Spezial: "Rabenmutter" oder Karriefrau?
Shownotes
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00:00:02: Podcast.
00:00:02: Das Spezial!
00:00:08: Es ist März, und wir sind wieder versammelt für einen Podcast in anderer Form, nämlich ein Spezial.
00:00:17: Und zwar war Ende Februar der Gender-Pay Day oder Equal Payday, so heißt es richtig und der weist auf eine Gender-Pay Gap hin.
00:00:26: Das hört sich jetzt alles sehr englisch an und ein bisschen kompliziert.
00:00:29: vielleicht haben einige unserer Hörer das auch noch nicht gehört.
00:00:32: Ich lasse mir das heute erklären.
00:00:33: ich bin Tobias Weckenbrock und begrüße euch recht herzlich vor allem aber begrüßt sich hier heute im Studio Uta Fendt aus Castro Brauchsel.
00:00:41: herzlichen willkommen.
00:00:42: Herzlich Willkommen bei Wecken Brock.
00:00:44: Liebe Frau Fendt, Sie haben mir eine Mail geschickt und zwar einfach so weil dieser Equal Payday war.
00:00:52: Vielleicht können sie mal einmal erklären warum Sie dann an die Redaktion eine Mail schickt haben?
00:00:57: Und warum Sie sich ein bisschen für diesen Tag interessieren bzw auch ins Gespräch gebracht haben?
00:01:03: Ja mich interessiert das Thema besonders weil ich ja schon Also ich war schon als Jugendlicher, als junge Frau immer sehr persönlich daran interessiert.
00:01:11: Möglichst das gleiche Einkommen wie mein Partner zu haben.
00:01:13: Hab das allerdings früher nie so thematisiert.
00:01:15: Ich komme aus Ostdeutschland und für mich war das eher ein normaler Umstand dass Männer und Frauen arbeiten gehen, dass sie Vollzeit arbeiten, dass ihr ungefähr das Gleiche Geld nach Hause bringt Und ich bin dann in dem Jahr zwei Tausend Sieben also Ende zwei tausend sieben Nach Castro Brauchsel gekommen und war sehr überrascht Wie anders es hier alles ist und habe viele Frauen einfach auch erlebt die Ja, die sie sehr beschwert haben über fehlendes Geld.
00:01:38: Gleichzeitig wurde ich persönlich sehr stark angegriffen wie es mir wagen könnte Vollzeit arbeiten zu gehen mit so einem kleinen Kind und... Ich habe mich immer gefragt damals noch nicht so mit wissenschaftlichen Datenfakten sondern warum ist das so anders?
00:01:53: Warum ist diese Erlebenswelt der Frauen so anders?
00:01:55: Und was ist das für eine Aggression, die mir gegen... Wie soll ich sagen entgegen gebracht wurde.
00:02:01: Ich hab das in der Kita stark erlebt mit Abholzeiten, wo ich irgendwie fünfzehn oder sein sollte, was natürlich überhaupt nicht möglich war.
00:02:09: Oder in der OGS-Abholzeite, die mit Vollzeitberufstätigkeit einfach nicht gehen.
00:02:14: Ich wurde als Rappenmutter bezeichnet ... Was hat man mir noch so gesagt?
00:02:19: Wie kann man mit einem kleinen Kind arbeiten gegen Geschweige und Vollzeitarbeiten gehen?
00:02:23: Und ich habe mir immer gesagt, warum wollen die Frauen haben die nicht das Bedürfnis nach Beteiligung?
00:02:29: an einem ganzen Berufstätigkeit oder ein eigenem Einkommen.
00:02:33: Damals habe ich mir die Frage erst mal so gestellt, ich war allerdings tatsächlich sehr ausgelastet und hab mich dann nicht weiter darum gekümmert weil ich bin einfach meinen eigenen Weg gegangen.
00:02:42: Okay das ist jetzt gefühlt zehn?
00:02:43: Oder Sie haben gesagt zwei tausend sieben kamen Sie her!
00:02:45: Das hat sich ja dann erst für Sie so ergeben dass jetzt fast achtzehn Jahre.
00:02:50: Zu welchem Ergebnis sind Sie heute gekommen in der Zeit?
00:02:54: Also ich kann jetzt erstmal für mich persönlich sprechen.
00:02:56: Ich habe natürlich mich davon nicht abbringen lassen, weil für mich war das immer selbstverständlich.
00:03:00: Dieses ganze Thema Berufstätigkeit, ich hab weitergemacht, hab auch mal einen guten Karriereweg gegangen.
00:03:06: Meine Tochter ist mittlerweile jetzt auch... Die wird jetzt zwanzig im Juni und ich denke dass auch sie mit einem E-Technikstudium einen guten Weg genommen hat.
00:03:15: aber Ich habe immer wieder erlebt, in Interviews beispielsweise.
00:03:18: Ich bin beruflich Personalberaterin und führe sehr viele Interviews mit Leuten.
00:03:22: Und ich habe wirklich sehr verrückte Antworten bekommen auf Fragen, warum es ein Mann im Interview wollte, für die Stelle einfach nicht möglich.
00:03:35: Ich habe ihn dann gefragt, warum er unbedingt diese Euro verdienen möchte?
00:03:39: Er meinte zu mir, wir haben Haus und Kind!
00:03:43: Und ich habe damals noch, ich war frisch in Castro Brauxel zurückgefragt.
