Spezial: Wie regeln Sie die Kita-Personalklemme?

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer Spezialausgabe des Podcasts.

00:00:15: Mein Name ist Tobias Weckenbrock und ich heiße euch herzlich willkommen zu einem

00:00:19: Gespräch,

00:00:21: bei dem die Fragen fehlen.

00:00:23: Klingt komisch, ist aber so.

00:00:24: Ich habe mich schon vor einigen Wochen mit Lena Brickmann und Jana Aiden unterhalten.

00:00:32: Die arbeiten bei der evangelischen Kindergartengemeinschaft Herne-Kastrop-Rauxel in der pädagogischen Leitung, nicht in Kitas, sondern bei der Trägergesellschaft und kümmern sich dort um die insgesamt siebenundzwanzig Einrichtungen in Herne, Van der Eichel und Kastrop-Rauxel.

00:00:52: gesprochen haben wir unter anderem über die Personalprobleme in Kindergärten, die damit einhergehen, dass es einen großen Fachkräftemangel gibt und laut Gesetz eine relativ aufkante genähte Personaldisposition.

00:01:10: Das führt dann im Umkehrschluss gerade in Wintermonaten oft dazu, dass Kitas unterbesetzt sind und das Gruppen geschlossen werden müssen und somit die Kinder zu Hause bleiben.

00:01:23: Das wiederum führt dann oft zu Problemen bei den Eltern, die in der Regel heutzutage ja berufstätig sind.

00:01:31: Darüber haben wir uns unterhalten und weil ich das Gespräch schneiden musste, habe ich mich dabei nur auf die Antworten der beiden Frauen fokussiert.

00:01:43: Den Anfang macht Lena

00:01:45: Brickmann.

00:01:46: Lena Brickmann.

00:01:46: Genau, da bin ich jetzt seit dem sechsten Oktober als pädagogische Fachberatung tätig in einem Stundenumfang von fünfzehn Stunden.

00:01:54: Da sind wir für die Kitas zuständig, für die Teams, für die Leitungenansprechpartner natürlich auch so ein Mittler zwischen Träger und Leitungen und natürlich auch insbesondere für alle Elternteen.

00:02:07: Ich bin Dana Eiden und die Kollegin von Lena Brickmann.

00:02:10: Wir tauschen uns eigentlich in allen Thematiken aus und wenn da Veränderungen anstehen, dann werden wir uns dann nochmal umstrukturieren, aber jetzt erst mal ist es tatsächlich so, dass wir alle Themen gemeinsam braten und uns gegenseitig auf dem Laufenden halten.

00:02:23: Also, ich will mal sagen, man hat so die klassischen ersten Rotsnasen auf jeden Fall.

00:02:28: Die ersten kleinen Erkältungswellen kommen auch auf jeden Fall an und die klassischen Ansteckungskrankheiten, die dieses feuchten, nasse Wetter so mit sich bringen.

00:02:37: Genau, also wir haben ja grundlegend jene Standards in den Einrichtungen, die vorgehalten werden, die auch regelmäßig da überprüft werden, wo alle involviert sind.

00:02:47: Es sind auch Dinge beibehalten worden, die wir ja aus Corona-Zeiten gut gelernt haben und die wir ja auch beibehalten können, was natürlich mit den Kindern besprochen wird.

00:02:58: Miesetikette oder Naseputzen dergleichen, aber auch was für die Eltern weiterhin vorgehalten wird im Eingangsbereich desinfektion und dergleichen.

00:03:08: Und

00:03:09: ja, dass wir jetzt auch nochmal umstellen von Frotte Handtüchern auf Papierhandtücher.

00:03:14: Das war bisher in einzelnen Einrichtungen, aber dass wir das auch regulär jetzt einführen für die Kitas, für die Kinder und da auch nochmal mehr.

00:03:24: ja, Desinfektion und Sicherheit vorzuhalten.

00:03:28: Es kommt natürlich zu aktuellen Krankheitsfällen, kommen natürlich auch immer Dinge wie Langzeiterkrankungen hinzu oder auch geplante Themen, die da zu führen, dass gegebenenfalls es dann natürlich zu Engpässen kommen kann.

00:03:46: Da gibt es auch Einrichtungen, wo wir eben wissen, dass da schon

00:03:50: in einer Notbetreuung

00:03:51: gearbeitet wird aktuell.

