölf beispielsweise bezahle, wie soll diese Person zwölfe Leute jeden Tag einzeln fördern?
00:37:54: Also wenn ich mehr Individualität in der Förderung will brauche ich mehr Geld und nicht weniger Geld.
00:37:59: Und das ist ja die Realität.
00:38:01: Das ist auch nicht böse gemeint gegen die die Kostenträger.
00:38:03: was hier in NRW die beiden Landschafts die große Landschaftverbände sind Die können ja auch nichts dafür Die werden ja über die Kommunen und Schädtere finanziert.
00:38:11: Und diese Diskussion verfolge ich sehr aufmerksam, also das ist nichts Persönliches hier... Geld sparen müssen an jeder Ecke und an jedem Ende.
00:38:19: Mich umsonst hat die Stadt ein Haushalt von minus fünfzig Millionen, die Stadt Castro-Brauxel.
00:38:23: aber da geht's Städten.
00:38:24: Sie haben in Mörs gearbeitet sie wohnen im Büro rundherum ja nicht anders.
00:38:28: ganz genau deswegen.
00:38:30: das muss man berücksichtigen.
00:38:31: es ist dann nur ein bisschen schade.
00:38:33: man weiß dass und es wird schwieriger Verhandlungen werden schwieriger Steigerungsraten werden niedriger wo jeder absehen kann selbst Die bestehende Personaldecke kann auf die nächsten Jahre, Jahrzehnte nicht mehr gehalten werden.
00:38:45: Aber dann auf der anderen Seite eine deutlich höhere Individualisierung zu fordern – das ist so ein bisschen eine nicht ganz ehrliche Diskussion und da würde ich mich freuen wenn man diese ein bisschen einstellen würde und einfach sagen würde okay wir können euch in den nächsten Jahren etwas weniger Geld zahlen und das ist dann vielleicht gesellschaftlich auch gewünscht oder mindestens nötig und ich glaube dass den meisten Menschen mit Behinderung immer noch gut geht, aber dann darf ich die Träger der Leistung wie wir sie sind nicht quasi immer weiter antreiben.
00:39:16: Dann noch mehr machen zu müssen für immer weniger Geld das ist so ein bisschen unfair an der Sache.
00:39:22: da müssten Sie denn also auch nochmal mehr Lobbyarbeit wahrscheinlich machen dass es auch Teil ihres Jobs.
00:39:27: sie haben aber trotzdem Pläne und Ideen also die auch nach vorne gehen.
00:39:31: also sie wollen sich dem Wenn Sie sich die Bausubstanz so angucken, mancher Liegenschaften dann haben sie da auch Herausforderungen aber auch Ideen wie Sie die angehen.
00:39:41: Sie wollen was machen.
00:39:42: vielleicht können Sie dann zu einfach nochmal einen positiven Blick nach vorne etwas sagen?
00:39:47: Ja also ich hatte ja wir haben uns ja vorher auch ganz kurz unterhalten und ich hatte überlegt mich einige Dinge sehr positiv formulieren kann.
00:39:57: Also es ist schon so dass die Webole im Moment mal vor Herausforderung steht.
00:40:03: Das hat auch glaube ich jeder mitbekommen, der selbst sogar nur die Tageszeitung gelesen hat.
00:40:10: Ich will da jetzt gar nicht einzelne Dinge wieder nennen, die schon oft genannt worden sind.
00:40:13: Wir sind gerade auf einige wirtschaftliche oder nicht-wirtschaftliche Angebote eingegangen.
00:40:18: also für uns steht das Jahr sixundzwanzig erst mal im Zeichen der Konsolidierung.
00:40:22: Wir schauen wirklich überall hin und überlegen was ist nötig?
00:40:27: Und was viel wichtiger ist – Was hilft unserem
00:40:30: Kernzweck?!
00:40:32: nämlich Hilfen für Menschen mit Behinderung.
