Spezial: Inside JVA Meisenhof
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer aktuellen Spezialfolge unseres Podcasts.
00:00:11: Endlich mal wieder ein Thema für eine gute halbe Stunde, würde ich mal tippen wo wir ganz intensiv eintauchen und wo wir zwei Gäste bei uns im Podcaststudio haben.
00:00:20: Und die kommen beide von der JVA Kastro Brauchsel in Ickern bekannt auch als der Meisenhof und die stellen sich jetzt einmal vor
00:00:29: Mein Name ist Dennis Stokken, ich habe frisch geheiratet.
00:00:32: Herzlichen
00:00:33: Glückwunsch!
00:00:33: Ich
00:00:35: bin Sozialarbeiter jetzt im siebten Jahr
00:00:38: und Sie sind?
00:00:39: Ja mein Name ist Marc Marin, ich bin fifty-fünfzig Jahre alt, nehme in der JVA Kastrop Rauchsel die Aufgaben des Pressesprechers
00:00:46: und des
00:00:47: Ausbildungsleiters da und freue mich heute hier sein zu können.
00:00:50: So der eine, wir sind ja hier nur auf der Tonspur.
00:00:52: Der eine hat ne Uniform an also ein Justizhemd mit den Schulterklappen und einer Krawatte mit ner krawatten Nadel sogar die Jacke hängt hier an der Garderobe und der andere ist in Zivil da.
00:01:03: vielleicht fangen wir mal mit dem Zivilisten an, dem Sozialarbeiter.
00:01:07: Wir haben uns ja kürzlich getroffen im Tierheim Und unser Besuch im Tierheim basierte darauf dass dort Heftlinge ehrenamtlich helfen Beim Tierschutzverein Castro Brauxel, um dort die Anlagen in Ordnung zu halten und sich um die Tiere zu kümmern.
00:01:21: Das hat unheimlich eingeschlagen unsere Geschichte über die Personen, die da tätig waren.
00:01:26: Wie ist das so im Nachgang bei Ihnen eigentlich rezipiert worden?
00:01:29: Super!
00:01:30: Also einfach nur gut.
00:01:32: Ich war da ganz stolz drauf auch weil alle Kollegen da supergut mitgemacht haben.
00:01:38: Wir sind damals...das ist ja schon fast ein Jahr her.
00:01:42: also im April kam ich zu den zu dem Tierheim und habe den eben geschrieben, dass wir da so eine Idee haben.
00:01:50: Und dementsprechend haben sich auch ganz viele Gefangene eben gemeldet, dass sie sich ehrenamtlich engagieren.
00:01:55: Das heißt die Gefangenen haben in der Regel ja auch ein bisschen Zeit.
00:01:59: Die wollen ihre Zeit ja auch irgendwie so ein bisschen sinnvoll gestalten sodass wir dann auch damit angefangen haben erst mal zusammen mit Bediensteten zum Tierheim zu gehen, sodass ich irgendwann über Monate das so eingeschlichen hat, dass wir tatsächlich bis zu fünfzehn Gefangene aktuell auch haben.
00:02:20: Die da regelmäßig hingehen also zweimal die Woche.
00:02:23: Steht dann nicht eigentlich immer die Gefahr, dass sie abhauen?
00:02:26: Also eigentlich sind die ja inhaftiert Straftäter, die eine Haftstrafe absitzen und das ist wahrscheinlich so.
00:02:32: die erste Frage, die man sich als normaler Bürger der sich mit dem Thema gar nicht auskennt stellt oder?
00:02:37: Ja natürlich gute Frage!
00:02:39: Also letztendlich ist da bis jetzt noch nichts passiert.
00:02:43: Die sind auch, erstmal sind das gelockerte inhaftierte Männer.
00:02:47: Also die wurden schon in Vollzugsplankonferenzen vorgestellt.
00:02:51: Das heißt sie waren mindestens ein paar Wochen schon bei uns.
00:02:54: Sämtliche Fachdienste und Kollegen haben sich den jeweiligen Mann schon angeguckt Und wenn die Person dann auch schon gelockert ist erst dann kommt er überhaupt erst mal in die Frage behaupte sich auch ehrenamtlich zu engagieren.
00:03:11: Okay Vielleicht gehen wir mal einmal auf dieses Gelockerte ein.
00:03:15: Was bedeutet das?
00:03:16: Also, wir haben ja hier keinen geschlossenen Vollzug in Kastro-Braukse sondern eine Haftanstalt im offenen Vollzug.
00:03:22: Vielleicht können Sie einmal erklären was das bedeutet.
00:03:24: Ja also Offener Vollzug im Vergleich zum geschlossenen Vollzug stellt ja quasi auch indem sie schon eine Lockerung da.
00:03:32: Wir sind ja völlig andere Rahmenbedingungen für den gefangenen untergebracht sind.
00:03:36: Das heißt Die bewegen sich relativ frei auf dem Gelände unserer Anstalt, erledigen viele Dinge eigenverantwortlich selbstständig.
00:03:44: Und das ist auch etwas worum es da im Wesentlichen geht dass wir sowas vermitteln natürlich auch einen Hinblick auf eine anstehende Entlassung um den Übergang in Freiheit zu erleichtern.
00:03:52: was ich in anderen Vollzugsformen häufig so nicht darstellen ist einfach aufgrund der hervorraglichen Sicherungsmaßnahmen die dann zwingend notwendig sind.