00:03:48: Na und deine Frau?
00:03:49: Was ist mit der Frau?
00:03:50: Ja die kann doch nicht arbeiten gehen, die muss sich doch um Haus und Kind kümmern!
00:03:53: Also solche Sachen hab' ich häufig erlebt auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch Mütter, die mir gesagt haben sie wollen nicht arbeitengehen weil wenn man schon ein Kind hat müssen Sie sich komplett drum kümmern da muss man auch zu Hause bleiben.
00:04:05: und das waren so viele Welten.
00:04:06: Ich muss zugeben... Ich hab's am Rande erlebt und hab mich nicht so wirklich, also auch nicht politisch drum gekümmert.
00:04:13: Ich habe es mir aber jetzt seit letztem Jahr ein bisschen mehr, seit ich jetzt auch bei den Grünen bin auf die Fahnen geschrieben das Thema noch ein bisschen öffentlicher zu machen.
00:04:22: Okay genau vielleicht hake ich da einmal einen Sieg kamen für uns aus wie Phoenix aus der Asche.
00:04:27: Wir hatten schon mal per E-Mail Kontakt Da hatte ich sie aber noch gar nicht so offen schirm.
00:04:31: als jemand der sich hier in einer Stadtgesellschaft politischer einbringt Das tun sie.
00:04:36: zum Kommunalwahlkampf waren sie plötzlich eine der Spitzenleute, der neuen oder erneuerten Gruppe die sich da richtig einbringt.
00:04:45: Das sind ja auch ältere Leute, die so ein bisschen in die zweite oder dritte Reihe zurückgetreten sind wie die Werkliste zum Beispiel oder auch andere aus Altersgründen jetzt nicht mehr so viel machen.
00:04:56: Sie sind da vorangetreten und das war ihr Antrieb dabei?
00:05:00: Oder nur einer von mehreren?
00:05:03: Nein, das war nicht der Hauptantrieb.
00:05:05: Das war ein Thema da, was ich jetzt mitnehme.
00:05:07: Das Thema Gleichberechtigung und finanzielle Unabhängigkeit.
00:05:09: Der Antrieb waren ganz andere.
00:05:10: Ich war als Kind schon sehr politisch immer.
00:05:14: Ich komme aus einem politisch sehr angespannten Elternhaus.
00:05:16: Mein Papa war tatsächlich auch im Gefängnis in der DDR Und wir haben dadurch sehr viele Diskussionen zu Hause gehabt über den Sinn und uns in der DDR.
00:05:23: Also es war tatsächlich... politisch geprägt, weil er war nicht sehr systemkonform.
00:05:28: Das habe ich so mitgenommen, aber relativ früh mein erstes Kind bekommen.
00:05:32: direkt im Studium konnte mich dadurch überhaupt nicht mehr um das Thema Politik kümmern ging nicht.
00:05:36: Mit wieviel Jahren sind Sie?
00:05:37: Ich
00:05:38: war gerade zwanzig geworden.
00:05:39: ja also das war schon früh am ersten zweiten Semester und es war einfach keine Zeit.
00:05:45: Ich hab mich dann um Kind ums Studium umarbeiten gekümmert.
00:05:48: später kam dann mein zweites Kind noch in Ostdeutschland zur Welt.
00:05:53: Als Corona anfing, habe ich das erste Mal überlegt mit, du willst wirklich was machen?
00:05:57: Du kannst dich die ganze Zeit noch zugucken.
00:05:59: Wie die Welt untergeht, wollte ich gerade sagen.
00:06:02: Gerade Richtung AfD ist ja immer mehr erstarkt und dann kam Corona allerdings dazwischen und irgendwann ... Ich glaube es war der Herbst... Als die Ampel-Regierung dann so ist, es war alles dort zur Praurin.
00:06:14: Jetzt ist Kindesgroß, Arbeit läuft und jetzt kannst du dich wirklich mal drum kümmern.
00:06:19: Und dann kam natürlich eins zum anderen.
00:06:21: Ich bin im Dezember dahin, wirklich den Grünen beigetreten.
00:06:25: Dann kam Selim um die Ecke und sagte Uta ... Mensch, wir stellen jetzt das Radsteam auf.
00:06:30: Selim Korkuta ist jetzt Fraktionsvorsitzender und der ist noch ganz jung gerade einen Zwanzig, glaube ich, Student im Lehramt.
00:06:37: Okay, der hat dann schon Leute eingesammelt quasi?
00:06:40: Ja,
00:06:40: der Selim ist ja wunderbar!
00:06:41: Der ist sehr aktiv auch und er hat ein sehr positives Bild auch mir aufgezeigt dass es funktioniert.
00:06:47: weil ich war am Anfang skeptisch.
00:06:48: Ich sagte, ich bin frisch bei den Grünen komplett frischende Politik und dann direkt in den Rat.
00:06:52: Ich habe das erst mal als völlischen Nonsens abgetan Aber er hat mir das dann wirklich auch mal aufgezeigt, was es zeitlich bedeutet.
00:06:59: Wie ob dass das realistisch ist?
00:07:00: Dass es machbar ist.
00:07:01: und ich habe dann gesagt okay Ich kann jetzt gestalten und mitmachen oder ich muss halt nochmal fünf Jahre warten.