00:03:53: Und wo wir natürlich schauen, was sind da jetzt die besten Möglichkeiten, wie können wir unterstützen und da auch einen Notgruppenplan erarbeiten, der dann einfach Sicherheit bietet für die Kitas und für die Eltern.

00:04:06: Das hat ja immer ganz, ganz unterschiedliche Gründe und unterschiedliche Faktoren, die mit berechnet werden müssen.

00:04:12: Und deswegen kann man das gar nicht so pauschal sagen.

00:04:15: Es ist natürlich so, dass wir jetzt die ersten Einrichtungen haben, die ... Planbar versuchen wirklich diese Notbetreuung und für die Familien einzurichten, weil wir auch versuchen da unterschiedlich darauf einzugehen.

00:04:27: Wenn es natürlich ganz kurzfristige Sachen sind, versuchen wir erstmal den Betreuungsbedarf so gut es geht, aufrecht zu erhalten.

00:04:34: Natürlich immer mit dem Wohl des Kindes als aller oberste Priorität.

00:04:40: Und dann müssen wir eben gucken, wenn es längerfristig absehbar ist, dass wir dann natürlich auch eine Planbarkeit für die Familien schaffen, indem wir dann wirklich sagen, es gibt ein rollierendes System, in dem alle Kinder das gleiche Recht haben, in die Einrichtung zu kommen, um auch das Recht auf Bildung und Förderung weiterhin wahrzunehmen.

00:04:56: In schlimmster Instanz ist es natürlich wirklich das Wohl des Leib und Lebens um das Kind.

00:05:02: Das ist die wichtigste Aufgabe von uns, diese Kinder zu schützen und auch da unsere Aussichtspflicht nachzukommen.

00:05:10: Und da haben wir tatsächlich auch ganz klare gesetzliche Vorgaben durch das Kibitz und die Personalbesetzung auch mit strukturiert sind.

00:05:19: Genau, dann gibt es erst mal einen Appell, der natürlich auch schon ans Landesjugendamt gemeldet werden muss, also jegliche Form der Stundredizierung Gruppenzusammenlegung, der gleichen wird ja ans Landesjugendamt gemeldet, wo dann auch noch mal geschaut wird, welche Möglichkeiten gibt es noch.

00:05:35: Aber dann ist ja die Grenze erreicht, wo wir sagen, okay, es ist einfach kein sicherstellender Betreuungsschlüssel mehr vorhanden und wir müssen jetzt den Appell erst mal an die Eltern richten, wo wir sagen, Eltern, die berufstätig sind, die vielleicht nicht Oma und Opa in der Nähe haben, die jetzt kurzfristig einspringen können.

00:05:52: Dazu schauen, wer bringt jetzt in dieser aktuellen, ganz kurzfristigen Notsituation.

00:05:58: Und wenn wir wissen, es geht darüber hinaus, dass wir dann in ein rollierendes System wechseln und das für die Eltern auch transparent und sehr planbar ist, dass sie wissen, ich habe jetzt für die nächsten zwei Wochen darf mein Kind an den Tagen kommen und diesen einen Tag ... schaue ich frühzeitig, dass ich eine andere Betreuung sicherstellen kann.

00:06:18: Genau, das gab es auch schon immer, aber wir überarbeiten jetzt gerade den Prozess.

00:06:23: Genau, und dass der jetzt standardisiert an alle siebenzwanzig Einrichtungen geht, achtundzwanzig plus die vom EVK

00:06:32: und genau.

00:06:33: Genau, und das möchten wir eigentlich einfach nochmal um Handlungssicherheiten für die Einrichtung zu schaffen und Transparenz und Sicherheiten für die Eltern.

00:06:39: Also es ist natürlich mit den Einrichtungen abgestimmt, aber dass wir jetzt, um da Sicherheit zu geben, diesen Fahrplan entwickeln, den es ja auch schon gab, aber das einfach nochmal transparenter zu machen und klein schrittiger, dass da eben die Sicherheit besteht und dass auch Eltern frühzeitig mitgenommen werden und wissen, okay, es ist jetzt eben nicht dieses Kurzfristige, ich bin schon auf dem Weg zu Kita und in einer Elterngruppe wird mir mitgeteilt, okay, die Kita hat heute eigentlich zu.

