Spezial: Onur Kocakaya über seinen Neustart mit 36
Shownotes
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00:00:02: Podcast.
00:00:02: Das Spezial.
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast.
00:00:09: Mein Name ist Tewisch Hiefern.
00:00:10: Ich freue mich sehr, dass ihr wieder dabei seid.
00:00:12: Das hier ist die zweihundert und erste Folge vom Podcast.
00:00:15: Eine Spezialfolge, diesmal ohne Sekt, aber mit einem spannenden Gast.
00:00:19: Eigentlich hatten wir uns für dieses Gespräch ein klares Thema vorgenommen.
00:00:22: Wir wollten nämlich über das schwedische Kitasystem sprechen.
00:00:25: Darüber, was da anders läuft als bei uns, warum da viele Kinder so früh betreut werden, wie der Alltag da aussieht und was Deutschland vielleicht daraus lernen kann.
00:00:35: Und darüber sprechen wir auch.
00:00:37: Aber im Laufe des Gesprächs sind wir dann doch ein bisschen abgebogen oder besser gesagt tiefer gegangen.
00:00:42: Mein heutiger Gast ist nämlich jemand, den viele aus Kastrop-Roksel kennen, vor allem aus dem Fußball, Onoko Chakaya.
00:00:49: Er ist sechsunddreißig Jahre alt, früher Spieler und Trainer und funktionär bei Wacker Oberkastrop.
00:00:53: Heute steht er in einem besonderen Punkt in seinem Leben.
00:00:56: Er macht nämlich eine Eziausbildung, ganz bewusst mit Mitte dreißig.
00:01:00: Wir sprechen darüber, warum Ono ein Praktikum in Anakita in Schweden gemacht hat, was ihn dort beeindruckt hat, aber auch darüber, wie es sich anfühlt, einen Lebensweg nochmal zu ändern, ein Studium abzubrechen, Erwartungen von außen dabei auszuhalten und dann trotzdem zu sagen, dass das jetzt genau richtig für ihn ist.
00:01:17: Zum Beispiel erzählt Ohno von einem Jogginglauf ohne Musik, wo er sich einfach Gedanken gemacht hat und dann zu dem Schluss gekommen ist, hey, alles was ich bisher gemacht habe, hat irgendwie dazu beigetragen, dass ich zu diesem Punkt gekommen bin und ich bin zufrieden damit.
00:01:30: Also wer Lust auf diesen Deep Talk hat, der mich besonders gepackt hat, der sollte unbedingt zuhören.
00:01:36: Das zeigt irgendwie für mich, Lebensläufe müssen nicht gerade sein und Neustarts sind auch nichts, wofür man sich rechtfertigen muss.
00:01:42: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören.
00:01:48: Negan übersetzt jetzt Ono Kotchakaya.
00:01:51: Hallo Ono!
00:01:52: Mahlzeit!
00:01:52: Hey!
00:01:54: Herzlich willkommen im Podcast.
00:01:55: Heute warst du zu arbeiten in einer Kita im Bochum.
00:01:59: Ist das richtig?
00:02:00: Wir arbeiten ja, genau.
00:02:01: Ich war in der Grundschule Frauenlob in Bochum Hilltrop, mache jetzt dort die nächsten fünf Wochen mein Praktikum, quasi die zweite Phase und bin heute dort gestartet.
00:02:12: Wie war es heute?
00:02:13: Ja, recht entspannt, recht ruhig, also ruhig.
00:02:16: Nicht, weil sehr viel los und konnte natürlich sehr viel Parallelen sehen zu meiner Arbeit, was ich drei Wochen davor getan habe in Schweden.
00:02:25: Jetzt freue ich mich auf die nächsten fünf Wochen, muss da jetzt einiges auf die Beine stellen.
00:02:29: Schönes Projekt mit den Kindern machen.
00:02:31: Man
00:02:31: kennt dich ja vom Fußball vor allem, von Wacker Oberkastrop noch.
00:02:35: Was hast du denn mit Kitas zu tun jetzt im Moment?
00:02:38: Ich bin ja nicht reingerutscht.
00:02:40: Ich hatte immer schon was Kindern zu tun gehabt.
00:02:42: Da war ich auch neben meinen Studiums, was ich nicht durchgezogen hatte und hatte dann um Corona herum überlegt, ja, wie geht es weiter mit mir?
00:02:51: Und habe lange überlegt, was mache ich nun?
00:02:54: Noch mal ein Studiumanfang oder eine Ausbildung anfangen, dann habe ich mich jetzt entschieden, eine Ausbildung anzufangen am Berufsregel Kasse-Worxel, wo ich jetzt im zweiten Ausbildungsjahr bin.
00:03:02: Ich mache dort die EC-Ausbildung, den vollen schulischen Teil und Ich habe Praktikas in den Kitas.
00:03:10: Hauptsächlich haben wir dich eingeladen, um mit dir über Schweden zu sprechen.
00:03:13: Da warst du jetzt für drei Wochen.
00:03:15: Genau.
00:03:15: Wo warst du da genau?
00:03:17: Was hast du da gemacht?
00:03:17: Ich
00:03:18: war in Elmhild für drei Wochen.
00:03:20: Elmhild ist, ja, zweiundfünfzig Kilometer von Meilmühlen entfernt.
00:03:25: Das ist halt mitten im Ningsburg.
00:03:27: Und ich habe dort ein Praktikum in Dior gemacht.
00:03:32: Dior liegt fünfzehn Kilometer nördlich von Elmhild.
00:03:35: Ich habe dort in einer Föerskular gearbeitet, um den perugischen Alltag von Anfang an bis zum Ende mitzuerleben, wie es in Schweden abläuft.
00:03:45: Ist es so standard in der Erzieherausbildung, dass man auch mal im Ausland reinschnuppert?
00:03:48: oder wie
00:03:49: kam
00:03:49: es dazu?
00:03:50: Ja,
00:03:50: die Programme gibt es.
00:03:52: Die Schule bietet zu was an, nicht nur Schweden, Erlern, Polen.
00:03:57: England genau England auch ja und uns hat man hat angeboten nach Schweden zu fahren zu können.
00:04:03: fahren ist wichtig.
00:04:04: ich fliegen immer auf die umbeitachten und da haben wir uns beworben gehabt einen schulkamerad oder freund und ich und haben dann schnell zusagen bekommen.
00:04:15: und das ganze wort halt durch.