00:04:02: das heißt viele Insassen sind dann entsprechend auch fremdbestimmter Und das lässt sich im offenen Vollzug auch steigern da entgehend, dass es Möglichkeiten gibt Ausgänge wahrzunehmen.
00:04:13: Also das heißt zeitlich befristet die Anstalt zuverlassen um Sozialkontakte zu pflegen zum Beispiel regelmäßig nach Arbeit nachzugehen.
00:04:22: Auch ein ganz ganz wichtiges Kriterium Dass wir sagen so einen Arbeitsplatz erhalt enorm wichtig auch für die Zeit danach absolut schützenswert aus unserer Sicht.
00:04:31: Darüber hinaus Wochenendeausgänge, wo man auch wirklich dann bei der Familie quasi die Zeit verbringt.
00:04:36: Auch über Nacht ist aber immer, wie mein Kollege gerade auch erwähnt hat eine Einzelfallentscheidung basiert immer auf Erfahrungswerten und natürlich auf formalen Kriterien.
00:04:45: das heißt Wir gucken bei jedem Einzelnen, der sowas beantragt oder auch dafür in Frage kommt und das wäre halt auch so ein Einsatz im Tieramt oder grundsätzlich irgendwo im ehrenamtlichen Engagement.
00:04:58: Wie hat sich die Person bisher verhalten?
00:04:59: Was steht hier auch im Raum?
00:05:01: Auch dass Delikt spielt natürlich eine Rolle.
00:05:04: Was geht da vielleicht möglicherweise für einen Risiko von so einer Person aus?
00:05:07: Und wie hat sie sich hier gegeben?
00:05:10: So tauschen uns da aus mit allen Beteiligten, die mit dementsprechenden Menschen zusammenarbeiten und treffen dann letztendlich eine Prognoseentscheidung ganz klar, aber schon faktenbasiert.
00:05:21: Das heißt sowas wird sicher nicht irgendwie nach kürzester Zeit ermöglicht bei jemanden der uns jetzt noch fremd ist.
00:05:30: Das heisst nur um mal einmal so auf das Tatbild oder Tata-Bild zu schauen Sie haben jetzt nicht nur Leute die Taschendiebstahl gemacht haben sie haben auch Deliktgruppen dabei Was Kapitalverbrechen oder Ähnliches angeht?
00:05:42: Oder wo spielt sich das so ungefähr ab in der Range.
00:05:45: Genau, also im Regelfall ist es so dass wir im offenen Vollzug die Masse der Insassen, dass es da eher um geringfügige Delikte geht.
00:05:52: aber genau wie sie gesagt haben letztendlich findet man auch die gesamte Bandbreite wieder weil wir auch Menschen erproben oder konkret auf eine Entlassung vorbereiten die möglicherweise schon lange Haftstrafen verbüßt haben aber da halt auch immer unter dieser Voraussetzung einer intensiven Prüfung im Vorfeld.
00:06:12: Aber um das vielleicht leichter verständlich zu machen, man muss sich ja immer vor Augen führen dass so eine Haftzeit bei den meisten eben endlich ist und da versuchen wir natürlich auch das auszuschöpfen was möglich ist im Vorfield sonst gehen die Leute irgendwann so oder so raus und dann muss man sich natürlich auch ja vor Augen führen oder auch hinterfragen wer wird entlassen?
00:06:31: Was haben wir bis dahin erreicht?
00:06:33: in eine völlig andere Lebensrealität zu entlassen, also die Jahre vorher kennengelernt hat.
00:06:41: In einer Form, die überhaupt nicht an die Lebensverhältnisse in Freiheit orientiert ist oder so das bringt erfahrungsgemäß natürlich nichts.
00:06:48: Das
00:06:48: heißt die sind schneller wieder da?
00:06:52: Völlig überfordert.
00:06:53: dann in dem Moment weil wir den natürlich auch vieles abnehmen und klar sie sind bei uns in einem sehr kontrollierten begleiteten Erprobungsfeld sage ich mal und auf einmal auf sich alleine gestellt.
00:07:04: Also es ist ganz wichtig, dass man sowas auch vermittelt.
00:07:07: Also
00:07:07: fängt an mit Alltagsbewältigung also morgens pünktlich aufstehen, Frühstücken essen im Kühlschrank haben, sich was kochen und zur Arbeit gehen wenn es Arbeit gibt oder weiß nicht Ämtergänge wahrzunehmen Behördengänge Papierkram zu erledigen all diese Dinge die lästig Alltag sind für Menschen die in Freiheit leben Ganz normales Doing.
00:07:26: aber für Leute die in der Haftanstalt sind Die brauchen das ja dort Womöglich gar nicht, fünf Jahre lang.
00:07:33: Genau theoretisch nicht.
00:07:34: Also sehr gut auf den Punkt gebracht.
00:07:35: das ist nämlich auch genau für uns so völlige Banalitäten vermeintlich Die viele von uns ja glücklicherweise selbstverständlich sind weil wir das von Anfang an so mitbekommen.
00:07:45: aber Wir leben ja auch bei der Masse so dass es gibt ja Ursachen für Kriminalität.
00:07:52: also in vielen Fällen und das hat natürlich auch mit Sozialisation zu tun.
00:07:57: So da sind halt auch viele Insassen dabei die auch klassische Gesellschaftsverlierer sind, sag ich mal.
00:08:04: Und das ist jetzt kein Grund für eine Entschuldigung.
00:08:07: Wie sagt man den so schön?
00:08:09: Auf die schlechte Kindheit schiebt als Beispiel.