00:07:08: Okay Das also unser kleiner Schlenker zu den Grünen Darum sollte ja heute gar nicht gehen.
00:07:14: darum stelle ich dahingehend auf keine weiteren Fragen.
00:07:16: Ich fand aber interessant so dieses Alte Rollenbild spielt ja in vielen Köpfen von älteren Menschen hier im Westdeutschland irgendwie auch eine Rolle.
00:07:26: Also wenn ich jetzt auf meine Mutter gucken würde, da hätte er auch genau das gesagt, die war alleinerziehend mit drei Kindern und hat auch gesagt für die Kinder zuständig und konnte das irgendwie machen mit Großeltern, Schwiegereltern.
00:07:39: Und so dass wir Kinder trotzdem betreut waren und sie auch noch ihre Freiheiten hatte und dass wir das auch finanzieren konnten.
00:07:47: also sie ist es auch nicht arbeiten gegangen und sagt ja als ich habe drei Kinder bekommen dann bin ich erst mal dafür zuständig.
00:07:53: hast du ein Verständnis auch für diese Perspektive auf das Thema?
00:07:56: oder würdest du sagen irgendwie ne da waren wir eigentlich in der DDR weiter als die Menschen in Westdeutschland.
00:08:03: Also ich habe totales Verständnis bis zu einer bestimmten Generation, weil es einfach mal so geprägt war.
00:08:10: Das Wertebild ist weitergegeben worden von den Eltern zu den Kindern.
00:08:13: Ich habe da totales Verständnis, ich hab mir fehlt das Verständnis irgendwann ab einer bestimmten Generation, die dann einfach auch die Möglichkeiten schon hatte.
00:08:21: und dann sagt man wieso machen?
00:08:23: Die sich abhängig von ihren Männern... also ich würde niemals auf die Idee kommen, mich von irgendwem nur abhängigs zu machen!
00:08:30: Wenn es mir irgendwie gelingen würde, würde ich als Ziel sehen dass man das eben nicht sagt.
00:08:34: der Mann versorgt mich
00:08:36: Würde denn deine Kinder sagen, Mama war nicht für uns da?
00:08:42: Nee.
00:08:43: Mit einem Sohn ist es schon sehr groß jetzt.
00:08:45: Für den war das auch Normalität.
00:08:47: Er ist in Ostdeutschland groß geworden der Sohn.
00:08:48: Der ist jetzt thirty-fünf.
00:08:50: Da hat er's ja gar nicht anders kennengelernt als dass alle Mütter arbeiten gehen.
00:08:55: Bei der Tochter habe ich schon eher Probleme gehabt in einer Grundschule weil sie natürlich den Vergleich hatte mit den Müttern die zu Hause waren.
00:09:02: Das waren ja fast alle, wo zu Hause gekocht wurde und dann habe ich einen entsprechenden Kritik bekommen.
00:09:06: Wieso ich denn zuhause nicht kochen würde?
00:09:08: Und wieso meine Brutto sind nicht so schick dekoriert ist oder warum ich kein Kuchen backe usw.
00:09:15: War das dann für sie nicht viel stressiger als für die anderen auch?
00:09:19: Also haben Sie die nicht ein bisschen beneidet, dass die sich vielleicht auf Dinge fokussieren können wie eine schöne Brotdose packen.
00:09:25: Weil eigentlich ist es ja auch ein bisschen DNA einer Mutter, die sich um ihr Kind kümmert oder?
00:09:31: Keine Ahnung!
00:09:33: Vielleicht fühlt man sich schlecht.
00:09:34: Ich meine jetzt ihre Perspektive daran.
00:09:36: Natürlich habe ich mich auch schlecht gefühlt in dem Moment und das war ein Gefühl, was ich aus Deutschland nicht kenne.
00:09:41: Das Gefühl hatte ich nie.
00:09:42: Das hab' ich hier plötzlich bekommen in diesem Konkurrenzdruck.
00:09:45: Ich hab's aber dann ausgeplendet und hab gesagt naja im Endeffekt ist es ja... ...ist es ja auch eine gute Sache, einfach gutes Vorbild zu sein für die eigenen Kinder, ne?
00:09:55: Das war mir wichtig und meine Tochter sagt mir dass heute, die ist jetzt lieber zwanzig im Juni, die sagt mal wie dankbar sie ist, dass ihr das so kennenlernen durfte dass es eben auch einen anderen Weg gibt und dass es ein Weg zur Unabhängigkeit gibt.
00:10:06: Warum ist Ihnen das jetzt wichtig, auch im Gespräch mit mir darauf noch mal hinzuweisen auf diesen Equal Payday?
00:10:14: Was können denn Frauen... tun, also die sich vielleicht in ähnlicher Weise dann angegriffen fühlen von anderen.
00:10:20: Oder hat sich das eigentlich jetzt total gewandelt?
00:10:24: Wir haben viel mehr OGS-Plätze, Ganztagsschulen alles, vielmehr im Ganztak, die Kitas bis sechzehn Uhr oft und so... Hat sich das in Westdeutschland, sprich hier in Kasverbrauch ist es jetzt auch gewandelt und es gibt eigentlich viel mehr Beschäftigung unter Müttern.
00:10:39: Also mein Eindruck ist, wenn ich jetzt die letzten achtzehn Jahre Retrospektive betrachte, dass es das deutlich verbessert hat.