00:04:18: durch erasmus plus und green travel finanziert das auslands praktikum.
00:04:24: und daher noch mal ein dankeschön auch an das Berufskolleg, an alle Lehrern und Lehrer, die ich bis heute hatte und konnte dort sehr viel lernen, sehr viel mitnehmen auch nach Deutschland.
00:04:36: Ende Januar in Schweden stellte ich mir auch ganz schön kalt und dunkel vor, wie war das?
00:04:40: Ich muss sagen, die ersten Tage waren sehr hart und kalt, außer die Menschen, die waren das Gegenteil.
00:04:50: Sehr gewöhnungsbedürftig.
00:04:51: Wir Menschen sind ja Gewöhnungstiere.
00:04:53: Ich habe mich schnell gewöhnt daran, dass es halt früh hell wird.
00:04:56: Aber irgendwann ab der zweiten Woche wird es mal länger die Tage noch schöner.
00:05:04: Und mit der Kälte, ich muss sagen, so kalt war es nicht.
00:05:07: Obwohl es halt draußen minus zehn, zwölf oder minus acht Grad war.
00:05:12: Ich kann damit ganz gut zurecht, weil das war eine trockene Kälte.
00:05:16: Nicht diese feuchte Kälte, die man hier so erlebt.
00:05:19: Und ich muss sagen, zum Beispiel heute finde ich es kälter als teilweise die letzten Wochen in Schweden.
00:05:24: Jetzt gehst du da in so eine Kita rein?
00:05:27: Also First Skola, hast du glaube ich gesagt, ist das vergleichbar mit einer Kita?
00:05:31: Ja, ist vergleichbar mit einer Kita.
00:05:32: Ich hatte halt dort die vier bis fünfjährigen, also quasi Vorschulkinder.
00:05:38: Und das direkt meine erste Frage.
00:05:40: Wie lief da die Verständigung mit denen?
00:05:42: Also konnten die schon fließend englisch, so wie man sich das vorstellt, bei so Skandinavien?
00:05:48: Oder hast du schwedisch ein bisschen drauf gehabt?
00:05:50: Ja, ich habe.
00:05:51: Oder habt ihr einfach so mit Händen und Füßen?
00:05:53: Händen und Füßen, ja.
00:05:54: Ich hatte davor spätisch unterrichtender Schule gehabt.
00:05:57: Heute konnte halt, ja, bruchteil ich spätisch halt nach.
00:06:00: Hallo, wie geht's?
00:06:01: Ich bin da oben nur.
00:06:02: Und ich kann halt kein perfektisch-schwedisch, aber das war jetzt nicht problematisch für mich, weil vieles halt durch Englisch ersetzt oder kompensiert wurde.
00:06:11: Mit Nimit Gestik wurde ich durch den Alltag gereicht und mit Kindern funktioniert sowas sehr gut, finde ich, Kommunikation auf allen Ebenen.
00:06:21: Da braucht man halt nicht viele Worte.
00:06:23: Und ich hatte halt ein Kind in meiner Gruppe, der hat das besser Englisch kann als ich.
00:06:28: Das ist jetzt kein... Hexenberg, das können wahrscheinlich viele, aber sie konnte so gut Englisch.
00:06:34: Das war eine Brücke für mich für die Kinder, die halt gar kein Englisch konnten, die mich ein bisschen verstehen konnten und die hat quasi immer translated.
00:06:43: Das ist eine Übersetzerin.
00:06:44: Ja, ja.
00:06:45: Woher konnte die so gut Englisch?
00:06:46: Die
00:06:47: konnte so gut Englisch, weil die Mama hat zu Hause Englisch mit ihr durchgehend geredet und der Papa halt durchgehend schwedisch.
00:06:53: Und da konnte auch gut deutscher Papa.
00:06:55: Das hat gepasst, muss ich sagen.
00:06:56: Und die Kinder waren halt sehr offen, neugierig und die haben einen Einstieg auch so leicht gemacht.
00:07:01: Und das war halt kein Problem, dass ich gar schwedisch konnte.
00:07:03: Die haben sich teilweise kaputt gelacht im Morgenkreis.
00:07:07: Und nach und nach konnte ich halt paar Wörter aufschnappen.
00:07:12: Und so war die Sprache für mich eher ein Lernprozess als eine Barriere.
00:07:17: Und einige Wörter konnte ich quasi ins Deutsche übersetzen, weil man hat das im deutschen Klang gehört, dann wusste ich direkt Bescheid, okay, die Kinder wollen das haben oder die Ezieren, die konnten aber alle gut Englisch auf jeden Fall.
00:07:30: Wie viele Kinder waren da in deiner Gruppe?
00:07:31: Das war ja eine Ü-Drei-Gruppe, also vier und fünfjährige.
00:07:35: Genau, wir hatten zwölf Kinder in meiner Gruppe, die Solengruppe.
00:07:39: Die Sonnengruppe und die Gruppe, in denen man hatte auch zwölf Kinder, war sehr schrauber, sehr normal für schwächliche Verhältnisse und hatten jeweils zwei Lehren oder Erzieherinnen, also die Erzieherinnen dort zum Beispiel, machen ja nicht diese klassische Ausbildung wie wir, die studieren richtig.
00:08:01: Und genau, da hatte ich jeweils zwei Erzieherinnen und waren halt ein.
00:08:07: Ich habe sehr viel gelernt von den Vieren, von den Fünften teilweise und es hat einfach gepasst.
00:08:13: und ich muss sagen, der Personalschüste ist einfach der Zugang zur vernünftigen Betreuung in diesem Alter und es hat echt gut gepasst.
00:08:23: Ich muss sagen, ich habe auch in den drei Wochen, also habe ich hier auch, aber es war so stressfrei, es war so gebütlich.
00:08:31: Also ich habe immer Spaß mit Arbeit mit den Kindern und dort war es doch mal so ein E-Tüpfelchen.
00:08:35: Du bist einfach mit dem Lächeln nach Hause gegangen ohne Bauchschmerzen und das ist einfach sehr strukturiert gewesen.
00:08:43: Man hat Spaß gemacht auf jeden Fall am Ende.
00:08:44: Cool, wir wollen
00:08:45: gleich auf jeden Fall noch mehr über den Vergleich, soweit man ihn dann anstellen kann nach Deutschland sprechen.
00:08:51: Erst mal, wenn man die nächste Frage, wie sah denn diese Einrichtung insgesamt aus?