00:08:11: Aber das hat natürlich damit zu tun und da finden sich auch Ursachen.
00:08:15: Die Dinge diese gerade aufgezählt haben, das fordern wir ein und das üben wir ein.
00:08:19: Das ist eben dieses Erprogungsfeld, dass wir sagen, die einfachsten Dinge, die man aber braucht um lebensfähig zu sein, morgens rechtzeitig aufstehen, sich anziehen in geregelten Tagesablauf nachgehen Das ist eigentlich mal der Anfang.
00:08:33: Wie sieht denn so ein Alltag eines Heftlings dann aus?
00:08:36: Wahrscheinlich sehr unterschiedlich von Heftling zu Heftlingen, weil er vielleicht einen Arbeitgeber hat oder in einer Werkstatt im Gelände arbeitet.
00:08:42: Vielleicht können Sie das einfach schildern.
00:08:45: Die müssen die um sieben Uhr geweckt mit der Rappelteinarm, mit Ketten an irgendeinem Gitter oder nein natürlich alles nicht aber das Bild, dass man vor Augen hat wenn man so ein Knast aus dem Fernsehen kennt.
00:08:58: Also, in der Regel fängt der Alltag erst mal um sechs Uhr an.
00:09:01: D.h.,
00:09:02: die Kollegen vom allgemeinen Vollzugsdienst sind dann um sechs uhr im Dienst und dann werden die Gefangenen erst einmal geweckt.
00:09:13: In der Regel sind schon die einen oder anderen Gefangen auf, wenn sie z.B.
00:09:16: in einer Küche arbeiten.
00:09:18: Die sind mich schon ein bisschen früher wach und haben natürlich dann auch entsprechend früher Feierabend.
00:09:23: aber damit fängt dann erstmal der Tag an.
00:09:25: Und
00:09:25: die wurden ... Zellen in der Regel untergebracht.
00:09:29: In der JVA Meisenhof, sondern in WGs, ne?
00:09:32: Ja genau das ist eigentlich so eine Wohngemeinschaft.
00:09:35: Wir haben von Einzelstuben bis Doppel und auch Viermann Stuben Und Das sind immer unterschiedlich je nachdem wie lang die Gefangenen dann auch schon da sind Und dann gibt es sozusagen so eine warte Liste Dass er sich dann irgendwann bis hoch arbeiten können bis in so einer Einzel stube sozusagen okay
00:09:55: und da muss man aber auch Schauen wir kann gut mit wem auskommen.
00:09:59: Wer ist vielleicht aber auch eine schlechte Kombination oder so?
00:10:03: Weiß nicht, wird das auch abgekloppt?
00:10:05: Da wird zumindest geschaut und wenn es da jetzt irgendwie zu Problemen kommen sollte dann sind die Kollegen vom allgemeinen Vollzugsdienst auch super gucken, dass vielleicht der ein oder andere dann doch vielleicht umzieht.
00:10:17: Aber das kommt in der Regel nicht so richtig vor weil sich eigentlich alle ganz gut verstehen miteinander.
00:10:22: Okay, dann also wecken aufstehen weiß ich nicht.
00:10:24: Frühstücken macht man es gemeinsam?
00:10:25: Oder macht das jeder für sich?
00:10:27: Oder gibt's eine Mensa wo alle zusammensitzen?
00:10:29: und wie läuft das ab?
00:10:30: Es gibt eine Mensah da können erst mal die gefangenen Frühstücke oder auch Mittagessen zur Mittagspause genauso wir auch ihr Abendbrot abholen.
00:10:38: aber es gibt auch ne Teeküche pro Haus.
00:10:41: Das heißt, da gibt es auch einige Selbstversorger.
00:10:44: Die sich dann entsprechend selbst versorgen und die können ja auch einkaufen gehen bei ihm zu Penny laufen.
00:10:53: Aber in ihren Ausgängen entsprechen sie sich um ihr Essen kümmern was sie sich entsprechend kaufen möchten.
00:10:59: Und dann geht's halt mit dem Alltag los mit der Arbeit und das ist ganz unterschiedlich von bis.
00:11:06: Wie der Kollege gerade schon gesagt hat wir machen ja auch Behandlung.
00:11:10: Wir kooperieren mit der Agentur für Arbeit und kümmern uns um vielleicht eine Ausbildung oder eine Maßnahme, damit der Gefangene auch etwas mal in der Hand hat.
00:11:21: Weil ganz oft haben wir die Erfahrung gemacht dass eine abgeschlossene Berufsausbildung noch nicht da ist.
00:11:32: Sie sind als Sozialarbeiter dann auch ganz nah dran an den Menschen.
00:11:36: Ich weiß nicht, gibt es da Gespräche?
00:11:37: Haben sie Einzelgespräche mit jedem Inhaftierten?
00:11:40: oder haben sie für jede Dokumentation eine Akte wo sie gucken wie hat der sich in den letzten Monaten eigentlich entwickelt?
00:11:46: Wie läuft das für Sie ab?
00:11:49: Ja also wir haben klassischerweise in einer Behörde noch ganz viele Akte und noch ganz viel Papierkram Und die sind dann auch gut gefüllt, sodass die Gefangenen ja in der Regel wenn sie gut geführt sind aus einem geschlossenen Vollzug kommen.