00:07:06: Ja, dass das dann für längere Zeiten eben besser planbar ist.

00:07:09: Aber an der Situation ändert es natürlich erst mal leider nichts, dass dann an den bestimmten Tagen vorgesehene Kinder die Einrichtungen besuchen dürfen.

00:07:20: Also generell sind hier alle Kitas an so einer Personal-Mindest-Kiebit-Decke.

00:07:25: Also dass da der Schlüssel ja wirklich schon sehr knapp bemessen ist und alles, was darüber hinausgeht, sind ja dann E-Stunden oder plus Kitas-Stunden für die Integrations.

00:07:35: Kräfte, also was da nochmal on top eben ist, aber dieser Kibitz, mindestens Schlüssel, der ist halt sehr gedeckelt.

00:07:42: Und wenn es jetzt in der einen Kita gerade eben so ist, dass alle da sind und man sagt, Mensch, jetzt können wir auch da in die pädagogische Arbeit gehen und Dinge umsetzen und dann da wieder abzuziehen.

00:07:51: Das ist natürlich schwierig.

00:07:52: Wir halten ja einen Springerpool auch

00:07:55: vor

00:07:56: für die Einrichtungen und arbeiten eben in ganz engen Zeiten da auch mit.

00:08:02: Zeitarbeitsfirmen gerade zu sammeln.

00:08:05: Genau, da haben wir aktuell sechs Springerkräfte.

00:08:07: Das habe ich natürlich besprochen und dass wir uns immer die Notgruppenmeldung anschauen und schauen, wie ist da der Personalstand, in welcher Kita ist da der höchste Bedarf im engen Austausch und da dann

00:08:18: eben die Mitarbeitenden.

00:08:20: Nein, es ist natürlich so, dass diese Stellen auch ganz klar bei uns ausgestellt wurden und auch besprochen sind mit den Mitarbeitenden.

00:08:28: Aber es ist natürlich gerade im Verlauf des Fachkräftemangels auch nicht der attraktivste Job.

00:08:34: Und man hat natürlich auch eine ganz andere Bindung zu den Kindern.

00:08:36: Wir haben ja natürlich auch einen Bildungsauftrag, dass es ganz anders auf die Kinder zugehen zu können, wenn man natürlich die Kinder schon kennt.

00:08:44: Es ist allerdings auch für viele Kollegen sehr, sehr spannend, weil sie sich nochmal ganz anders auf die Kinder einlassen können.

00:08:49: Also es hat seine Pro und Kontras und wir sind immer ganz, ganz froh, wenn wir da Kollegen finden, die das machen, weil das auch nicht selbstverständlich ist.

00:08:56: Es ist ja auch in dem Sinne keine Pflichtsache zu sagen, wir haben einen Vertretungspool, sondern es ist wirklich Trägerintern.

00:09:05: theoretisch um diese Sicherheiten zu geben, um dann nochmal Strukturen und Stabilitäten zu geben, dass wir gesagt haben, das ist uns wichtig und dass wir auch Leute haben, die diese Wichtigkeit dahinter sehen und auch gerne bereit sind, das dann zu leisten.

00:09:17: Und die können auch den pädagogischen Auftrag nochmal ganz ganz anders wahrnehmen, der uns ja obliegt, weil die wirklich in der Lage sind dann in kleinen Gruppenarbeit oder auch wirklich nochmal auf das... Kind gezielt zu achten, was eben bei vielen Sachen, die ja so im Tagesablauf Strukturen, die gelebt werden müssen, Dokumentationen, die gemacht werden müssen, auch noch so ein bisschen leider immer weiter aus dem Fokus fällt, gerade wenn man dann noch eine enge Personalbesetzung hat.

00:09:44: Ja, haben wir absolut Verständnis für, weil wir, genau, da ja auch privat einfach natürlich das verstehen können und genauso auch von Notgruppenregelungen in der Kita betroffen sind und führt sich ja auch weiter in der Schule, in der OGS, also das sind ja dann Themen, aber natürlich Ja, schauen wir da gerade, dass wir das gut

00:10:05: abfahren

00:10:05: können, dass wir da gut planen für den Winter, dass wir auf die Kitas gucken, wo wir schon wissen, da gibt es Ausfälle, die sind schon geplant, dass wir da natürlich schauen, können wir da nochmal mit Zeitarbeitsfirmen zusammenarbeiten, dass eben es nicht in diese geplante Notbetreuung.