00:08:55: Also gab es da Nur diese zwei Gruppen, von denen du jetzt gesprochen hast, oder gab es noch viel, viel mehr?
00:09:01: Und wie war so die Einrichtung?
00:09:03: Also es gab zwei Gruppen bei uns.
00:09:04: Das Gebäude wurde quasi an die Schule Nehmann angebaut.
00:09:09: Also es gibt keine klassischen Grundschulen in Schweden.
00:09:11: Die Schule Nehmann wurde von Kindernbesuch von der ersten bis zur sechsten oder siebten Klasse, ohne Gewähr.
00:09:19: Das Schulsystem ist ein bisschen anders dort.
00:09:21: Und die ganz Kleinen waren im anderen Gebäude.
00:09:23: Da gab es auch nochmal zwei Gruppen.
00:09:26: Und die war halt sehr klar, ruhig und kinkgerecht geschaltet.
00:09:29: Die Ferskuller, wo ich war, viel Holz, natürliche Materialien, wenig Reitüberflutungen gab es da.
00:09:36: Alles hatte seinen Platz, besonders auffällig war zum Beispiel der große Stellenwert des Außengeländes.
00:09:42: Wir waren halt ein Waldkeeter.
00:09:43: Wir waren jeden Tag draußen mit den Ketern, unabhängig vom Wetter.
00:09:46: Außer es gab halt richtig Wettervorhersagen, wo die gesagt haben, bitte nicht rausgehen.
00:09:53: Das gab es kurz gesagt nie.
00:09:55: Also Regenschnee, kein Problem.
00:09:57: Kälte, Wärme, gar kein Problem.
00:09:59: Die gehen da rausgehen.
00:10:01: Und das Verhältnis zwischen Kindern und pädagogischer Fachkräften wirkte insgesamt entspannter, als ich es aus Deutschland kenne.
00:10:07: Dadurch war mehr Zeit für Beobachtungen da, Beziehungen und echte Begleitung der Kinder.
00:10:12: Also sehr entspannt.
00:10:15: Wie war da so der Tagesablauf für dich auch in deinem Praktikum, aber auch für die Erzieher?
00:10:21: Ja, der Tagesablauf war deutlich weniger durchgetagt.
00:10:25: Als ich das jemals so kennengelernt habe und es gab es feste Eckpunkte wie Mahlzeiten oder Sammelpausen, dort ist halt morgens immer viel nach acht bis kurz nach halb neun die Frühstücksphase.
00:10:37: Das heißt, also zu Ernährung oder zum Essen komme ich noch.
00:10:43: Die Kinder kommen ohne Butterbootrosen, ohne Flaschen zurückkehtern.
00:10:49: Also, weil in Schweden ist das so, Essen darf für Kinder nichts kosten.
00:10:54: Darauf lehnen die viel Wert.
00:10:55: Kinder kommen mit Klamotten, gehen mit Klamotten nach Hause.
00:10:59: Alles waren Essen, Getränke, kommt die Keta, wird dann die Mensa hat entgegen.
00:11:04: Wir hatten am morgens eine Mittagsphase gehabt.
00:11:06: Da hast du Formen rausgegeben, die Apfel, Bienen, Bananen, Austeilung gehabt im Sitzkreis.
00:11:17: Und dann nochmal Mittagessen von zwölf bis halb eins und dann nochmal zwei.
00:11:22: Mittagssnack, da gab es mal Mack, Brot oder hier Knäckebrot.
00:11:26: Also die haben ganz einfache Gäste mit sehr viel Butter, fand ich mal krass wie viel Butter die rauf geklatscht hat.
00:11:34: Das kannte ich hier so nicht und ja sehr fleischlastig und halt und das fand ich auch phänomenal.
00:11:44: wie viel Milch die getrunken haben.
00:11:46: Egal welche Mahlzeit, es gab es immer Milch.
00:11:49: Kein Scherz, es gab es immer Milch und ich dachte, wow, alles natürlich elaktosefrei.
00:11:55: Und genau.
00:11:57: Und da waren da diese feste Zeiten.
00:12:00: Und die Kinder haben sehr viel Mitbestellungsrecht gehabt, wie der Tagesablauf zwischen den Mahlzeiten strukturiert, also mitgestattet wurde.
00:12:08: Und wir Erwachsen haben quasi begleitet, beobachtet.
00:12:12: Du hattest jetzt schon angesprochen, dass Du dich mit diesem Betreuungsschlüssel sehr wohl gefühlt hast und ja, vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit für die Kinder hattest, als du das gewohnt bist.
00:12:23: Wie war das denn jetzt im Vergleich zu deiner Berufserfahrung, die du in Deutschland schon gesammelt hast?
00:12:28: Was waren die größten Unterschiede zwischen den Schweden und zwischen deutschen Kitas?
00:12:34: Also der größte Unterschied finde ich war, dass du dort einen Personalschüssel hast.
00:12:43: was vorgeschrieben ist, dass dadurch die Arbeit mit den Kindern nicht strukturiert, aber leichter fällt.
00:12:53: Also das ist sehr entspannt angenehm, weil dieser Personalschüsse ist da, da muss eingehalten werden.
00:13:00: Ich weiß es aber durch Erzählungen meiner Mitarbeiterin, dass z.B.
00:13:05: in Großstädten wie Göteburg, Meilmüh, Stockholm da natürlich größere Kitas gibt, immer noch zwei Ziererinnen wie hier teilweise, aber ich hätte natürlich das Glück im Land oder auf dem Land, dass es halt anders abläuft und durch diesen Personalschüssel, was du leider hier hast, aber dadurch größere Kindergruppen hast, ist halt schwer dein Programm durchzuziehen, was du halt vorhast mit den Kindern.
00:13:31: Also und dort hattest du diesen Personalschüssel, die kleinere Gruppen und konntest quasi die Kinder also wir in dem falle für die schule frau breiten das heißt die kinder fand ich auch sehr gut.
00:13:45: die konnten alle ihren namen aus schreiben das datum aus schreiben wussten welcher tag heute ist.
00:13:49: es haben wir jeden morgen gemacht konnten die abc reihe auch die vierigen und so werden sie quasi für die grundschulen oder weiter für den schulen Vorbereitet.
00:14:01: Ich habe neulich auch in Praktikungen gemacht.
00:14:03: Eintages Praktikum für die Redaktion in der Kita Lummerland in Ickern.