00:12:07: Das heißt irgendwann in Richtung Entlastung gehen, wenn die auch schon teilweise viele Jahre im Vollzug sind und dann gibt es klassisch erstmal ... muss ich erst mal Aktenstudium machen und muss dann in den Gefangenensprechen nehmen wir auch viel Zeit dass wir uns einmal alle kennenlernen eben In der Regel, also eigentlich nicht in der Regel aber immer dass das in Einzelgesprächen stattfindet und dann wird ein entsprechender Vollzugsplan erstellt.
00:12:37: Gemeinsam mit den anderen Kollegen auch.
00:12:38: Das heißt machen die Psychologen, das machen die Kollegen vom Allgemeinen Vollzugsdienst auch alles und dann werden eben in einer Vollzugskonferenz alles soweit vorgetragen und die ganzen Behandlungsmaßnahmen auch vorgeschlagen.
00:12:50: Das heisst entweder Ausbildung oder Schuldnerberatung, Suchberatungen usw.
00:12:56: Vielleicht soziales Training, das machen wir in Gruppen.
00:12:58: So antike Waldtraining machen wir auch, dass es eben auch in Gruppe ist und solche Sachen werden dann da vorgeschlagen.
00:13:06: und dann gibt's Vollzugsplan Fortschreibungen so dass wir immer mal wieder mit den Gefangenen die immer wieder alles nach besprechen aber auch eben ganz engen Austausch mit den haben.
00:13:17: Kann man denn so grob sagen jetzt, ich weiß nicht statistisch wäre wahrscheinlich schwierig?
00:13:21: Aber wenn die Leute jetzt mit ihnen zusammenarbeiten entwickelt sich bei vielen der Trend eher in Richtung... Die können wir bald entlassen, die machen sich gut.
00:13:30: oder gibt es auch häufig so Rückschritte?
00:13:31: Oder ist das sehr, sehr personenabhängig?
00:13:34: also wo man auch sagen muss Rückschritt vielleicht sogar wieder eine geschlossene Einrichtung zurückzugehen?
00:13:39: Ja, also die meisten Gefangenen wissen natürlich auch woran sie sind, wenn sie bei uns sind Die freuen sich, dass sie endlich mal in den offenen Vollzug verlegt werden.
00:13:49: Also der Alltag im geschlossenen Vollzug ist ja dann eher trist.
00:13:54: Wenn die Glück haben arbeiten die ansonsten sind sie doch relativ viel auf Verhütte Und bei uns ist das dann so, dass die endlich mal einen Push kriegen.
00:14:05: Wo sie wissen, wenn ich mich hier gut anstelle, kann ich bis zu einem freien Beschäftigungsverhältnis schaffen und ganz normal wieder arbeiten gehen.
00:14:15: Ich kann meine Steuern bezahlen in meine Rente einzahlen und ich kann mich auf ein Leben nach der Haft vorbereiten um vielleicht sogar meine eigene Wohnung zu finanzieren.
00:14:24: Also die nehmen Sie als Person dann auch als, weiß ich nicht, unterstützende Kraft wahr?
00:14:29: Oder sind sie eher der böse Aufseher, der immer so Druck macht und fordert?
00:14:35: oder wie ist das Verhältnis?
00:14:37: Nein
00:14:37: also gut.
00:14:38: Das liegt jetzt vielleicht bei mir in einer Person, dass sich jetzt nicht der Klasse... also sehe schon zu, dass ich empathisch natürlich daran rangehe.
00:14:52: Aber letzten Endes arbeite ich mit erwachsenen Männern.
00:14:57: Und wenn die meine Hilfe annehmen, bin ich sehr gerne für die da.
00:15:01: und wenn sie meine Hilfe jetzt nicht unbedingt annehmen weil sie auch sagen Ich möchte jetzt erstmal für mich alleine sein, weil ich auch erst mal selber wieder auf eigenen Füßen stehen möchte Weil die ja auch die Möglichkeit haben gerade im offenen Vollzug sich wieder um eigene Sachen zu kümmern das verstehe ich auch wieder.
00:15:15: Das heißt ja nicht dass es dann gleich negativ ist Wenn ihr sich um ihre Sachen kümmern könnt, finde ich das super.
00:15:20: Ansonsten bin ich da eine gute Unterstützung und das wird in der Regel auch
00:15:24: angenommen.".
00:15:25: Hören Sie oft kritische Worte aus der Bevölkerung?
00:15:28: Weil die Menschen eher erwarten dass Straftäter für das was sie getan haben bestraft werden müssen.
00:15:35: wie ist so das Verhältnis zwischen Strafe?
00:15:38: und wir haben jetzt viel über Resozialisierung im Prinzip gesprochen.
00:15:41: Ja also das Komfort auch des Öfteren so... Das liegt aber eben daran, dass viele auch nicht vollumfänglich informiert sind.
00:15:50: Was da so passiert?
00:15:51: Dafür sind wir ja heute hier.
00:15:52: Darfür sind wir heute da!
00:15:53: Genau deswegen nutzen wir die
00:15:54: Gelegenheit
00:15:55: und das ist auch gut weil es einfach das natürlich ein ganz spannendes Betätigungsfeld und auch eine ganz wichtige Geschichte für uns als Gesellschaft.
00:16:04: Wir müssen sagen, dass Vollzug als solches jetzt ja auch nicht unbedingt so ein schönes Thema mit dem sich viele Leute befassen wollen.
00:16:12: insofern fühlen wir da ja auch leider Gottes ein bisschen so einen Schatten da sein, aber jetzt arbeiten wir ja gerade konkret daran, dass sich das ändert und wie ein bisschen in die Sonne treten.