00:10:45: Als ich damals hierher kam habe ich also keine U-Zwei Betreuung gefunden, also keine Vollzeitbetreuung.
00:10:50: Ich musste dann auf eine Tagesmutter ausweichen.
00:10:52: Da muss sich wirklich nochmal der Caroline Lorck danken, die sich damals schon extrem für mich eingesetzt hat.
00:10:56: Die Arbeit sind bei der Stadtverwaltung
00:10:58: Ja ja, genau!
00:10:59: Die war wirklich super, denn wir haben uns letztens wieder getroffen und sie hatten mich gleich gefragt.
00:11:04: Das war wirklich toll wie sie mir da unter die Arme gegriffen hatte auch um da was zu finden.
00:11:08: gehört habe jetzt deutlich besser geworden mit der Betreuungssituation, gerade in Kastrop.
00:11:13: Ich kenne andere Beispiele von Bohrhumm und Dortmund wo es nicht so gut läuft und das ist hier schon sehr viel besser.
00:11:18: Okay also Betreuungssituation hat sich gebessert.
00:11:21: für diese Mütter ist auch mein Empfinden ja selbst auch in dem Business unterwegs mit meiner Familie.
00:11:28: insofern kann ich da ein bisschen mitreden.
00:11:31: wie ist das jetzt aber mit der Bezahlung?
00:11:33: Jetzt hatten sie ja gesagt, und das sagen auch die Zahlen.
00:11:36: Wir haben jetzt zusammen nochmal reingeguckt.
00:11:38: dieser Equal Pay Day der beanstandet dass im Prinzip Frauen im Beruf zu sechzehn Prozent schlechter bezahlt werden als Männer wenn man alles... wie haben wir das noch mal eroiert?
00:11:51: Wenn man alle Berufszweige, alle Berufsgruppen mit einbezieht also einfach dadurch unterm Strich Du bist weiblichen Geschlechts, also verdienst du sechzehn Prozent weniger als der selbe Mensch, der männlich geschlechts ist.
00:12:04: Das wirkt irgendwie ungerecht.
00:12:06: oder wie empfindest du das jetzt?
00:12:09: diese Pay Gap?
00:12:10: Diese Lücke in der Bezahlung?
00:12:13: Ich meine es.
00:12:13: ich hatte ein paar Ursachen und die Ursachen würde ich kurz mal erläutern wollen.
00:12:17: Ja gerne!
00:12:17: Das eine ist natürlich wenn man jetzt mal die gelernten Rollenbilder rauslassen dass die Frauen von sich aussagen sie wollen nicht arbeiten gehen.
00:12:25: da haben wir natürlich ganz schöne Ausfallzeit.
00:12:28: Diese Ausfallzeit kann man nicht mehr wirklich kompensieren über die gesamte Dauer der Zeit, weil man fällt praktisch.
00:12:34: Wenn man so mal eine typische Absolventin von einer Hochschule ist, dann geht das mal arbeiten und macht Karriere, verdient vielleicht sogar dasselbe Geld in dem Moment.
00:12:44: zum Teil ganz gut ausgeglichen, fällt dann aber auswägen Elternzeit und kommt Teilzeit wieder.
00:12:48: Dann hat man so eine starke Lücke die kann man nicht mehr aufholen.
00:12:50: das ist fast unmöglich
00:12:51: für die
00:12:52: Rentenpunkte und auch diese Dyselone-Lücke die sind einfach tatsächlich da.
00:12:56: wir haben so ein Fall jetzt gerade auch auf der Arbeit dass Mädel weigert sich.
00:13:00: ich habe gesagt kommen doch wieder kommst du teils halt wieder wenigstens teilzeit sie will aber nicht macht
00:13:04: den Mutterschutz direkt oder nach drei Monaten
00:13:07: zwei Jahre komplett zu Hause bleiben.
00:13:10: Das sind die Fragen, gut man kann die Leute jetzt auch nicht überreden.
00:13:12: Aber es ist auf jeden Fall dass diese lange Ausfallzeit wirklich ein großes Problem.
00:13:17: dann kommen die Frauen im Regelfall auch nicht Vollzeit wieder sondern maximal Teilzeit und das in Lücken.
00:13:22: die kann man nicht schließen.
00:13:23: Dann haben wir das Berufswahlprobleme, dass eben von vornherein ein großer Teil der Frauen in soziale Berufe gehen Die halt schlechter bezahlt sind.
00:13:32: grundsätzlich erst mal Das ist ein großes Thema und ich glaube auch, dass das Thema Ehrgattensplitting wird wahrscheinlich auch dazu führen.
00:13:39: Dass die Leute sich mehrfach überlegen, lohnt es sich, dass die Frau arbeiten geht?
00:13:43: Und so viele Dinge spielen dann eine Rolle – das kann man gar nicht über einen Kamm scheren!
00:13:48: Sondern es sind so viele Systemfähle aus meiner Sicht, die dazu führen, dass man hinterher eben diese Lohnlücke hat...
00:13:56: Dann müssten sie ja die Mütterrente, also so ein Paradigma der CSU, die das durchkämpft.
00:14:01: Das kostet unheimlich viel Geld für die Rentenkassen glaube ich aber ist so ein Steckenpferd dafür sein, dass man auch während der Mütterszeit, während der Erziehungszeit dann irgendwie ihren Rentenanwaltschaftspunkte weiter sammelt oder?