00:14:07: Hab ich gelesen,
00:14:07: wie war es?
00:14:09: Erzähl mal.
00:14:10: Also
00:14:10: erst habe ich da reingekommen und war da Sitzkreis auch.
00:14:14: Das war noch in der Adventszeit.
00:14:15: Dann wurden da erstmal die Weihnachtsrituale durchgezogen.
00:14:18: Das war dann ganz wichtig, dass man da das so kennenlernt, was zu Weihnachten dazugehört und so.
00:14:23: Und ich habe dann mit einem Erzieher... mir einzeln rausgegriffen, der hat mir so ein bisschen erzählt aus seiner Sicht und der sagte, dass so die der Papierkram dann auch noch so ein Faktor ist.
00:14:35: Also du musst dann Entwicklungsberichte schreiben und das alles irgendwie dokumentieren, wie sich die Kinder so entwickeln.
00:14:44: Also im Einzelnen, was man da machen muss, weißt du wahrscheinlich besser als ich, aber müssen die Schweden das auch so viel machen.
00:14:51: Ja, diese Empfindungsgespräche hast du auch mit den jeweiligen Eltern der Kinder, auf jeden Fall.
00:14:56: Und wir haben das, also ich habe das so erzählt bekommen gehabt, dass
00:15:01: du
00:15:03: quasi, also die Leitung ist nur im Büro.
00:15:06: Die macht die ganzen, den Papierkram, was du jetzt gerade gesagt hast.
00:15:10: Das heißt, keine Erzieherin geht jetzt raus von der Gruppe und muss irgendwas anderes erlegen.
00:15:16: Außer, sie kopiert was für die Kinder oder... Beseuchte, Spielsachen und so weiter.
00:15:21: Wobei dann muss die Leitung die einzelnen Kinder auch sehr gut kennen, oder?
00:15:24: Ja, klar.
00:15:25: Die Leitung kennt die ganzen Kinder.
00:15:26: Ja, sie kennt die auch.
00:15:27: Die ist auch da reingesetzt und ist eine kleine Gruppe.
00:15:32: Sie kennt alles und das läuft alles auch.
00:15:35: Das fand ich auch phänomenal.
00:15:37: Die Kommunikation teilweise auch über die Apps statt.
00:15:39: Das heißt, die Apps gibt es ja mittlerweile hier in Deutschland auch, glaube ich.
00:15:43: Also wie ich sie bekomme, natürlich mein Ziegenbruder, weil der auch zwei Kinder hat.
00:15:47: Und dort läuft es ja so ab, dass du die Kinder halt mit der App anmeldest.
00:15:51: Also diese Anrufe, die ich immer so mitbekomme, die gab es dort nicht.
00:15:55: Also keine Anrufe von Lehre, also sorry Eltern oder whatever.
00:15:59: Alles läuft über die App und da sind die auch sehr weit, muss ich sagen, in Sachen Technologie.
00:16:05: Das kann ich mir vorstellen.
00:16:08: Dadurch haben wir so eine entspannte Arbeitszeit auch, eine Arbeitsphasen auch gehabt, weil du morgens nicht durchgehen, diese Anrufe hast.
00:16:14: Gibt es nicht.
00:16:15: Also wird alles nur über die App kommuniziert.
00:16:17: Wie ist das im Vergleich in Deutschland, wenn du von diesen Anrufen sprichst?
00:16:20: Ja, ich mein, ich glaube nicht, dass das überall so ist.
00:16:25: So wie ich es mitbekommen habe, ist das sehr, ja, anstrengend nicht.
00:16:28: Nur du wirst immer wieder rausgeholt, musst einen Telefonat führen und sowas machst du ja jeden Tag.
00:16:34: Irgendwann gewünscht sich daran.
00:16:36: Der denkt sich okay, der Telefoniert gerade mit dem Elthanteil.
00:16:39: ... wegen das und das, aber das kann man einfach ... ... geschleiten, finde ich.
00:16:43: Also wenn das Kind krank ist, ist es krank.
00:16:45: Dann ist es halt so, gute Besserung, ... ... hoffentlich kommt es morgen wieder.
00:16:49: Aber alles andere, muss man das alles ... ... über eine Telefonliste machen, finde ich nicht.
00:16:55: Also ich habe es so gelernt oder so jetzt gesehen gehabt, ... ... dass es auch ohne Kommunikation geht.
00:16:59: Also Kommunikation auf einer verbalen Ebene, wie wir beides ... ... die tun.
00:17:03: Na ja, verstehe.
00:17:04: Hier im Kastro-Brauxel zum Beispiel hört man immer wieder ... ... davon, dass Gruppen ... Krankheitsbedingt nicht stattfinden können oder es Notbetreuung gibt, dass Eltern da kurzfristig sich eine Alternative suchen müssen.
00:17:18: Also das jungste Beispiel ist eine Kita am Stadtmittelpunkt, die Modulkita von Akaritas.
00:17:25: Die haben jetzt Personalprobleme wegen Langzeiterkrankungen und Kündigungen und der Umzug nach Merke Linde in die neu gebaut Kita findet jetzt für eine Gruppe aus zwanzig Kindern früher statt, weil da offenbar schon Personal vorhanden ist, dass diese Gruppe dann übernehmen kann relativ kurzfristig.
00:17:46: Findet so was wie Notbetreuung und Gruppenausfälle und so in Schweden auch statt oder haben die irgendwie andere Wege.
00:17:55: Also ich habe es jetzt live nicht erlebt in den drei Wochen.
00:17:58: Da war keine Kollegin krank außer Kinder natürlich und in der Phase sind da viele Kinder krank.
00:18:03: Diese Krankheiten oder Ausfälle gibt es in Schweden natürlich auch, aber der Umgang, damit ist aber ein anderer, völlig anders, wie geht es da ab.
00:18:10: Personalausfälle, wir sind dort fest einkalkuliert.
00:18:13: Kommunen arbeiten mit Sprinkräften und Vertretungspuls zusammen.
00:18:18: Der Personal wird flexibel zwischen First-Colors eingesetzt.
00:18:21: Das gibt es zum Beispiel bei der Kita Loma-Land, wo ich mit der Leitung gesprochen habe, nicht.
00:18:26: Das wurde explizit angesprochen auf meine Nachfrage.
00:18:30: Gibt es Springerkräfte?
00:18:31: Nein, das sei offenbar nicht der Fall.