00:16:21: Aber klar natürlich wenn man erstmal mitbekommt hat jemand irgendwie gegen Regeln verstoßen möglicherweise ganz massiv dann hat man natürlich auch eine Meinung dazu und dann geht es natürlich auch darum, dass solche Sachen, dass seine Konsequenz erfolgt, dass das bestraft wird.
00:16:35: Und ich habe zumindest so meine Arbeit gerade mit Leuten außerhalb Vollzugsfremd sind die Erfahrung gemacht, dass solche Menschen dann häufig aus dem Blickfeld verschwinden.
00:16:45: Aber mit den beruhigenden Wissen im Hinterkopf sind sie erst mal weggesperrt und damit hat sich das Thema auch für viele erledigt.
00:16:52: Und was vielleicht auch manchmal noch so vorkommt in den Köpfen ist, dass das eine kostenintensive Geschichte ist.
00:16:57: Und völlig nachvollziehbar wird da natürlich auch so etwas kritisch hinterfragt wenn man sagt, so eine pauschalen Meinung, warum investiert man so viel Geld in solche Menschen?
00:17:08: Deswegen ist ja auch Aufklärung so wichtig.
00:17:10: Was
00:17:10: antworten sie denn dann?
00:17:11: Also was entgegnen Sie den Leuten, wenn die kritisch... Ich meine, Sie sehen ja jetzt auch noch in Ihrer Uniform eher wie der klassische Schließer.
00:17:20: Oh das böse Wort!
00:17:23: Das wird auch dem Beruf nicht gerecht, nicht mal ansatzweise weil wir viel mehr machen tatsächlich.
00:17:29: aber Sie haben recht auch für die Inhaftierten.
00:17:32: Für Menschen, die es betrifft sieht's natürlich erst mal so aus.
00:17:34: So ist
00:17:34: es wie eine Autorität und der Sozialarbeiter sieht aus wie jeder andere Mensch auf der Straße auch.
00:17:40: Ich gebe Ihnen Recht!
00:17:41: Das sieht jetzt irgendwie netter aus hier.
00:17:42: Ja sie sehen beide
00:17:43: nett aus.
00:17:43: Danke schön.
00:17:45: Also wenn so was aufkommt, dann sagen wir klar.
00:17:47: Wir haben natürlich einen gesetzlichen Sicherheitsauftrag.
00:17:52: Das steht an erster Stelle.
00:17:53: Schutz der Allgemeinheit, dass wir klarsorgen dafür, dass diese Strafe auch in der Form stattfindet und umgesetzt wird.
00:17:59: Dass sich niemand dem Ganzen entzieht – das ist das eine!
00:18:02: Und da ist es natürlich auch Strafe der Freiheitsentzug also ganz klar im klassischen Sinne.
00:18:07: aber was viel wesentlicher ist.
00:18:09: Und das ist auch in unserem Auftrag genauso formuliert als dass wir die Zeit in diese Freiheitsstrafe, also die Zeit die uns zur Verfügung steht dafür nutzen mit Menschen zu arbeiten.
00:18:20: So und natürlich ist das auch kostenintensiv keine Frage.
00:18:23: aber Fakt ist ja dass es auch ein Teil unserer Gesellschaft handelt sich immer noch um Menschen.
00:18:28: die werden auch Bestandteil unserer Gesellschaft bleiben.
00:18:30: Die Masse der Inhaftierten hier in Deutschland ist irgendwann wieder auf freiem Fuß Und da muss man sich einfach eben auch als Gesellschaft immer wieder fragen so macht das denn Leute einfach nur wegzusperren?
00:18:41: Das ist es Gott sei Dank nicht was wir tun klassisch Zuchthaus, so wie man es kennt aus früheren Zeiten und wie es das auch in anderen Staaten noch gibt.
00:18:50: Und in der Zeit passiert natürlich nichts.
00:18:52: Was soll sich da verändern?
00:18:54: Ganz im Gegenteil die Erfahrungen, die da gemacht worden sind dass Menschen dann eigentlich in der Regel noch frustrierter und aggressiver entlassen werden.
00:19:01: Unser Auftrag formuliert das so und da reden wir halt über Resozialisierung, dass wir sagen ja wir nutzen diesen Zeitraum bestmöglich So investieren in diese Menschen, versuchen mit denen zu arbeiten das Beste herauszuholen.
00:19:13: Das beruht natürlich auch immer auf Freiwilligkeit.
00:19:15: Das müssen diese Leute auch annehmen wollen um dann eben Chancen auf ein sozial integriertes Leben zu verbessern für die Zeit danach.
00:19:25: Faktorzeit ist immer so'n Punkt und was sie gerade gesagt haben kann man gut auf die Uniform übertragen weil die natürlich auch ein gewisser Symbolik hat, einen Eindruck macht.
00:19:34: Das ist auch erst mal Überzeugungsarbeits.
00:19:36: Man muss natürlich Leute dazu motivieren und viele Insassen, die sich plötzlich in so einem Gefängnis wiederfinden, kommen ja mit völlig falschen Vorstellungen dahin.
00:19:46: Vielleicht mal amerikanischen Filmen gesehen oder sowas darüber.
00:19:49: Die wissen teilweise selber gar nicht was wir da wollen.
00:19:51: Wenn sie dann vor jemandem stehen im Urgin-Form und sagen jetzt wird hier resozialisiert... Ja, das überzeugt jetzt vielleicht nicht jeden und holt auch nicht jeden ab.
00:20:00: Dass die Leute sagen wow tolles Angebot da bin ich dabei!