00:40:35: Von daher würde ich da mal das positive ansetzen, wir werden jetzt dieses Jahr ein bisschen konsolidieren und im nächsten Jahr werden wir uns viel massiver wieder auf unsere Kernarbeit fokussieren die in Teilen dann vielleicht nicht so außenwirksam ist wie irgendwo eine schöne Cafeteria meint wegen irgendeiner Geschäftsstraße oder sonstwo sondern die nach innen gerichtet bedeutet.
00:40:59: Wir wollen uns viel mehr wieder um die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung kümmern, wir wollen versuchen mit dem Personal was wir haben eine bessere Förderung und Reha hinzubekommen uns tatsächlich ein bisschen mehr mit vorhandenen Mitteln um den einzelnen wieder zu kümmern.
00:41:18: Und wir wollen auch schauen perspektivisch, das kann ich natürlich keinen Zeitpunkt nennen.
00:41:23: Aber dass wir bald wieder erste kleine Steigerungsbeträge in der Werke zahlen können.
00:41:29: Wir wollen schauen, dass war finanziell uns ein kleines bisschen jetzt konsolidieren.
00:41:33: um eben Sie haben die Bausubstanz angesprochen Das ist ja bei der Wehwohle so ein bisschen Fifty-Fifty.
00:41:37: Sie haben gerade den Ehrenpark angesprochen zum Beginn des Gesprächs.
00:41:40: Das ist wirklich sehr ordentlicher Bau in einem guten Zustand aber leider auch welche sind aus den Sechzigern und siebzigern des letzten Jahrhunderts.
00:41:48: Da müssen wir einiges investieren, aber dafür müssen wir jetzt konsolidieren um dann ab siebenzwanzig PöA-Pö zu investieren und das wollen wir uns jetzt langsam besser aufstellen, aber das Allerwichtigste ist ich sage mal in welchem Gebäude die Arbeit mache ist fast egal.
00:42:02: es geht um den Menschen.
00:42:04: der Mensch soll im Vordergrund stehen die Wünsche sollen im vordergrund stehen und was im Bereich Arbeiten halt wichtig ist mehr Außenarbeitsplätze generieren.
00:42:13: Wir stellen jetzt einen Vertriebsmitarbeiter ein, wir haben unsere sogenannten Jobcoaches die auch Kontakte herstellen.
00:42:19: Haben wir jetzt mit neuen Aufträgen versehen?
00:42:21: Wir wollen mehr Außenarbeits Plätze haben!
00:42:22: Wir wollen das.
00:42:23: Fünfzig, Sechzig, Siebzig Leute von unseren Neunhundert draußen in Firmen arbeiten auf Arbeitnehmer ähnlichen Verhältnissen, weil das die Leute einfach stolz macht.
00:42:32: Das ist auch der Zweck zu dem wir angetreten sind und wenn hoffentlich dann das ein oder andere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis dabei rauskommt, dann sind wir ganz stolz.
00:42:40: Das wäre unser größtes Ziel.
00:42:42: Okay, das ist also dieses individuelle Ziel hat man mit einigen Ihrer Klienten dann auch.
00:42:46: Das können Sie auch erfüllen und da können sie auch stolz auf irgendwelche Errungenschaften vermutlich sein?
00:42:51: Ja
00:42:51: genau im Moment.
00:42:52: wie gesagt wir haben glaube ich gerade knapp dreißig Außenarbeitsplätze hier durchaus auch bei namhaften Firmen in Herne und Kastrop.
00:43:00: aber dass wollen wir wirklich massiv steigern.
00:43:02: und die Vermittlungen Letztes Jahr haben wir leider keine geschafft, davor das Jahr hatten wir glaube ich zwei.
00:43:08: Das ist natürlich irgendwo auch ein ganz schwieriges Feld.
00:43:10: Das wird auch manchmal in der öffentlichen Debatte so ein bisschen falsch verstanden.