00:18:32: Das heißt, wenn in der Gruppe König Alphonse, in der ich war, wenn da einer ausfällt, dann muss man dazusehen, wie man den Tag irgendwie mit dem vornen Personal
00:18:44: bewältigt.
00:18:44: Okay.
00:18:44: Ja, statt Gruppen sofort zu schießen, werden sie eher zusammengelegt in Schweden.
00:18:48: Also, hat man das mir erzählt?
00:18:50: Ich meine, in den Kitas in Kassau-Brauxel... ... wird ja auch immer versucht, ... ... irgendwelche Lösungen zu finden ... ... und dann ja, ... ... berufstätige Eltern und so ... ... und man versucht das irgendwie schon ... ... bestmöglich zusammenzulegen.
00:19:03: Ja, klar, muss auch, ... ... muss da die Eltern entgegenkommen.
00:19:06: Aber da gibt es auch eine klare Ansage, ... ... ist der Home-When-Sick-Kultur.
00:19:10: Das heißt, ... ... kranke Mitarbeiterinnen bleiben konsequent zu Hause ... ... ohne sozialen Druck.
00:19:15: Eltern sind es auch gewohnt, ... ... ihre Kinder ... ... bei kranker Entwicht zu erzulassen.
00:19:19: Das reduzieren natürlich die ... ... Kenneninfektionen.
00:19:21: Das habe ich auch gespürt, weil wenn ein Kind angeschlagen zu Käther gebracht wird, okay, wird abgelassen, dann wird man einen Fieber gemessen und dann wird das Kind wieder abgeholt.
00:19:31: Also da gibt es auch keinen Tamp-Tamp, keine Diskussion, das habe ich sehr oft jetzt gesehen im Spiel.
00:19:36: Und dadurch hasse halt weniger Ausfälle, glaube ich, und natürlich, weil wir uns da draußen bewegen, weil wir in der Waldkäther sind.
00:19:44: Und dadurch hat sich bisher kein Ausfall gehabt oder sowas ähnliches.
00:19:49: Aber sonst hat es dir gefallen dort?
00:19:50: Ja, mir hat es gut gefallen.
00:19:52: Ich bin da reingekommen, ohne Großberührungsfunkte mit Kindern zu haben.
00:19:56: Also auch in meinem Freundeskreis, also ich bin jetzt siebenzwanzig.
00:20:00: Trotzdem gibt es noch nicht so viele Kinder und ich habe jetzt auch in der Familie nicht so viele kleinen Kinder rumlaufen.
00:20:06: Und ich bin da reingekommen und war direkt erst mal ein bisschen reizüberflutet, weil ... Da wirklich zwanzig Kinder drin waren in der Gruppe.
00:20:14: Zwanzig Kinder zu wieviel Zieren?
00:20:16: Von zwanzig Kindern waren zwanzig da.
00:20:19: Ich meine, dass da so vier Erzieher waren.
00:20:23: Ja, in der Gruppe.
00:20:24: Ja, genau.
00:20:25: Und dann war da, glaube ich, noch Praktikant und ich dann noch dazu.
00:20:28: Und ja, ich wurde direkt aufgenommen ganz herzlich von einem kleinen Jungen, der neben mir saß, der hat mir dann so ein Geschenk irgendwie angeboten, so ein Edelstein, den er gefunden oder geschenkt bekommen hatte.
00:20:39: und fragte, ob ich den haben möchte.
00:20:42: Ich sagte, nein, danke.
00:20:44: Und dann hat er den halt im Jungen neben mir geschenkt.
00:20:46: Also, ich hab mich einmal vorgestellt, hab gesagt, ich bin hier für Redaktion.
00:20:50: Ich guck mir einfach mal euren Alltag an und ich war dann sofort einfach als Mitglied der Gruppe aufgenommen und keiner hat mehr Fragen gestellt.
00:20:59: Und ich war dann einfach so dabei und hab das so begleitet und hatte dann aber, also ich war nur den Vormittag da von neun bis zwölf Uhr ungefähr.
00:21:07: Und ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich vorher auch so ein bisschen angeschlagen war, aber ich hatte dann auch Kopfschmerzen rausgegangen.
00:21:13: Durch die Lautstärke.
00:21:14: Ja, das ist schon krass.
00:21:15: Und dann fängt irgendwann zu heulen, weil er ein Zweig ins Auge gekriegt hat oder es gibt irgendwie Streit um Spielzeug.
00:21:22: All das während du dann vielleicht mal versuchst, den Kind beiseite zu nehmen, um dem einzeln vorzulesen, weil jedes Kind hat auch so seine eigenen Bedürfnisse und so.
00:21:32: Du kennst den Alltag.
00:21:34: oder wie viel hast du in Deutschland jetzt schon in Kitas gearbeitet eigentlich?
00:21:37: Ich habe halt ausschließlich Praktik ausgemacht in Kitas, die eine gegen drei Wochen letzten Jahr, sorry, vorletztes Jahr und letztes Jahr im März, April war es dann fünf Wochen.
00:21:51: Und zusätzlich gehst du ja zur Ausbildung zur Schule.
00:21:54: Genau, genau, genau, die läuft halt parallel ab.
00:21:56: Jetzt sind wir in der Praktikungsphase, die acht Wochen gehen wird, wo ich jetzt mittendrin befinde.
00:22:04: Die ersten drei Wochen waren halt in Schweden.
00:22:06: Die nächsten fünf Wochen werden halt an der Grundschule in Buchen sein, an der Fraunlob-Schule.
00:22:11: Genau.
00:22:12: Was sind denn da so die Themen, die immer wieder aufkommen, mit denen man sich beschäftigt als Erzieher?
00:22:17: Also welche Schwierigkeiten gibt es im System in Deutschland?
00:22:23: Und was können Schweden vielleicht da als Vorbild darstellen?
00:22:28: Ja Schwierigkeiten, natürlich diese Rahmenbedingungen, mehr Personal, bessere Bezahlungen.
00:22:34: und verlässliche Strukturen brauchen wir, damit weniger Notbetreuung entsteht.
00:22:40: Diese Notbetreuungsgeschichten hört man sehr oft, nicht nur in Zeitungen, in Nachrichten, sondern auch in eigenen Kreisen.
00:22:49: Ich finde auch gute Pädagogikfunktionen und dann werden Fachkräfte nicht permanent am Limit arbeiten müssen.