00:20:03: Sondern dann muss man sich natürlich auch kennenlernen darüber sprechen und sagen so hören sie mal wir machen das auch in ihrem Interesse und vielleicht sind wir in der Lage aber da müssen Sie mitmachen hier ein paar Dinge wieder zu korrigieren und letztendlich ist es ja auch nicht das was Sie zukünftig wollen dass sich das hier wiederholt.
00:20:18: Vielleicht schaffen wir es tatsächlich dass zukünftig die Dinge besser laufen.
00:20:22: Besteht da hat euch nicht die Gefahr, dass es dadurch eigentlich zu gemütlich ist in der JVM Eisenhof?
00:20:27: Auch da kann man gut wohnen.
00:20:29: Da ist man sicher, da kriegt man zu essen.
00:20:30: Da kann man sogar arbeiten!
00:20:32: Da haben ein paar Kumpels... Die haben auch schon mal eine krumme Sache gemacht.
00:20:34: mit denen kann man sich austauschen über irgendwelche Tricks oder eben auch nicht.
00:20:39: Ist das dann nicht
00:20:40: so
00:20:40: gemütlig schon fast wie nur in einem Hotel?
00:20:43: Nein also klar, das gehört auch dazu keine Frage und die Leute haben auch viele Freiheiten.
00:20:49: aber wir fordern natürlich auch viel ein.
00:20:51: Und wenn wir sehen, dass jemand nicht bereit ist da mitzumachen oder sagen wir mal nur gewisse Vorteile für sich oder Annehmlichkeiten zu nutzen.
00:20:59: Dann ist das vielleicht auch ein Punkt wo man dann auch überlegen muss ob derjenige oder diejenige in eine andere Einrichtung besser aufgehoben ist.
00:21:04: entsprechend also das ganz klar.
00:21:06: Also die Gefangenen haben auch eine gewisse Mitwirkungspflicht bei dieser ganzen Geschichte.
00:21:11: so und da bleiben wir auch dran.
00:21:14: Es gibt auch ein paar Sachen die sind wirklich voll umfänglich verpflichtend für Insassen.
00:21:19: Das wird auch entsprechend geahndet, wenn man sich dann nicht beteiligt.
00:21:23: Solche Dinge, das gehört schon dazu und dass es die anderen Sachen da gibt ist ganz wichtig für die Motivation.
00:21:29: Also was wir unter Resozialisierung verstehen und was im Rahmen von Behandlungsmaßnahmen läuft – das ist ja auch für die Leute ein Marathon.
00:21:39: Auch das, was Sie vorhin gesagt haben so.
00:21:43: ganz normale Dinge des Alltags abgehen, die müssen quasi jetzt da ständig tagtäglich einüben werden deinsprechend von uns begleitet kontrolliert aber auch und diese Dinge das ist ja auch Arbeit und es sind auch Belastungen.
00:21:55: Da muss man auch zwischendurch sage ich mal wie in allen anderen Bereichen des Lebens auch ein positives erleben schaffen eine Motivation vermitteln so dass sie auch merken dass das bringt auch was für mich.
00:22:08: Tatsächlich, ich merke jetzt ganz konkret so im Ergebnis, dass sich hier dadurch gewisse Freiheiten vielleicht genießen kann.
00:22:15: eigentlich das, was die vorhin sagten mit den Lockerungen.
00:22:18: Wenn jemand mitmacht, sich an die Regeln hält und das was wir einverlangt und einen guten Verlauf macht dann wäre das ja auch eine Person der solche Lockerung genehmigt werden wie wir es vorher besprochen haben.
00:22:30: Und jemand der sich natürlich total verweigert wird nicht in den Genuss von solchen Dingen kommen.
00:22:35: Das heißt, es gibt schon so ein bisschen dieses Zuckerbrot- und Peitsche-Symbol.
00:22:38: Wer sich gut führt, der wird belohnt und wer das nicht tut, bekommt sie auch zu spüren in gewisser Weise.
00:22:44: Aber genau das ist ja auch in der Gesellschaft der Fall.
00:22:48: Also letzten Endes ist das ja auch ein Prozess.
00:22:50: die Gefangenen werden ja erst mal in den nächsten Monaten erprobt.
00:22:56: D. h., die sind ja... Die werden ja Die werden ja nicht schon morgen draußen ganz normal wieder arbeiten oder bei ihrer Familie schlafen.
00:23:03: Das ist ein Prozess über Monate und wenn sie sich dementsprechend führen, wenn die gut mitmachen und wenn alles so weit läuft dann können die auch entsprechend belohnt werden wie wir im Endeffekt auch draußen belohnen werden, wenn wir gute Leistungen abbringen.
00:23:18: Jetzt sind Sie als JVA Meisenhof ja auch im Stad... Bild so richtig präsent eigentlich.
00:23:24: Also vor allem in Ekern, im Stadtteil jeder kennt den Knast in Anführungsstrichen und weiß auch vielleicht ihn zu nehmen.
00:23:30: wie ist ihr Gefühl?
00:23:32: Sie kommen ja eigentlich von außerhalb nach Castro-Braux sind seit ungefähr einem Jahr jetzt hier tätig.
00:23:37: Wie ist Ihr Gefühl der Einbettung?
00:23:39: oder spielt das für sie ehrlich gesagt nicht eine große Rolle
00:23:43: doch absolut.
00:23:44: Also das Gefühl ist sehr, sehr gut muss ich echt sagen.