00:43:14: wie ich so eingangs sagte die Menschen haben ja nicht ohne Grund eine ärztliche Anerkennung und einen Anrecht auf dann Mitarbeiter in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zu sein.
00:43:25: wenn das nicht so wäre ja dann könnten wir alle auf ein sozialversicherungspflichtiges Vermitteln.
00:43:29: aber so ist es nun mal nicht.
00:43:30: von daher bleibt es ein sehr sehr geringer Prozentsatz Und das ist eines unserer wichtigsten Ziele auch in Vereinbarung mit dem Kostenträger natürlich.
00:43:38: Also die Herausforderungen sind wirklich groß, bereuen Sie es manchmal schon nach einem Jahr hierher gekommen zu sein?
00:43:43: eigentlich Herr Lattenkamp oder sagen sie genau das wollte ich eigentlich und das ist Teil meiner Aufgabe und das gehe ich mit Leidenschaft an?
00:43:50: Ja
00:43:51: zweiteres also ich bin glaube ich insgesamt kein Mensch der den Großartig bereut.
00:43:59: So ein Wechsel hat natürlich immer bringt gewisse Herausforderungen und von außen können sie auch nicht ganz genau ablesen, an welchem Punkt eine Unternehmung steht.
00:44:10: Da hatte ich – jetzt durch den Weggang der Kollegen sind Personalressourcen, die wir jetzt aber noch mal was nachbesetzen wollen.
00:44:18: Das macht alles nicht einfacher.
00:44:21: Aber ich bin grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch in so einer Situation anzutreten, die nicht ganz so einfach ist und wo man dann eben auch wirklich helfen kann.
00:44:35: Wo man auch sieht dass die Dinge die man jetzt bewegt das kann ich nach elf und ein halben Monaten schon sagen, dass sie auch schon erste Wirkung zeigen und da hoffentlich kann ich dann vielleicht den einen oder zwei Jahren stolz sagen dass wir den Turnaround geschafft haben auch wieder Sachen mit einer größeren Auswirkung machen, also von daher überhaupt kein Bereuen.
00:44:56: Ich bin eher so ein Typ dann der die Herausforderungen voll annimmt und ja es ist eben dann auch schön was bewegen zu können.
00:45:05: das spüre ich jetzt schon und teilweise.
00:45:08: naja nicht jeder ist in einer Konsolidierungsphase zufrieden.
00:45:11: aber ich nehme das so wahr dass auch in der Mitarbeiterschaft nicht durch die leichtesten Zeiten gehen, trotzdem auch viel positive Resonanz kommt und sagt ja wohl da ist jetzt jemand der hat sich der Sache voll angenommen.
00:45:25: Und jetzt geht es nach vorne.
00:45:27: Nach vorne!
00:45:28: Darüber müssen wir jetzt unbedingt noch sprechen.
00:45:30: Sie hatten Ziele und Ihr Ziel war den Feierabendlauf unter twenty-fünf Minuten zu meistern.
00:45:37: Jetzt muss man dazu sagen das ist keine fünf Kilometer Strecke sondern eine Vier Komma sieben irgendwas.
00:45:43: Da wird auch Rechnung getragen.
00:45:44: Dem Punkt, dass das ein inklusiver Lauf ist und da hat mir der Veranstalter Wolfgang Heller gesagt, dass man die Strecke nicht auf fünf Kilometer ausweiten konnte weil sonst Menschen mit Behinderungen, mit Rollstühlen und so nicht hätten teilnehmen können.
00:45:59: Also, also, vier Komma sieben Kilometer unter twenty-fünf Minuten.
00:46:01: Das Ziel haben Sie bei Weitem erreicht und sind mir weggelaufen.
00:46:05: selbst ich habe fast die fünfundzwanzig geschafft.
00:46:08: Sie waren irgendwas mit, weiß nicht?
00:46:10: Ein zwanzig oder... Nee,
00:46:11: so schnell war ich dann nicht!