00:14:18: Naja, ich würde mal sagen für die Frauen von bestimmten Generationen Das hatten wir vorhin das Thema einer, da glaube ich schon dass es sinnvoll ist dort solche Modelle zu schaffen weil muss aus Betreuungsgründen oder aus anderen Gründen nicht anders ging.
00:14:30: Ich glaube aber für die bestimmten jüngeren Generationen würde ich das nicht noch unterstützen, dass die Frauen zuhause bleiben wie ich persönlich jetzt.
00:14:40: Jetzt hatten sie gerade angesprochen.
00:14:42: Sie hatten da eine Mutter, die gerade Mutter wird und sagt nö ich bleib zwei Jahre zu Hause ist doch eigentlich schön wenn sie das als ihre gesellschaftliche Aufgabe auch empfindet sich jetzt um das Kind zu kümmern.
00:14:52: eigentlich oder?
00:14:53: Natürlich auf der anderen Seite kann man sagen gut gebe ich an Profis ab.
00:14:56: nach sechs Wochen lasse ich das Kind von andern fremd erziehen und gar nicht so wie ich es gerne hätte lieber von acht bis sechsten Uhr mal in die Betreuung stecken.
00:15:03: Das ist so diese Gegenposition Ich weiß nicht.
00:15:06: haben sie dafür Empfangsantenne, ich meine sie kennt das halt eben aus der DDR dann eben nicht so.
00:15:14: Aber also ich kann... Ich habe dadurch durchaus weiß ich nicht dass eine Mutter oder eine Frau auch als gesellschaftliche Rolle empfindet ihren eigenen Nachwuchs groß zu ziehen und mit den eigenen Wertebildern komplett auszustatten und nicht nur von sechzehn bis zwanzig Uhr und morgens von sieben bis acht.
00:15:35: Natürlich muss ich das akzeptieren, dass es solche Leute gibt.
00:15:37: Man muss auch jeder für sich individuell am Ende entscheiden.
00:15:42: Es darf nicht passieren und das habe ich häufig in Interviews erlebt, dass die Frauen da mit fünfzig alle darstellen und sagen, hätte ich mal gemacht?
00:15:48: Hätte ich einmal gemacht!
00:15:48: Dann wenn die Kinder größer sind dann kommen die große Depressionen, dann gucken sie sich ihre Rentenbescheide an, vielleicht fällt der Mann aus verschiedensten Gründen aus als Versorger.
00:15:57: Das wird ja auch häufig gebracht, da mein Mann versorgt mich... kann krank werden, der kann sich eine andere Frau suchen beispielsweise.
00:16:03: Fast passiert alles.
00:16:04: und diese Risiken abzufedern, das sollte man eigentlich wirklich immer auf dem Schirm haben auch als Frau und damit muss ich da... Das ist Gleichberechtigung für mich, echte Gleichberechthigung!
00:16:16: Viele sagen auch Frauen trauen sich vielleicht gar nicht so sehr zu wenn sie jetzt mit dem Geschäftsführer eines Unternehmens sprechen über die eigene Einstellung so hoch zu pokern wie Männer das vielleicht tun?
00:16:27: Wenn es um Gehaltsverhandlungen geht stimmt das?
00:16:30: Das kann ich komplett bestätigen.
00:16:32: Ich hatte in meiner Arbeit mal so einen ganz interessanten Fall, ich hatte eine Stelle als Projektmanager zu vergeben und hat da jemanden aus meinem, den ich kannte, ne Frau die war wirklich gut ausgebildet gute Erfahrung und habt dann ein Mann parallel im Gespräch gehabt.
00:16:44: das war herrhoch interessant weil ich sie wirklich beide gut kannte hatten identische Ausbildung identische Berufserfahrung.
00:16:50: es war alles gleich.
00:16:52: er sitzt im gespräch beim Gehalt.
00:16:53: naja ich will setz dich tausend Punkt ohne weitere Worte die frau Das wäre schon toll.
00:17:01: Es steht mir wirklich zu und die hat sich zwanzigmal gerechtfertigt für diesen Preis, und ich habe noch vorher mit ihr trainiert wie man das macht, dass man das einmal sagt und einen Punkt da stehen lässt.
00:17:10: Und nichts weiter diskutieren!
00:17:12: Das ist glaube ich ein großer Punkt.
00:17:13: Das hab' ich auch mühsam selber trainieren müssen tatsächlich.
00:17:17: Wir haben häufig wie Frauen an der Stelle... Ich glaube, dass wir unseren Wert an der Stelle häufig nicht so klar formulieren, wie es eigentlich gut wäre.
00:17:26: Wie sind wir denn da jetzt gesellschaftlich unterwegs aus Ihrer Sicht?
00:17:30: Jetzt weiß man ja von gerade linksliberalen Parteien wie den Grünen oder auch der SPD, die auch gewerkschaftsnah und da sind immer schon auch imanzipierte Frauen am Werk gewesen.
00:17:40: Gerade in diesen Parteien!
00:17:42: in den anderen vielleicht auch.
00:17:43: Wir haben auch Bundesministerin, Landesministerinnen von anderen Parteien wie der CDU und so aber da natürlich verstärkt.
00:17:50: das sind auch oft die Wahlkampfthemen oder die Themen mit denen sie nach vorne gehen.