00:23:48: so und für einen wirklich völlig außen stehenden bis letztes Jahr eine andere JVAT tätig auch ja überraschend gut finde ich wirklich sehr positiv.
00:23:59: Ich nehme es aus der Ernst das ist auch super wichtig weil wie gesagt auch alles was da passiert und die Leute untergebracht sind einschließlich uns wir sind ein Teil der Gesellschaft und das lebt natürlich von der Akzeptanz der Bevölkerung.
00:24:11: Und letztendlich sind wir auch da wieder bei den Resozialisierungsmaßnahmen.
00:24:14: Es geht ja auch darum, Vorurteile abzubauen tatsächlich gegenüber inhaftierte und alles was damit zusammenhängt Auch das braucht man für Wiedereingliederung.
00:24:23: Tatsächlich dass auch Menschen sage ich mal eben zum Beispiel hier aus Ickern und aus dem Umfeld aber es gilt auch für jeden anderen auch sehen so Da passieren gute Dinge da steckt auch ein Konzept hinter eine Absicht so und das kommt so für uns zum Tragen als Gesellschaft tatsächlich in positivster Weise.
00:24:41: Wir haben da auch einen konkreten Nutzen davon, weil ich das mal runterbreche.
00:24:46: Wenn ich schaffe es tatsächlich jemanden voll umfänglich zu resozialisieren und wie wir uns das vorstellen dann geht ja von dem überhaupt keine Gefahr mehr aus.
00:24:53: Dann brauche ich keine Mauern, keine Stacheldrähte, keine Gitterformfenste als Beispiel so und wie gesagt profitieren wir alle von.
00:25:01: aber dafür ist natürlich auch wichtig sage ich mal sowie heute auch eine gewisse Transparenz zu schaffen, den Leuten erst mal zeigen.
00:25:08: Da hat man im offenen Vollzug natürlich mehr Möglichkeiten.
00:25:10: Ich muss zugeben als ich das erste Mal vor Jahren hier hingekommen bin war ich wirklich überrascht!
00:25:14: Ich bin auch zweimal an der Zufahrt vorbei gefahren.
00:25:16: Man erkennt gar nichts in Ihrem
00:25:18: Klass.
00:25:18: Genau weil ich gesagt habe ne einfache Wohnsiedlung so... Hier kann ja niemals das Gefängnis sein und da sieht man ja auch gerade und die Ekaner wissen es ja auch am besten.
00:25:26: Also diese Nähe wirklich eingebettet eben in so ein Wurmbereich.
00:25:31: das Ganze aber das klappt sehr gut.
00:25:34: Wir haben ja diverse Angebote, so den jährlichen Weihnachtsmarkt zum Beispiel, wo wir auch unsere Forten öffnen.
00:25:40: Diverse Veranstaltungen dieses Jahr im Rahmen der Jubiläumsfeiern in der Stadt um uns beteiligen.
00:25:45: Auch da bieten wir z.B.
00:25:47: Führung an für Interessierte in nächster Zeit über das Jahr verteilt.
00:25:50: Das wird auch gut angenommen.
00:25:53: und tatsächlich erlebe ich auch da im Austausch lebe Menschen die schon öfter mal da waren dass das sehr hilfreich ist, aber auch in deren Wahrnehmung tatsächlich eine gute Geschichte.
00:26:04: Die auch da in Kontakt mit Gefangenen kommen und man hat ja schnell ein sehr abstraktes und häufig auch sehr verwochendes Bild von so Dingen wenn man das nicht mal zu Gesicht bekommen hat.
00:26:14: Und letztendlich ist eigentlich auch dieser Einsatz beim Tier über den wir gesprochen haben einen Teil davon.
00:26:19: Klar, jeder hat seine Vorstellung, wenn man hört Gefangene typisch, dann sieht man auf einmal Menschen die sich dann mit einer Vorgeschichte irgendwie da ehrenamtlich engagieren oder sowas.
00:26:28: Das passt manchmal vielleicht erstmal, gefühlt nicht so zusammen.
00:26:33: Genau und was ich auch noch dazu sagen wollte ist... Ich habe den Gefangenen dann die Beiträge von Instagram gezeigt.
00:26:43: Die haben sich das durchgelesen und dachten einfach nur so wow!
00:26:46: Danke, es ist so schön solche tollen Beiträge zu lesen und das hört man doch ganz gerne.
00:26:52: Ja, wir haben uns auch sehr gewundert.
00:26:54: Das habe ich Anfang schon mal anklingen lassen auf unserer Instagram-Seite Ronachie Kastrop.
00:26:58: Da ist wirklich unheimlich viel Feedback auf dieses Video und dieses Real heißt das ja gekommen.
00:27:03: Also so viele Ansichten haben wir selten Und irgendwie fast nur.
00:27:08: Man sagt dann im Netz so Flauschkommentare Hey toll dass es das gibt und super dass sie sich engagieren und So oft hat man ja so ein bisschen wahrscheinlich auch die Angst oder die Sorge.
00:27:16: Straftäter Die in der Öffentlichkeit stehen da wird sofort gebashed er muss eingesperrt werden was hatte denn brauchen und so, aber das war gefühlt gar nicht der Fall.
00:27:25: Und in diesem Sinne wollen wir vielleicht weitermachen.
00:27:28: ich empfinde unseren Besuchin Tierschutzverein mit ihnen zusammen, aber auch jetzt den hier bei uns im Podcast eigentlich als Initialzündung.
00:27:37: Ich würde mich total freuen wenn wir weitere Menschen vorstellen können die bei Ihnen arbeiten, die bei ihnen vielleicht auch inhaftiert sind um so einfach noch mehr zu transportieren.