00:22:55: Ja, das kommt ja nicht ungefähr.
00:22:57: Du sagst es ja gerade in deinem Alltag, was?
00:22:59: so, dass du mit dem Lächeln nach Hause gegangen bist.
00:23:01: Nicht nur zur Arbeit hin, nicht nur bei der Arbeit, sondern hinterher, dass es dir dann auch noch gut ging.
00:23:06: Ja, total.
00:23:08: Wie gesagt, hier macht es auch Spaß zu arbeiten.
00:23:11: Also ich kannte, dass das System Schweden hatten durch Hörn, durch mal Onkel, der in D-Mark wohnt.
00:23:16: Ich kannte das halt nicht live vor Ort.
00:23:18: Deswegen habe mich das mega reizt, mal rauszukommen aus meiner Bappel.
00:23:21: komplett raus, Kastrop hinter mir zu lassen für ein paar Wochen und mich mal ein bisschen weiterzuentwickeln, auch menschlich.
00:23:29: Und jetzt kann ich einen Vergleich machen.
00:23:34: Es gibt natürlich hier Sachen, die besser laufen wahrscheinlich als dort.
00:23:38: Aber wie gesagt, das fängt halt klein an.
00:23:40: Man muss halt versuchen, den Personalschlüssel halt besser zu gestalten, damit halt weniger Stichungen gibt und mehr Leute auch diesen Job langfristig machen.
00:23:51: wollen, können oder müssen, ne?
00:23:55: Bessere Bezahlung, natürlich.
00:23:57: Bevor wir noch mal darauf kommen, warum du diesen Job gerne machen möchtest.
00:24:01: zum Abschluss, wollte ich noch ein paar Statistiken aus Schweden droppen, die ich mir rausgesucht habe.
00:24:06: Einerseits aus der Kita-Serie meiner Kollegen aus Dortmund.
00:24:10: Die haben ganz viele Artikel zum Thema Kitas in Dortmund geschrieben.
00:24:14: Ich meine, wir in Castro Brauchsel geben uns auch Mühe, das Thema immer zu bearbeiten.
00:24:17: Die haben sich da sehr viel Zeit und Mühe mitgegeben, kann man sich alles noch mal reinziehen, wenn man das möchte.
00:24:24: Und ich habe ein Podcast gehört von Anne Will, die man aus der ARD kennt, mit dem Ökonomen Marcel, ich glaube Marcel, Fratscher.
00:24:32: Also daher kommen diese Statistiken, die ich jetzt vortrage.
00:24:36: Die Betreuungskote für unter drei Jährige liegt in Schweden bei fast sechzig Prozent deutlich höher als in Deutschland mit fünfundzwanzig Komma eins Prozent.
00:24:46: In Schweden sind die Kosten für die Kita-Betreuung auch an das Ankommen der Eltern gekoppelt, wie in Deutschland, aber der Maximalbetrag ist gedeckelt bei rund hundertdreißig Euro pro Monat.
00:24:57: Und in Deutschland kann das schon mal drüber gehen, darüber hinaus.
00:25:01: Und Schweden hat eine sehr hohe Erwerbsquote bei Frauen in der, also im Vergleich zu EU mit zweiundachtzig Komma eins Prozent, wobei in der Statistik jetzt nicht aufgeschlüsselt ist, wie viele davon Vollzeit und Teilzeit machen.
00:25:16: Aber Deutschland hat Laut der Quelle um die seventy-fünf Prozent, viele davon natürlich in Teilzeit.
00:25:25: Wie kommt man dazu, dass so etabliert ist?
00:25:30: diese Kitasystem, diese Betreuung?
00:25:33: Diese frühkindliche Bildung hatten Schweden einen sehr hohen Stellenwert, aber hohe gesellschaftlichen Stellenwert, besser gesagt.
00:25:41: Alterhammer hatten ein großes Vertrauen ins System.
00:25:44: Die Angebote sind sehr flächendeckend, gut organisiert und qualitativ hochwertig.
00:25:49: Und aus dem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf politisch und gesellschaftlich stark verankert.
00:25:56: Daher hast du wahrscheinlich in Schweden sehr viele unter dreijährige Betreuung, also Betreuungsgruppen, die Kinder unter drei Jahren betreuen.
00:26:07: Das ist halt sehr familienfreundlich aus.
00:26:12: habe ich neulich mit einem anderen Erzieher gesprochen, Justin Schume von der Kita Lomarland, von dem ich erzählt habe.
00:26:17: Und er sagte mir auch so, ja, wenn ich viel Geld hätte verdienen wollen, dann wäre ich nicht Erzieher geworden.
00:26:25: Also verdient er so wenig?
00:26:26: Ey, jetzt, ich hab mir keine Angst.
00:26:29: Der hat gesagt, wenn es mein Ziel gewesen wäre, reich zu werden, dann hätte ich diesen Beruf nicht.
00:26:35: wählen sollen.
00:26:35: Dann
00:26:36: muss er Spaß haben.
00:26:36: Hat er Spaß?
00:26:37: Er sagt aber, dass das auch nicht sein Ziel ist, unbedingt reich zu werden, sondern er will eine sinnvolle Tätigkeit haben.
00:26:43: Wieso hast du dich jetzt entschieden, dass du jetzt hierher werden möchtest?
00:26:48: Wie ich schon zu Anfangs erwähnt hatte, ich habe immer mit Kindern zu tun gehabt, nicht nur Familie, auch vom Freunden, auch durch meine Sportaktivität, Fußball, jetzt im Handball, wo ich auch Gruppen trainiert hatte, die Jünger waren hat sich.
00:27:03: Meist Kinder, Schulkinder.
00:27:05: Und ich hab immer was gemacht in dieser Branche, sag ich mal, oder in dieser Bappel.
00:27:13: Und dadurch hat mir das sehr einfach gemacht, diesen Umstieg, Studium beenden oder abbrechen, in dem Falle klingt bisschen unschuldig, aber ist es halt so.
00:27:22: Und nochmal einen Cut zu machen in dem Leben.
00:27:24: Und da war es einfach klar, ich mach was in Richtung Pädagogik.
00:27:29: Erzieher werden gesucht.
00:27:31: Männliche CDU sowieso.
00:27:33: Und da kommt sich darauf an, was natürlich spielt Geld in der Rolle im Leben.
00:27:38: Definitiv, da gebe ich noch einen Justin recht.