00:46:12: Wenn ich richtig auf die Uhr gucke, da war es in den Dreiundzwanzigvierzig.
00:46:16: Also jetzt... Aber ich persönlich war wirklich zufrieden.
00:46:20: Ich habe dann aber auch erst später erfahren dass die Strecke gar nicht genau fünf
00:46:23: ist.
00:46:23: Darum war ich auch ein bisschen sauer und andere haben auch gesagt man hat einen Mogelt ja hier und so.
00:46:28: Aber ich hab das dann am Ende nach dem Gespräch mit Herrn Heller nachvollziehen können, dass man da auch Rücksicht nimmt Zu einem schönen Happening, zu einem Event das inklusiv funktioniert wo also Leute mit und ohne Behinderung gemeinschaftlich Sport treiben können.
00:46:43: Wie sieht es denn eigentlich aus?
00:46:44: Also das war ja ein Erfolg dieses Ding!
00:46:47: Haben wir das nächstes Jahr wieder
00:46:48: Herr Langekamp
00:46:50: oder war's das dann mit dem zweiten Kastropferfeierabendlauf?
00:46:54: Also ich persönlich für mich war es die erste Veranstaltung Ende Mai oder Juni letzten Jahres war, da war ich ja noch nicht dabei.
00:47:03: Deswegen hatte ich auch im Vorfeld gesagt zu Herrn Heller und auch Herrn Langsieb hier von Kastrop Weil dann habe ich jetzt auch etwas besser kennengelernt, die ich beide sehr schätze.
00:47:14: Wir werden uns morgen sehen zu so einem Nachtreffen.
00:47:18: Also wenn es nach mir geht... Ich bin auch leidenschaftlicher Läufer!
00:47:22: Nicht so wie ich.
00:47:23: Ich hab einfach nur einmal einen Lauf gemacht.
00:47:26: Ja, ich habe ja trotzdem meine Ziele für nächstes Jahr noch höher gesteckt.
00:47:30: Man muss bedenken, hatte ich erwähnt.
00:47:33: Ich hatte wirklich mit dem hartnäckigen Husten vorzukämpfen.
00:47:36: Da darf man nicht laufen wochenlang und wir hatten an diesem Tag... Sie erinnern sich glaube ich üblich über dreißig Grad, das war ja unheimlich schwül.
00:47:41: Ich glaube ein Dreißig grad selbst um achtzehn oder fünfzehn als wir dann ja losgelaufen sind.
00:47:47: also ich sag mal ein Minütchen ist da noch drin nächstes Jahr ohne Husten und nicht bei dreißzig Grad obwohl dass natürlich auch das haben sie richtig gesagt darum geht es hier eigentlich gar nicht.
00:47:56: Das ist jetzt eher so ein persönliches Ding für mich.
00:48:01: Wir werden uns morgen zusammensetzen, werden eine Nachbetrachtung machen.
00:48:03: mir hat die Stimmung super gut gefallen.
00:48:05: das hat mir total viel Spaß gemacht.
00:48:08: Ich werde das, was wir da von der WWL bereitgestellt haben.
00:48:12: Bin ich gerne wieder bereit mit einzubringen und wahrscheinlich sogar mehr.
00:48:16: Ich werde morgen hören, was Herr Heller und Herr Langsiem sagen.
00:48:18: Ich gehe davon aus, dass es nächstes Jahr weitergeht.
00:48:20: Ich hoffe auch, dass war die Läuferzahl.
00:48:22: Wir waren jetzt bei etwas über sechshundert.
00:48:24: Startjahr, glaube ich, dreieinachtzig hat mir jemand gesagt.
00:48:27: Also, ich wäre froh, wenn wir nächste Jahr vielleicht achthundert Leute kriegen würden.
00:48:31: Dass wir noch ein bisschen was drumherum machen, dass vielleicht noch ein wenig spannender wird.