00:10:22: Also, ja, mit zwei Zeitarbeitsfirmen arbeiten wir da zusammen.

00:10:26: Eine hat jetzt auch gar keinen Vorhalt mehr, also dass die da auch wirklich an ihre Grenzen kommen.

00:10:31: Auch da gibt es keinen Riesenpool an Fachkräften, auf denen wir jetzt zurückgreifen können.

00:10:38: Und die sind natürlich

00:10:39: in den Kosten.

00:10:42: Also eigentlich werden die immer gebraucht, weil es gibt immer irgendwelche Dinge, besonders jetzt auch im Fachkräftemangel, die dafür sorgen können oder irgendwelche anderen Gegebenheiten, warum vielleicht dann doch mal ein Personal etwas geschehen kann,

00:10:56: aber

00:10:58: genau.

00:10:59: Solche Dinge, genau.

00:11:00: Also alles ist ja kunterbund, was da an Faktoren auf uns zukommen kann.

00:11:05: Und ansonsten ist es natürlich auch da zu gucken, dass die so ein bisschen dann irgendwo angedockt sind, dass die sagen können, okay, das ist nochmal eine Einrichtung.

00:11:14: Wenn kein Bedarf großartig da ist, dann können die mal in diese Einrichtung gehen, um einfach nochmal da... den Fokus für die pädagogische Arbeit weiter zu öffnen, dass die Kollegen wirklich nochmal die Zeit haben, sich zurückzuziehen für Vorbereitungszeiten, für Elterngespräche, für andere Angebote.

00:11:30: Und in der Zeit aber auch wissen, dass da einfach gut die Kinder abgedeckt sind, die aussichtlich die Pädagogik gewährleistet ist.

00:11:37: Wir sind ja auch immer noch angebunden an unsere Gemeinden.

00:11:41: Es sind keine Gemeindekindergärten mehr, sondern gehören ja eben alle der Kindergärtengemeinschaft.

00:11:45: Aber es ist schon so, dass wir da auch Vereinbarungen oder auch Absprachen haben, dass dass auch ganz intensiv mit der Gemeinde zusammengearbeitet wird, dass auch mit den Pfarrern zusammengearbeitet wird.

00:11:56: In den meisten Einrichtungen ist es so, dass die wirklich regelmäßig teilweise monatlich wirklich den Pfarrer auch zu Besuch haben, dass die selber kleine Formen von Kinderkirche, Kindergottesdiensten ähnlichen als Angebot darlegen.

00:12:12: Und feste Feiern sind natürlich auch bei uns sehr christlich.

00:12:16: Eigentlich hatten wir ganz viele San Martins und Züge wieder.

00:12:19: Elterngremien, dass da eben natürlich auch die Pfarrer oder Kita-Pressbitter verorten mit in diesen gemeinsamen Gremien wie Eltern, Beiräte, Vollversammlungen dazugehören.

00:12:32: Also es gibt immer noch wirklich auch Familien, die sich explizit für evangelische Einrichtungen aufgrund dieser Sachen überhaupt entscheiden, aber es gibt eben auch viele, die einfach es wichtig finden, so eine Wertevermittlung für die Kinder zu haben.

00:12:47: Das ist natürlich auch immer ein gesellschaftlicher Kontext.

00:12:50: Also auch christliche Wertevermittlungen hat eben gesellschaftlichen Anreiz.

00:12:57: Also wir haben verschiedene Kriterien natürlich, aber es ist tatsächlich auch so, dass wir auch andere religiöse Neigungen annehmen dürfen und sollen und können.

00:13:08: und also auch wir diskriminieren nicht in dem Fall, sondern es ist bei uns auf jeden Fall auch möglich, muslimische Mitarbeiter sogar einzustellen auch und wir haben immer nur den Ansatz, dass eben natürlich ganz klar sein muss, dass wir diese christliche Gesinnung in unseren Einrichtungen haben und dafür offen sein

00:13:27: muss.

00:13:28: Ja, auf jeden Fall.