00:27:40: Nur, wie er schon sagte, das macht Sinn für mich, diesen Job auszuholen, weil ich was den Kindern beibringen möchte.
00:27:47: Und wir sind halt Vorbilder.
00:27:49: Wir sind Vorbilder für alle Kinder, nicht nur Kitas, auch Schulen.
00:27:54: Und... Daher macht es mir um mal Spaß jeden Tag was dazu zu lernen auch von den Kindern.
00:28:00: Das habe ich auch schon wieder dazu gelernt.
00:28:02: Nicht nur von mir, auch von denen.
00:28:04: Das kannst du dann nehmen und geben.
00:28:06: Und darauf kommt es dann, du gehst jeden Tag mit mehr Inputen, mit größeren Holzern nach Hause und hast wieder was beigebracht bekommen gehabt.
00:28:15: Nicht nur durch Arbeitskollegen, auch durch Kinder und kannst auch deine Expertise, was auch außerhalb der KETA Schule lernt, auch mit reinbringen.
00:28:25: Und auf diesem Gap hinzuweisen zwischen ein sehr, sehr wichtiger Beruf, der für die Zukunft dieses Landes natürlich auch sehr wichtig ist, weil die neue Generation ist unsere Zukunft.
00:28:38: Und der Anerkennung, dem Gehalt, dass man dafür bekommt, darauf hinzuweisen, ich glaube, da werden Leute in der Branche nie müde.
00:28:47: Und das haben wir dann an der Stelle auch nochmal getan.
00:28:50: Auf jeden Fall.
00:28:51: Also man kann nie weniger verdienen in dieser Branche, sage ich jedes Mal.
00:28:55: Das ist auch wie in der Gesundheitssystem, die ganzen Krankenfliegerinnen, die viel zu wenig verdienen, die ganzen Gastronomen, da können wir ja bis morgen und teilen, glaube ich, der Wessel, glaube ich, wir sehen mal gleich eine Meinung.
00:29:08: Und vor allem diese Branche ist halt die Zukunft.
00:29:11: Wir bilden oder wir bilden die Zukunft von heute aus und die braucht halt einen vernünftigen Arbeitsplatz, einen vernünftigen Personalschlüssel.
00:29:24: gute Rahmenbedingungen, damit das halt schön gestaltet wird.
00:29:30: Ohne, wann hast du jetzt nach Schweden aus, weil dir das so gut gefallen hat?
00:29:35: Ja, die Natur war schön, muss ich sagen.
00:29:37: Aber du hast eigentlich einen Castrop Auxility-Shirt an.
00:29:39: Ja klar, ich bin da castrober durch und durch, ne?
00:29:44: Ja, ich muss sagen, ja, also wie gesagt, das Pratikum hat mir die Türen geöffnet, vielleicht irgendwann mal im Aufwand zur Arbeit zu wollen.
00:29:52: Dadurch muss ich halt mein Engisch ein bisschen verbessern.
00:29:54: Hast du wirklich Bock dazu?
00:29:56: Ja, ich mach sag mal so, man geht noch einmal.
00:29:58: Das stimmt.
00:29:59: Ich bin jetzt nicht der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich bin in der Jüngste, ich.
00:30:20: Ich habe mich da wohlfühlt.
00:30:22: Das Wofel finde ich wichtig.
00:30:23: Wenn du akzeptiert, respektiert wirst, als wo ich auch vom Tag eins, von allen Leuten dort, dann fühlt man sich wohl.
00:30:30: Da fühlt man sich heimisch, als ob man schon immer da gewesen wäre.
00:30:34: Und dann dachte ich mir, okay, warum nicht?
00:30:37: Hast du noch andere Länder, wo du dir vorstellen könntest, auszuwandern?
00:30:41: Ja sicher, auf jeden Fall.
00:30:43: Irgendwo in der Sonne vielleicht, was nicht so kalt und dunkel ist im Winter.
00:30:46: Also apropos kalt und Winter, Kada ist natürlich schön.
00:30:51: Australien wäre auch bei mir.
00:30:54: Ich bin ganz normal verlistet, ich habe auch Familie.
00:30:57: Südamerika reizt mich sehr, Kolumbien, Brasilien.
00:31:02: Ich meine, wenn sich das ergeben sollte... Hoffentlich irgendwann mal ein Böse mitnehmen wahrscheinlich.
00:31:08: Aber ich muss sagen, ich hatte auch extrem Heimweh, obwohl ich mich da sehr wohlgefühlt habe, auch mit meinem Schulfreund Erik.
00:31:17: Aber hatte ich Heimweh, weil du halt dieses Sozialleben, ich hatte das, wie du was hier hast.
00:31:22: Natürlich bin ich da sehr connected gewesen, schnell mit Ikea-Leuten, weil ich jemanden da zufällig beim John getroffen hatte.
00:31:29: der gesagt er kommt mit was zum pülen ich je mitpülen gegangen mit den ganzen kehrleuten hat spaß gemacht.
00:31:36: kunder bunte haufen die kehr ist er der hauptizort in elmholt hat spaß gemacht war cool aber ansonsten wochenen war natürlich voll gepackt.
00:31:47: wir waren ein wochen in malmöhe einmal in göteburg einmal in welchow haben uns auch die hamper lehrmann geguckt.
00:31:53: ansonsten ... musst du da versuchen, sich schnell zu connecten, ... ... sonst hast du sehr schwule Langeweile.
00:31:59: Aber natürlich, dass ich viel Sport mache, ... ... ich war viel joggen, auch in Dunkelheit ... ... und habe auch das gemacht, was er ... ... der erste Mal mir erzählt hatte, ... ... war mal, ich glaube, ... ... fünf, vierzehn Minuten lang habe ich mal ... ... einen Runden gedreht im Schul- ... ... also hier auf dem Tata-Bahn, ... ... ohne Musik, ... ... das war so eine Selbstfindungsfrage, ... ... da habe ich mich ein bisschen ... ... selbstgefunden und ich dachte, ... ... okay, dann mache ich hier.
00:32:19: Wobei es war nachgedacht?
00:32:20: Aber alles will ich, alles so, du, du, du, ohne Musik, einfach, fünfe, zwanzig Minuten lang rund gedreht habe, ich habe über alles nachgedacht, was ich in meinem Leben bisher gemacht habe, was ich vielleicht noch vorhab, was für Ziele jetzt die Mehl dranstehen mit meiner Ausbildung, mit dem Examen.