00:48:34: Das ist vielleicht auch nochmal mehr Menschen mit Behinderung schon überlegt die umliegenden Träger mal anzuschreiben, dass sie vielleicht so Teams stellen.
00:48:41: Da kommt ja überhaupt nicht auf die Zeit an!
00:48:43: Das war eine richtig bunte... spaßige Veranstaltungen draus machen, wo für jeden was dabei ist.
00:48:49: Wo wir vielleicht auf unserem Gelände auch noch ein paar kleine andere Dinge dann anbieten können.
00:48:53: also ich freue mich drauf.
00:48:54: Ich bin sehr gespannt ob das Gespräch morgen und ja ich hoffe ich hoffe Sie trainieren jetzt nicht so stark!
00:49:00: Ich möchte Ihnen gerne nächstes Jahr wieder weglaufen.
00:49:03: Ja das werde ich jetzt nicht verraten.
00:49:05: Auf jeden Fall bin ich wenn es eine Neuauflage gibt wieder dabei weil das hat wirklich super viel Spaß gemacht.
00:49:12: Dieser Werbeblock, den habe ich hier gerne noch mit drin.
00:49:15: Es war jetzt nicht für Sie immer bequem in diesem Gespräch aber diese Bequemlichkeit will ich Ihnen schon gönnen.
00:49:20: Herr Lattenkamp Ich weiß nicht vorm Gespräch waren sie ein bisschen...ich sag mal in Anführungsstrichen aufgeregt weil es für Sie der erste Podcast und dann im Prinzip auch Liveinterview-Termin
00:49:30: war.
00:49:31: Wie war's jetzt?
00:49:32: Im Nachgang war ich zu nett War es für Sie okay?
00:49:37: War ich zu aggressiv, war ich zu... wie war's so?
00:49:40: Ja und alles gut.
00:49:42: Ich bin ganz entspannt.
00:49:44: Würden sich jetzt vielleicht auch die Kollegen in der Firma nicht wundern, die wissen lasst den Ladenkamm bei uns reden kommen dann ist alles gut.
00:49:51: Nein!
00:49:52: Es war schön, es war definitiv nicht zu kritisch.
00:49:55: Ich hatte mich innerlich noch auf ganz andere Sachen eingestellt.
00:49:58: Nein, es was schönes war angenehm.
00:50:00: Ich finde es auch schön, über diese Sache zu reden.
00:50:03: Man kann nicht genug darüber reden.
00:50:05: über unseren Auftrag das was wir da jeden Tag für die Menschen tun und vor allen Dingen unsere insgesamt Werken, hatte ich ja gesagt, zweihundert Mitarbeiter aber insgesamt dreihundertsiebzig Mitarbeiter im Wohnen und in der Verwaltung die sollen nicht unerwähnt bleiben.
00:50:17: Das ist eine tolle Sache und auch die rund twelvehunderte Menschen die wir betreuen.
00:50:22: ich glaube dass sie Freude an der Arbeit haben ein schönes Zuhause haben Dass die zufrieden sind, dass die Sachen machen können machen können.
00:50:31: Das ist so der Antrieb und das kann ich auch jedem nur sagen, dass das wirkt auch.
00:50:36: Trotz der ganzen Arbeit gehe ich in der Regel an neun von zehn Tagen sehr zufrieden nach Hause weil ich weiß ja Menschen geäufen die sich nicht in allen Lebenslagen selbst helfen können.
00:50:45: Es macht sehr zu frieden und ist ansporn zugleich.
00:50:48: Danke für Ihre schönen, insgesamt offenen Worte und vielen Dank für Ihren Besuch bei uns im Podcast Arndt Lattenkamp von der Weewollee.
00:50:55: Auch Sie verabschiede ich so wie alle Gäste hier aus unserem kleinen Studio mit einem herzlichen Glück auf!
00:51:01: Ja danke und gerne wieder!
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