00:27:47: was passiert da hinter den Zäunen?
00:27:49: Es gibt ja doch Zäune keine großen Mauern und so, aber doch Sicherheitslinge die ein bisschen den Knast von der allgemeiner doch abschotten auch berechtigterweise, aber mit ihnen beiden können wir schaffen so ein bisschen einen kleinen Blick durch das Schlüsselloch in die JVA zu werfen.
00:28:04: Und jetzt müssen wir noch einen Veranstaltungshinweis loswerden.
00:28:07: ich weiß nicht, Marine Kringsel hat auf die Reihe.
00:28:09: bald gibt es ein Konzert von jemandem der in Kasper Brauchse auch einige Berühmtheit erlangt hat dass den Luke hat Mit seiner Band Gap tritt auf In der JVA Meisenhof für die Menschen die drin sind Aber auch für Leute die draußen sind.
00:28:22: Genau, ich kriege es auch auf die Reihe.
00:28:24: Tatsächlich findet das jetzt auch schon im nächsten Monat statt am neunzehnten März.
00:28:30: Abends in der JV Kastau brauchst du ... Ich luchte doch jetzt richtig mit dem Neuzinn, glaube ich.
00:28:34: Ich muss mal nacheuchen!
00:28:35: Ja, Lukas tritt netterweise bei uns auf eine ganz tolle Geschichte weil er ... Witzigerweise
00:28:39: Polizeibeamter.
00:28:40: Witzigerweise
00:28:41: Polizei-Beamter passt super und natürlich auch einfach.
00:28:43: deswegen vielleicht natürlich auch hier aus dem Ort kommt.
00:28:45: Das ist natürlich für uns eine besondere Ehre.
00:28:47: Das is eigentlich genau so.
00:28:48: ein Beispiel dafür.
00:28:49: immer eine schöne Gelegenheit tatsächlich was Ja, als im Rahmen von Kultur und Freizeit angeboten was für Gefangene anzubieten.
00:28:56: Auch das ist wichtig und auch dieses Signal da kommt jemand von außerhalb hier hin der wie er Lukat mit Sicherheit auch viele andere Termine wahrnehmen könnte.
00:29:04: Wertschätzung hat es?
00:29:05: Genau ja genau Das ist für viele Gefangenen ja auch nicht so selbstverständlich.
00:29:10: tatsächlich dass wird sehr sehr positiv bewertet.
00:29:13: tatsächlich So ist die eine Sache und das ist natürlich auch nochmal eine Möglichkeit in dem Arm auch noch mal eben auch für Besucher von außer halb zu öffnen Und dass wir in der Lage sind und das schließe ich auch unsere Kolleginnen und Kollegen ein.
00:29:25: Wirklich gemeinsam mit allen Gruppen so eine Veranstaltung zu genießen, in vollen Zügen ganz tolle Geschichte.
00:29:31: In dem Fall sowieso machen ähnliche Dinge auch aber dann oftmals nicht in der Größenordnung sag' ich mal so.
00:29:37: Insofern sind wir da alle super gespannt.
00:29:38: Freuen uns, dass Herr Lukas dazu gesagt hat.
00:29:41: Das ist wirklich eine tolle Geschicht und sind jetzt natürlich gespannt wie das Ganze so verlaufen
00:29:44: wird!
00:29:52: Wir haben schon berichtet, dass das stattfindet.
00:29:53: Es ist aber im Moment noch nicht ganz klar wie wir das machen.
00:29:57: Wir würden unseren Leser nämlich gerne auch ein paar Karten zur Verfügung stellen.
00:30:00: also die Karten sind kostenlos.
00:30:01: dennoch braucht man eine Karte um reinzukommen und man muss sich ja auch durch die Pforte im Prinzip registrieren, dass man da ist und dass man wieder gegangen ist.
00:30:09: Das ist für die JVA intern wichtig zu wissen und zu regeln.
00:30:13: Da wird es also demnächst noch einen Beitrag geben und dann gibt es Karten zu gewinnen für diese Veranstaltung mit Dustin Lukat in der JVA.
00:30:20: Und ich glaube auch eure Band, ihr habt auch eine Band im Knast ne?
00:30:23: Die Inns and Outs heißen die glaub ich.
00:30:25: Ja
00:30:26: korrekt!
00:30:26: Die sind dann auch irgendwie beteiligt an einem Abend?
00:30:28: Genau, also die werden Herrn Lukat begleiten in dem Fall... Das mit der Band ist auch eine spannende Geschichte weil das auch eine gemischte Band ist aus der Ausgabe.
00:30:37: Julio wandelt, der ehemalige Anstandsleiter ist ja da auch noch mit
00:30:40: von der Partie?
00:30:41: Der wird auf jeden Fall vor Ort sein, tatsächlich.
00:30:45: Das wird dann der Begleitung dienen in dem Fall für Herrn Lukat und insofern einfach eine spannende
00:30:50: Kooperation.
00:30:51: Ganz herzlichen Dank für den Besuch im Podcast!
00:30:54: Wir bleiben in Kontakt und werden demnächst nochmal wieder berichten aus der JVA mit Menschen die dort arbeiten, die dort inhaftiert sind vielleicht auch sofern in diesem Sinne erstmal weiter gute Arbeit, gute Zusammenarbeit und wie wir das hier in der Runde immer machen mein Abschied Glückauf
00:31:11: Sehr gerne, danke schön.
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