00:17:54: als Grüne, als SPD finden Sie dass sich da in Deutschland vieles zum Guten wendet?
00:18:00: Reicht das noch nicht?
00:18:01: an welcher Stelle stehen wir aus Ihrer Sicht?
00:18:04: Also ich würde sagen... Ich würde es tatsächlich damit immer... Da haben wir wirklich eine Teilung in Deutschland immer noch.
00:18:10: ne weil die ostdeutschen Frauen an der Stelle tatsächlich Die haben ja die Vorbildrolle von ihren Müttern, was überhaupt nicht in Frage gestellt wird.
00:18:17: Das erlebe ich auch heute noch in Interviews, wenn ich aus solchen Frauen interviewe...
00:18:21: Also wir haben mehr Ellbogen?
00:18:23: Nee,
00:18:23: die machen einfach!
00:18:24: Die machen ihren Studium und ziehen das durch.
00:18:26: Sie bekommen ihre Kinder und machen trotzdem Karriere.
00:18:28: Das Thema gibt's da gar nicht.
00:18:30: Ich hab letztens wieder zwei aus meiner alten Heimatstadt Dresden gehabt.
00:18:34: Wird gar nicht thematisiert.
00:18:35: Das hast du hier viel stärker.
00:18:36: Und das
00:18:37: haben wir immer noch.
00:18:38: Also neunundachtzig ist jetzt schon irgendwie lange her.
00:18:42: Das trägt sich also von der Generation über die nächste Generation weiter.
00:18:45: Also gehört habe ich tatsächlich, dass es mittlerweile da auch ein bisschen zunehmend, dass einige doch eher mal zu Hause bleiben?
00:18:51: Wie viel Prozent das sind weiß ich nicht!
00:18:52: Aber ich merke hier auch eine sehr positive Entwicklung.
00:18:55: Ich kann jetzt immer nur für die IT-Branche sagen weil das ist das wo ich halt aktiv bin und das sind durchaus positive Entwicklungen bei einigen Frauen doch schon Es ist noch nicht so in der Menge, weil ich habe viele Interviews jedes Jahr.
00:19:09: So dass es das ganz gut referenzieren kann.
00:19:11: Aber das verbessert sich schon stark.
00:19:15: Wie haben Sie das jetzt geschafft da zu sein wo sie sind?
00:19:17: Also Sie stellen ja... Sie suchen Leute für, wenn ich's richtig verschaue, Sie suchen Personal für IT-Unternehmen, sind also im Gespräch mit Geschäftsführung oder Auftragnehmer dort aber dann auch in der Hoffnung, dass die Auftragenehmergeber bei Ihnen dann auch fündig werden was Personal angeht.
00:19:35: Das ist durchaus auch eine leitende Stelle, würde ich jetzt mal so sagen.
00:19:41: Ich bin ja auch Geschäftsführerin
00:19:42: von
00:19:43: der Seite her.
00:19:43: Wie sind Sie das geworden?
00:19:45: Also einfach Ihr Ding durchgezogen oder?
00:19:47: Tatsächlich
00:19:48: Ja!
00:19:48: Ich habe es gemacht und ich bin aber auch ein sehr leistungsorientierter Mensch Und durch diese hohe Leistung bin ich da hingekommen.
00:19:55: Das, was immer ein Karriere-Rad gibt und steht, baut eine Netzwerke auf.
00:20:00: Habe ich nie gemacht, weil ich keine Zeit hatte dafür!
00:20:02: Ich habe einfach gute Leistungen gebracht.
00:20:05: Diese Leistung hat mich dahin gebracht.
00:20:07: Und tue Gutes und rede drüber.
00:20:09: Das kann ich auch schon immer gut.
00:20:11: Inwiefern?
00:20:12: Also muss man direkt ne Xing-Seite, musste man schnell mal haben damals oder das ist ja auch schon eher Netzwerken.
00:20:17: Oder musste man bei Facebook die besten Posts machen über... Heute ist es LinkedIn, da muss man ganz toll schreiben, was man alles erreicht hat.
00:20:25: Trotzdem, Work-Life Balance
00:20:27: noch dabei.
00:20:27: Ich meine mehr so innerhalb des Unternehmens auch, wo ich gearbeitet habe.
00:20:30: Ich hab sehr viel immer viele große Projekte angestoßen.
00:20:33: Ich habe mal vor vielen Jahren bei G-Data gearbeitet im Buch und da konnte ich das nicht zu dem Zeitpunkt.
00:20:38: Das habe ich mir aber von den Männern abgeguckt wie es geht.
00:20:40: Also man muss wirklich viel beobachten.
00:20:42: die jetzt erfolgreichen Menschen.
00:20:44: was machen sie denn richtig?
00:20:45: Und irgendwann habe ich das komplett adaptiert.
00:20:47: Habe gesagt ist ganz als Frau doch genauso.
00:20:49: Was machen die dann richtig?
00:20:50: Da machen wir jetzt hier Beratung für Menschen, die auch Karriere machen wollen.
00:20:54: Was muss man tun?
00:20:55: Also auf alle Fälle erst mal richtig... also erstmal soll man in dem Job sein, den man liebt und den man gern tut.
00:20:59: Das sollte man... also das habe ich für mich wirklich verinnerlicht!
00:21:02: Ich mache das.
00:21:03: was meine Leidenschaft ist, ist Personalbeschärfung, dass sollte man als Erstes raus aussuchen.