00:32:37: Und genau das ich, alles, was ich vorher gemacht habe, vielleicht nicht zu Ende gebracht habe, egal, in welchem Grund auch immer, es sind Schimmels.
00:32:47: Ich verscheid, bin ich für viele auf dem Popo gefallen, aber ich bin aufgestanden, zielte quasi meine zweite Ausbildung durch und bereue nix.
00:33:00: Darauf kommt's im Leben am Ende.
00:33:01: Am Ende habe ich mir gedacht, alles was ich vorher gemacht habe, hat mich weitergebracht im Leben und bin auch der geworden oder bin, der ich jetzt hier bin vor dir, mit mehr Haaren, weniger Gewicht.
00:33:18: War echt schön.
00:33:20: Was meinst du mit auf den Popo gefallen?
00:33:21: Also ich kenne leider die Geschichte noch gar nicht.
00:33:23: Also ich weiß nur, du hast ein Studium...
00:33:25: Ja genau, ja genau.
00:33:26: Ich bin nicht durchgezogen, viel nebenbei gemacht, nebenbei ein Studium, viel auf einer kommunalen Ebene, weil hier bei den Bündnis Neunzig die Grünen, bin ich immer noch Mitglied oder hier bei meinem Stammfall in Makau-Bakastrop, wo ich jahrelang, wo ich quasi groß geworden bin, viel gemacht, viel Ehrenamt gemacht, was ich aber nicht bereue.
00:33:43: Dadurch bin ich der Mensch geworden, der ich wahrscheinlich jetzt bin.
00:33:47: Hätte ich es durchgezogen, wäre ich wahrscheinlich hier bei dir.
00:33:50: Was hast du zu studieren?
00:33:51: BWL in Bochum.
00:33:52: Passt gar nicht zu mir.
00:33:57: Hätte ich es durchgezogen, vor zehn Jahren beendet oder viel eher, dann wäre ich wahrscheinlich hier bei dir.
00:34:04: Mit so einer Mähne, vielleicht hätte ich schon Kind, Haus, keine Ahnung was.
00:34:09: Der Weg wollte es nicht so.
00:34:11: Der Weg wollte es so haben, wie ich jetzt bin.
00:34:13: Habe ich kein Problem mit.
00:34:14: Weil das Alter ist nur zwei Seiten Leuten immer.
00:34:17: Weil die in Schweden haben auch gesagt, hey, ist das ein Vorher gemacht?
00:34:21: Ja, klassische Frage, lange studiert.
00:34:23: Dann lange überlegt, was man machen soll, den nächsten Stein oder den nächsten Pulsdruck muss sitzen.
00:34:31: Und das fiel mir leicht, was ich machen wollte.
00:34:33: Andererseits,
00:34:34: wenn du sechsunddreißig bist, dann drei Jahre Ausbildung.
00:34:38: Drei Jahre ist das richtig?
00:34:39: Ja, genau.
00:34:39: Ich bin zum zweiten Jahr, sieben, dreißig bin ich fertig.
00:34:42: Kannst du immer noch lang genug arbeiten?
00:34:44: Ja, ich werde wahrscheinlich sehr lange arbeiten, außer die Richtige filmt mich und die ist ein bisschen wohnhaft.
00:34:49: Nein, auf Geld kommt es nicht an.
00:34:51: Der Charakter ist ausschlaggebend.
00:34:52: Auf jeden Fall werde ich sehr lange arbeiten, definitiv.
00:34:54: Und du kannst in den Job halt sehr lange arbeiten.
00:34:56: und nicht nur in der Kita, gibt es da tausend andere Möglichkeiten, wo du arbeiten kannst.
00:35:00: In der Wohngruppe, keine Ahnung.
00:35:03: In der Schule, im Jugendzentrum, da sind da die Spaten sehr groß.
00:35:08: Ohne, ich bin dir sehr dankbar, dass du uns hier im Podcast besucht hast.
00:35:11: Ich glaube, du hast noch eine Sache los zu werden, bevor ich abmoderiere.
00:35:14: Genau, ich habe noch eine Sache.
00:35:16: Ich
00:35:16: wollte dich gerade fragen, ob du noch was Wichtiges hast, was ich vergessen habe.
00:35:20: Das ist meine Standardfrage zum Ende von jedem Pressegespräch.
00:35:24: Eigentlich nicht, oder?
00:35:25: Hast du noch was am Herzen liegen?
00:35:26: Nein, aber du.
00:35:27: Ja, ich, auf jeden Fall, wir haben jetzt am siebten, zweit, vom Berufsgeg Castle Rock, so ein Tag auf einem Tür.
00:35:34: Da sind recht alle herzlich eingeladen, alle Hörerinnen und Hörer, die das zu hören, alle Schülerinnen und Schüler, die vielleicht nachher sehen, noch nichts vorhaben oder wissen noch nicht, was sie vorhaben, zu machen, zu wollen.
00:35:45: Die sind alle rechtheitlich eingeladen, am Samstag zu kommen.
00:35:47: Ich bin auch da, werde dann wissen über meinen Praktikumschwenen berichten, über unseren Billionskern berichten.
00:35:53: und würde mich freuen über jeden Besucherinnen.
00:35:56: Okay, und da gibt es dann auch Infos zur Ausbildung
00:35:58: und so was?
00:35:59: Genau, Infos zur Ausbildung, wir haben ja nicht nur die schulischen Repart von der C-Ausbildung, wir haben diese PA-Ausbildung, diese Praxis integrierte, wo die... Schülern und Schülern, blockweise, zwei Tage Schule, drei Tage Akita besuchen, die Vollzeit-Abiturienten, die das in den Bereich machen.
00:36:21: Genau, das hat alle Rettelität eingeladen.
00:36:23: Ich vermute euch gerne vorher auf unserer Homepage.
00:36:26: Ansonsten kommt es noch rum.
00:36:28: Gibt es Kaffee und Tee vor euch, um mich.
00:36:32: Das klingt nicht schlecht, der Samstag noch nix so hat, sollte da unbedingt hingehen.
00:36:36: Oh nun, jetzt aber, vielen Dank für deine Zeit, für deine schönen Erzählungen aus Schweden und ich wünsche dir alles Gute.
00:36:43: Danke euch, mir wieder gerne, war mir eine Ehre und hat sehr viel Spaß gemacht.
00:36:47: Ciao Ohnuhn, tschau.
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