00:13:29: Also da... haben wir jetzt eben den Prüfauftrag.

00:13:31: und das ist ganz ganz wichtig ist, dass auf jeden Fall die Kitas in einem evangelischen Verbund verbleiben, dass das ein Ziel ist, auf die erste Anlaufstelle oder der erste Berührungspunkt mit Kindern die Kirche zu besuchen und auch darüber genau die Familien.

00:13:51: für den Raum Kirche zu begeistern und da vielleicht auch Hemmschwellen abzubauen und das passiert ja ganz oft eben niederschwellig und dann veroert oder Gottesdienst

00:13:59: in der Einrichtung.

00:14:01: Und wie kann man das da machen, wenn das ein diffizitieres Geschäft

00:14:04: ist?

00:14:04: Da schauen ja gerade auch... Ja, da schauen die Träger, welche Möglichkeiten gibt es und auch der Spitzenverband der Evangelischen Kirche stellt sich da auf und streckt die Fühler aus, welche Möglichkeiten der Finanzierung es einfach für Einrichtungen da noch gibt.

00:14:22: Genau, grundsätzlich ist da einfach auch Politik gefragt und dass diese sehr gedeckelten Kindpauschalen dazu führen, dass einfach das an einer sehr niedrigen finanziellen Grenze alles von Stamm geht in Nordrhein-Westfalen.

00:14:43: Ja, weil man einfach unglaublich viel für die Gesellschaft und für sich dazu gewinnt und so viel zu geben hat.

00:14:49: Also das ist ja unsere Zukunft, an der wir mitwirken können, an unserer Gesellschaft, in der wir mitwirken können.

00:14:55: Und ich finde, das ist das, was diesen Beruf eigentlich auch wirklich ausmacht.

00:14:59: die Kinder von klein auf zu begleiten und wenn man wirklich dann auch die Neugier sieht, wie man sieht, wie Entwicklungsschrillte passieren bei Kindern, ich finde, das hat schon die Nährwerte dieser Arbeit.

00:15:10: Das ist eben auch gerade ein großes Thema, also dass wir jetzt auch zum Beispiel mit den Schulen kooperieren, dass da Informationstreffer, Träger treffen stattfinden, wo die verschiedenen Träger sich vorstellen, um niederschwellig in den Austausch zu gehen und auch für den Beruf zu werben und zu zeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es bei uns, ob jetzt in der PIA Ausbildung oder schulische Ausbildung mit dem Anerkennungsjahr und da einfach für den Beruf nochmal zu gucken.

00:15:42: Aber auch da ist eben zu erkennen, dass der Nachwuchs da nicht so gesichert ist.

00:15:49: Also, dass nicht mehr so viele junge Menschen sich für den

00:15:52: Beruf... Genau, ja.

00:15:53: Also, es ist natürlich ein

00:15:54: Beruf,

00:15:55: der einfach viel Leistungsspätektrum mit sich bringt und an den immer neue Anforderungen durch die Politik gestellt werden.

00:16:02: der auch viel Verantwortung mit sich bringt.

00:16:05: Weil man hat einfach auch die Verantwortung für das Wohlergehen so vieler Kinder.

00:16:10: Und das ist natürlich was, dass man sich erst mal zutrauen muss.

00:16:14: Und ansonsten können wir dann natürlich auch immer nur an die Politik appellieren, dass da Veränderungen eintreten müssen, um einfach generell den Beruf aufzuwerten, was ja eigentlich auch schon seit, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Fünfzehn eigentlich ein Anliegen aller Einrichtungen im Bildungssektor ist.

00:16:32: mehr Personal bei geringerer Kinderzahl auf jeden Fall, damit man eben wirklich nochmal da sich auf die individuellen Bedürfnisse und die Förderung der Kinder einlassen kann.

00:16:42: Und weil es natürlich immer durch verschiedene Faktoren

00:16:46: nochmal

00:16:47: eine Verringerung teilweise gibt oder weil man auch wirklich mal bedenken muss, diese verlängerten Öffnungsteiten.

00:16:54: Früher kannte man das noch mit diesen Pausen, dass zwischen zwölf und zwei, theoretisch die Kinder gar nicht in der Einrichtung waren und jetzt eben diesen extremen Anspruch haben, wobei eine Vollzeitkraft eben auch nur neun, dreißig Stunden

00:17:07: hat.