00:21:08: Dann finde ich es sehr wichtig wirklich einen guten Job zu machen viel Leistung zu bringen, aber das ist meine persönliche Motivation.
00:21:14: Dass ich sage ich muss möglichst viel erreichen und auch den Kunden wirklich verstehen indem was er braucht.
00:21:20: Das ist übrigens was, was ich auch bei den Grünen gerne mit rüber tragen möchte.
00:21:24: Dass man wirklich nicht irgendwelche worgen-kokoksame Projekte macht sondern wirklich was wird wirklich benötigt?
00:21:29: Was ist langfristig?
00:21:30: Was funktioniert noch?
00:21:31: Ich war immer sehr sehr pragmatisch habe tatsächlich mein Netzwerk bis schon aufgebaut.
00:21:36: zu den richtigen Leuten also so einigermaßen aus.
00:21:40: Da würde ich mal sagen aus Frauenperspektive es würde noch besser gehen.
00:21:44: Also muss man nach oben auch schleimen.
00:21:45: oder wie kommt man dann... Drüber
00:21:47: sprechen, immer wieder drüber sprechen.
00:21:49: Wie fern?
00:21:49: Immer wieder sich ins Gespräch bringen Themen Leute ansprechen einfach in Kontakt gehen mit anderen und darüber reden was man tut.
00:21:57: Ist man dann nicht der Gefahr, so eine Selbstdarstellerin oder auch so eine Nervtante zu sein?
00:22:04: Die irgendwie immer sagt, guck mal, können wir denn dies nicht?
00:22:07: und dann sagt der Chef wieder.
00:22:08: Nee dafür haben wir keine Zeit.
00:22:09: oder die Chefin ... Na ja,
00:22:10: so viel sollte man das jetzt auch nicht.
00:22:12: Es gibt da Menschen, die das gerne etwas übertreiben.
00:22:14: Das hab ich jetzt nie gemacht aber zum geeigneten Zeitpunkt war ein schönes Projekt, mache ne schöne Idee und die dann wirklich umsetzen und darüber sprechen.
00:22:22: Darüber einfach einen kleinen Artikel schreiben Kollegen drüber sprechen mit Multiplikatoren.
00:22:28: Ich glaube, dass das Netzwerken sehr wichtig ist...
00:22:31: Und dafür hatten Sie ja keine Zeit, haben sie gesagt?
00:22:35: Das Netzwerk innerhalb des Unternehmens gelingt auch während der Arbeitszeit.
00:22:39: Es gibt noch das Netzwerk außerhalb, wo man abends in irgendwelchen Launches zu bringt oder so.
00:22:46: Das habe ich tatsächlich nie gemacht also.
00:22:49: Was würden Sie jetzt einer jungen Frau und Mutter in Castrobrauch zu raten?
00:22:53: Ich meine, man kann das schwer sagen.
00:22:54: Aber für alle ist es ja auch immer eine sehr persönliche Sicht wie man am besten weitermacht.
00:23:01: aber sie würden schon sagen wenn du einen guten Job hast der dir auch Spaß macht dann kehre möglichst schnell dahin zurück und bringe das mit der Kinderbetreuung anderweitig irgendwie ein Einklang.
00:23:12: Ja weil da gibt's doch Rechenbeispiele.
00:23:14: viele sagen immer auch die Kinder betreuung die kostet so viel.
00:23:16: aber wenn man rechnet was man verliert Wenn man nicht arbeiten geht, versus diese Kinderbetreuungsbeiträge und ganz von Rentenpunkten abgesehen ist das natürlich ein Gap den man gar nicht mehr aufholen kann.
00:23:28: Und ich finde, Kinder sollten immer in Umgebung rein, dass sie nicht nur von einer Mutter betreut werden sondern wirklich eine vielfältige Umfeld haben auch den Partner einbinden.
00:23:37: Ich finde es so was von wertvoll Männern in der Erziehung dabei zu haben weil die haben nochmal einen ganz anderen Umgang mit dem Spielen Und ganz anderen Blick auf, wie gehe ich mit Situationen um?
00:23:49: Das können Männer manchmal ganz anders und viel besser als Frauen.
00:23:53: Weil sie halt viel zu abgelenkt sind von anderen Dachen.
00:23:56: Ich glaube dass diese Angst vor Fremdbetreuung die muss raus.
00:24:00: Dieses Schöne-Frempbetreuungen ist schön.
00:24:01: es gibt neue Aspekte eine ganz andere Vielfalt von Einflüssen.
00:24:05: Ich hätte vieles gar nicht machen können mit meiner Tochter weil ich es gar nicht kann schlicht weg.
00:24:10: Das hat dann der Opa oder mein Mann gemacht, was ich nicht kann.
00:24:13: Diese eigenen Defizite einfach ausgleichen mit den anderen Menschen.
00:24:18: Ich glaube das ist es wichtigst du schnell wieder rein?
00:24:20: Nicht so eine lange Pause!
00:24:21: Ich habe meine Studie gemacht in Jena dass ein Ausfall bei einem halben Jahr relativ untramatisch ist.
00:24:27: ab dem Jahr wird es kritisch, dann wird man auch häufig ersetzt vom Arbeitgeber.
00:24:31: Also
00:24:31: trotz Elterngeld und so, da spielt er eigentlich gar keine Rolle alles oder?
00:24:34: Weil ich meine, da kriegt man ja im Prinzip auch ein bisschen was ersetzt von dem, was man an eigenen Ausfällen hat.
00:24:41: Ja, aber was ich gehört hab von den Frauen mit Elterngeld bei mir gab's das ja damals noch nicht.
00:24:46: War dass es schon eine ganz schöne Lücke ist, was dann wirklich überbleibt.
00:24:49: Man muss es hinterher auch nachversteuern und da kommt ja auch noch ein Problem drauf.
00:24:53: Das heißt, das sind Steuerlasten und man hat weniger Rentenpunkte als wenn man arbeiten gehen würde.
00:24:57: Und das alles so zusammen, würd' ich sagen... ...und es ist ne totale Inspiration weg zu sein von zu Hause.
00:25:04: Zurückzukommen!
00:25:04: Richtig Zeit, richtige Wienerliche ist immer Qualitätszeit mit dem Kind zu haben.
00:25:08: Das Maximal auszukosten kann man häufig gar nicht, wenn man ganz nach Hause ist.
00:25:12: Weil du dann auch keine Lust mehr hast für die ganzen Haustätigkeiten.
00:25:15: und es gibt Kinder Inspirationen von draußen.
00:25:18: Die sind häufig sehr genervt auf die Mütter.
00:25:20: Habe ich viel so erlebt ne?
00:25:21: Okay!
00:25:22: Und der Gedanke das Kind kommt um sechzehn Uhr, ist dann irgendwie auch müde hat den ganzen Tag da Trouble gehabt... ...und dann ist es irgendwie auch zu müde um Zuhause noch was zu machen.
00:25:31: oder ich meine abends um zwanzig Uhr ist dann irgendwann auch der Ofen aus,
00:25:36: d.h.,
00:25:36: das Zeitfenster ist ja doch recht kurz noch zu gestalten, aus meiner Sicht jetzt oder aus der Sicht von Kritikern auch.
00:25:43: Ach nee also gerade die sechzehn Uhr ist ja in der Zeit da kann man doch alles Mögliche machen.
00:25:48: Sehr schön!
00:25:49: Ich finde das total spannend.
00:25:51: ich mag auch immer Leute die Perspektiven einbringen die ich so vielleicht nicht habe oder nicht unbedingt teile aber dennoch mit Argumenten unterfüttern und ich find das spannend.
00:25:59: was bei mir noch so hängen geblieben ist natürlich dass es hier irgendwie gewisserweise auch ein Business Gespräch geht.
00:26:06: Es dreht sich schon viel um Geld.
00:26:09: Natürlich sind wir über Equal Pay hier eingestiegen, aber Eltern würden vielleicht auch sagen, Geld ist gar nicht alles!
00:26:16: Ich verzichte freiwillig auf dieses Geld und habe eine Zeit mit meinem Kind das erste und zweite Lebensjahr vielleicht.
00:26:23: die bringt mir nie einer zurück und da sch... ich doch auf das Geld.
00:26:29: Ja gut, das muss man natürlich, ich muss mir das respektieren wenn die Menschen das so entscheiden.
00:26:32: Wir dürfen nur hinterher nicht jammern ne?
00:26:34: Ich sitze fünfzehn Jahre später auch härtig mal, ne?
00:26:37: Das hab' ich eben zu häufig erlebt.
00:26:39: auf der einen Seite und ich finde... ...habe ich es auch unseren Grünen gesagt als ich angetreten bin.. ..ich bin für Wirtschaftlichkeit total,
00:26:47: ne?!
00:26:48: Ich sage, man muss die Dinge die man haben müssen finanzieren können!
00:26:51: Ihr Gehter von uns muss das, er muss seine Rechnung bezahlen können Und man kann auch nur Dinge machen die man finanziert kann Und das ist häufig eine ganz große Einschränkung, wo man eben in die Abhängigkeit geht.
00:27:01: In der starke Abhängigkeit und da kann ich jetzt nur... am Ende muss es ihr selber wissen.
00:27:07: aber es ist natürlich auch ein schönes Gefühl wenn man sich gewisse Dinge leisten kann und da nicht auf den Euro-Treimer rumdrehen muss und hinterher dann vielleicht eine größere Abhängigkeiten noch kommt.
00:27:19: Aber vielleicht ist das auch ne ausdeutsche Sorge Keine Ahnung.
00:27:22: Das sagt Uta Fendt und ich bin total dankbar, dass sie heute bei mir zu Gast waren.
00:27:27: Ich fand es total spannend ihre Perspektive auf das Thema hier mal einbringen zu können Und ich bleibe auch dabei.
00:27:33: jeder muss am Ende für sich selbst betrachten Aber man kann natürlich mit guten Argumenten für beide Seiten dennoch vielleicht selbst einfach Vielleicht für sich zu einem besseren Ergebnis kommen.
00:27:44: in diesem Sinne ganz herzlichen Dank für ihr debutbesuch hier bei uns im podcast am mikrofon.
00:27:48: Ich hoffe Sie haben dich ganz wohl gefühlt.
00:27:51: Oder habe ich zu sehr gegrillt, Frau Fenn.
00:27:53: Nein,
00:27:54: alles gut!
00:27:55: In dieser Sinne herzlich Glück auf!
00:28:01: Dankeschön!
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