00:17:09: Also ich hatte ja auch schon Kinder, die eben die Kita besucht haben, genau, und da sich da, ja, das ist da ganz tolles pädagogisches Personal arbeitet, was sehr.

00:17:19: engagiert ist und was auch noch zu widrigen Bedingungen einfach versucht, Dinge für die Kinder aufrecht zu erhalten, dass da natürlich immer geschaut werden muss und priorisiert werden muss.

00:17:28: Was ist jetzt wirklich wichtig?

00:17:30: Und da stehen einfach immer die Kinder an erster Stelle und jetzt vielleicht nicht dann noch der on top Bastelnachmittag mit den Eltern.

00:17:38: dass da ganz fähiges und sehr engagiertes Personal in den Einrichtungen ist.

00:17:43: Und natürlich, ich da aber auch sage, okay, wenn es so eng ist in den Einrichtungen und wenn da eben diese Mindestgrenz unterschritten wird, dann nehme ich mein Kind mit nach Hause oder schaue, welche Möglichkeiten gibt es und das betrifft

00:17:59: mich da ja

00:17:59: ganz genauso.

00:18:00: Aber grundsätzlich sehe ich in den Einrichtungen sehr viel, sehr Engagiertes.

00:18:06: Personal, was diesen Beruf auch ganz bewusst eben gewählt hat und auch gerne pädagogisch arbeiten möchte.

00:18:14: Insgesamt ist es ja eine besondere Zusammenarbeit, weil wir eben auch aus diesem Leitungsteam herauskommen.

00:18:21: Wir haben jetzt lange in der Kita gearbeitet, auch als Leitung und sind da jetzt eben in der anderen Rolle, kennen aber einfach wirklich die Themen, die in den Einrichtungen sind.

00:18:34: Und schauen natürlich, was sind da gerade aktuelle Themen?

00:18:38: Wo gehen wir darauf ein?

00:18:40: Wo müssen wir wirklich vor Ort auch unterstützen, dass wir da gereifbar sind und ansprechbar und die Einrichtungen eben ganz direkt auch mit unserer Präsenz unterstützen?

00:18:54: Und schauen jetzt natürlich auch fürs nächste Jahr, was sind Themen?

00:18:58: Fortbildungsthemen für alle Mitarbeitenden, für die Leitung, Fachtage, Fachkonferenzen und dergleichen?

00:19:04: Also am besten ist natürlich immer der direkte Weg.

00:19:07: Also das ist einfach das, was am besten ist, dass ich sage, okay, ich trau mich, ich spreche da natürlich das Thema direkt an und nicht über drei Ecken.

00:19:15: Genau, und wenn ich mich das nicht trau, dann nehme ich vielleicht noch jemanden zur Unterstützung aus dem Elternbeirat dazu, aber der direkte Ansprechpartner ist natürlich die Erzieherin der Gruppe, wenn es jetzt um pädagogische Themen geht, die das Kind betreffen und dann auch mit der Leitung im Haus.

00:19:31: Genau, da erstmal... da vielleicht schon festgefahren ist oder da es schon Themen gibt, die jetzt länger schweilen, wo jetzt nicht direkt geguckt werden konnte.

00:19:42: Da sind wir natürlich auch immer ansprechbar und auch, dass wir da in Gespräche mit reingehen oder in die Vollversammlung für alle Eltern zur Verfügung stehen.

00:19:51: Also es ist so, dass wir auf jeden Fall immer sehr eng im Austausch sind, auch mit dem Landesjugendamt und mit dem kommunalen Jugendämtern.

00:19:58: und Bereichen, die für uns da zuständig sind.

00:20:00: Das ist ja auch so, dass die auch eine Form der Aufsichtsbehörde unsererseits teilweise darstellen oder darstellen.

00:20:07: Und deswegen ist es so, dass wir da natürlich erstmal eh auskunftswichtig sind, dass wir da uns auch nochmal einen objektiven Blick auf die Sache holen können, wenn unser objektiver Blick nicht weit genug reicht.

00:20:21: Aber es ist tatsächlich so, dass Da die Maßnahmen, die ergriffen werden, meistens schon, die sind, die auch noch mal empfohlen

00:20:34: werden.

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